Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Zuversicht kehrt - vorsichtig - zurück

03.07.2013
- Leichtes Klimaplus dank besserer Geschäftserwartungen
- Flut wirkt sich kaum auf Urteile zur Geschäftslage aus
- Industrie wird zunehmend Hoffungsträger für Konjunktur

Die Zuversicht der deutschen Mittelständler nimmt im Juni zu: Zum zweiten Mal in Folge verbessert sich ihr Geschäftsklima, der Hauptindikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers - diesmal um 0,5 Zähler auf 11,7 Saldenpunkte.

Die Aufhellung ist damit zwar wie schon im Mai nur moderat, doch sind es im Unterschied zum Vormonat die Geschäftserwartungen, die das aktuelle Klimaplus tragen (+1,6 auf 5,1 Saldenpunkte). Dies ist ein gutes Signal, denn nur wenn die Firmen ihre künftigen Geschäfte besser einschätzen, dann sind sie auch bereit zu Investitionen und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze. Die Urteile zur Geschäftslage hingegen geben im Juni trotz der verheerenden Flut in Süd- und Ostdeutschland nur leicht um 0,6 Zähler auf 18,0 Saldenpunkte nach.

"Die erneute Stimmungsaufhellung im Mittelstand ist erfreulich und keine Selbstverständlichkeit angesichts der Flutschäden, der Rezession in der Eurozone und den zuletzt eher enttäuschenden Konjunkturindikatoren aus China", kommentiert Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. "Sie spricht dafür, dass sich die deutsche Konjunktur wie von uns erwartet im weiteren Jahresverlauf allmählich beleben dürfte."

Auch bei den Großunternehmen verbessert sich die Stimmung, sogar stärker als im Mittelstand. Sie schätzen im Juni ihre aktuelle Geschäftslage (+0,7 Zähler auf 12,1 Saldenpunkte), besonders aber ihre Geschäftserwartungen (+3,7 Zähler auf 5,5 Saldenpunkte) günstiger ein als im Mai. Ihr Geschäftsklima zieht um 2,2 Zähler auf 9,0 Saldenpunkte an und liegt damit nur noch um rund drei Punkte unter dem mittelständischen Geschäftsklima. Bei den Geschäftserwartungen lassen die Großunternehmen den Mittelstand sogar erstmals seit zwei Jahren wieder knapp hinter sich.

Höher war der Erwartungsindikator der stark international orientierten Großunternehmen zuletzt im Juli 2011. Das deutet darauf hin, dass die Firmen immer mehr auf eine Erholung des Exportgeschäfts setzen.

Hierzu passt die umfassende Stimmungsaufhellung im exportstarken Verarbeitenden Gewerbe: Das Geschäftsklima verbessert sich sowohl in der Großindustrie (+1,6 Zähler auf 8,7 Saldenpunkte) als auch im industriellen Mittelstand (+2,1 Zähler auf 9,1 Saldenpunkte). Die Industrie wird damit zunehmend zum Hoffnungsträger für die Erholung. Im Branchenvergleich liegt das Industrieklima inzwischen auf dem zweiten Platz - nach dem Bau, der trotz eines Rücksetzers bei den großen Baufirmen weiterhin mit großem Abstand führt.

Zeuner: "Die Stimmungsverbesserung in der Exportwirtschaft zeigt:
die Firmen sehen Stabilisierungsansätze in der Eurozone und bewerten sie höher als das Risiko eines Nachfragerückgangs in China."

Eine ausführliche Analyse mit Datentabelle und Grafik zum aktuellen KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist unter www.kfw.de/mittelstandsbarometer abrufbar.

Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt Kommunikation (KOM); Christine Volk, Tel. +49 (0)69 7431 3867, Fax: +49 (0)69 7431 3266,

E-Mail: presse@kfw.de, Internet: www.kfw.de

Christine Volk | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Frühwarninstrument zeigt „grün“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt gering
19.07.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Im Focus: 3-D scanning with water

3-D shape acquisition using water displacement as the shape sensor for the reconstruction of complex objects

A global team of computer scientists and engineers have developed an innovative technique that more completely reconstructs challenging 3D objects. An ancient...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

Gipfeltreffen der String-Mathematik: Internationale Konferenz StringMath 2017

24.07.2017 | Veranstaltungen

Von atmosphärischen Teilchen bis hin zu Polymeren aus nachwachsenden Rohstoffen

24.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Grossmäuliger Fisch war nach Massenaussterben Spitzenräuber

26.07.2017 | Geowissenschaften

IT-Experten entdecken Chancen für den Channel-Markt

25.07.2017 | Unternehmensmeldung

Erst hot dann Schrott! – Elektronik-Überhitzung effektiv vorbeugen

25.07.2017 | Seminare Workshops