Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kfz-Mechaniker – Bessere Einkommens- und Arbeitsbedingungen mit Tarifvertrag

20.09.2013
Online-Umfrage von http://www.lohnspiegel.de

Das Bruttomonatseinkommen von Kfz-Mechanikerinnen und Kfz-Mechanikern beträgt auf Basis einer 38-Stunden-Woche durchschnittlich 2.450 Euro.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage des Internetportals http://www.lohnspiegel.de, das vom WSI-Tarifarchiv der Hans-Böckler-Stiftung betreut wird. Rund 1.380 Kfz-Mechaniker/innen haben sich daran beteiligt.

„Die Untersuchung zeigt: Beschäftigte in Betrieben mit Tarifverträgen haben deutlich günstigere Einkommens- und Arbeitsbedingungen als ihre Kolleginnen und Kollegen in nicht tarifgebundenen Betrieben“, sagt WSI-Tarifexperte Dr. Reinhard Bispinck. Die tarifgebundenen Beschäftigten seien auch deutlich zufriedener als ihre Kollegen aus nicht tarifgebundenen Betrieben. Die Auswertung kommt im Einzelnen zu folgenden Ergebnissen:

Einkommen
In tarifgebundenen Betrieben liegt das Monatseinkommen von Kfz-Mechanikerinnen und Kfz-Mechanikern mit durchschnittlich 2.830 Euro rund 590 Euro über dem Gehalt ihrer Kolleginnen und Kollegen in nicht tarifgebundenen Betrieben mit durchschnittlich 2.240 Euro (siehe auch die Grafik in der pdf-Version dieser PM; Link unten).
Sonderzahlung
80 - 81 Prozent der Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben erhalten ein tarifliches Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld,in den nicht tarifgebundenen Betrieben sind es dagegen nur 47 Prozent.
Arbeitszeit
Die vertragliche Wochenarbeitszeit beträgt in tarifgebundenen Betrieben durchschnittlich 38,3 Stunden, in den nicht tarifgebundenen ist sie mit 39,6 Stunden deutlich länger.

Bei der tatsächlichen Wochenarbeitszeit fällt der Unterschied noch größer aus. Sie beläuft sich in tarifgebundenen Betrieben auf 41,7Stunden, in den nicht tarifgebundenen dagegen auf 43,7 Stunden.

Überstunden
Mehr als jede/r zweite Beschäftigte arbeitet im Allgemeinen länger als vertraglich vereinbart. In den nicht tarifgebundenen Betrieben werden 38 Prozent der Beschäftigten die Überstunden gar nicht vergütet, in den tarifgebundenen beläuft sich dieser Anteil nur auf 19 Prozent.
Zufriedenheit:
Die Zufriedenheit mit der Bezahlung fällt generell nicht besonders hoch aus. Beschäftigte in nicht tarifgebundenen Betrieben sind zu fast 70 Prozent überhaupt nicht oder nicht zufrieden mit ihrer Bezahlung, in tarifgebundenen Betrieben fällt der Anteil mit 48 Prozent deutlich niedriger aus.

Das Projekt „LohnSpiegel“ erhebt und analysiert die Einkommens- und Arbeitsbedingungen von Beschäftigten in Deutschland. Es ist Bestandteil des internationalen Wage-Indicator-Netzwerks, an dem Projekte aus 65 Ländern mit gleicher Zielrichtung beteiligt sind. Die LohnSpiegel-Daten werden im Rahmen einer kontinuierlichen Online-Erhebung ermittelt, an der sich die Besucherinnen und Besucher der Webseite „www.lohnspiegel.de“ freiwillig und anonym beteiligen können. Zurzeit bietet der LohnSpiegel einen Gehalts-Check für rund 370 Berufe.

Die Pressemitteilung mit Grafik (pdf): http://www.boeckler.de/pdf/pm_ta_2013_09_20.pdf

Anprechpartner in der Hans Böckler Stiftung

Dr. Reinhard Bispinck
Leiter des WSI-Tarifarchivs
Tel.: 0211-7778-232
E-Mail: Reinhard-Bispinck@boeckler.de
Dr. Heiner Dribbusch
WSI
Tel.: 0211/7778-217
E-Mail: Heiner-Dribbusch@boeckler.de
Rainer Jung
Leiter Pressestelle
Tel.: 0211-7778-150
E-Mail: Rainer-Jung@boeckler.de

Rainer Jung | idw
Weitere Informationen:
http://www.boeckler.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index sinkt nach März-Hoch
23.05.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt niedrig
19.05.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie