Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer / Kleine und mittlere Unternehmen bleiben positiv gestimmt

03.04.2012
- Mittelständisches Geschäftsklima stagniert im März auf hohem Niveau
- Geschäftslage wird etwas besser eingeschätzt, Erwartungen gehen leicht zurück

Die Stimmung der deutschen Mittelständler bleibt unverändert gut: Im März erreichte das KfW-ifo-Geschäftsklima 21,0 Saldenpunkte und stagnierte damit in etwa gegenüber dem Vormonat (-0,3 Zähler). Der Indikator hält sich also weiter auf dem sehr hohen Niveau, das er nach seinem rasanten Anstieg seit Jahresbeginn erobert hatte.

Die mittelständischen Unternehmen schätzten im März sowohl ihre Geschäftslage als auch ihre Geschäftserwartungen kaum anders ein als im Vormonat: Die Urteile zur Lage zogen leicht an (+0,6 Zähler auf 33,5 Saldenpunkte), die Erwartungen gaben gleichzeitig etwas nach (-1,6 Zähler auf 8,4 Saldenpunkte). "Der geringfügige Rückgang der Geschäftserwartungen sollte nicht überbewertet werden, denn er folgt auf eine außerordentlich dynamische Aufhellung der Zuversicht in den beiden Vormonaten, während derer die Mittelständler ihre Erwartungen um insgesamt knapp zehn Zähler nach oben korrigiert hatten", kommentiert Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Auch bei den Großunternehmen bewegten sich das Geschäftsklima und dessen Teilindikatoren im März nur wenig. Im Unterschied zu den Mittelständlern beurteilten die großen Firmen allerdings ihre aktuellen Geschäfte im März etwas weniger gut als im Februar (-1,5 Zähler auf 31,4 Saldenpunkte), wohingegen sich ihre Geschäftserwartungen minimal verbesserten (+0,9 Zähler auf 0,6 Saldenpunkte).

"Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist weiterhin gut, sie wächst allerdings nicht in den Himmel. Das ist angesichts der nach wie vor vorhandenen Risiken auch plausibel: Die Staatsschuldenkrise ist noch lange nicht ausgestanden und ein Energiepreisschock infolge der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten ist nicht ausgeschlossen", sagt Dr. Norbert Irsch.

Das Einfallstor für Risiken sei primär der Außenhandel, während die Binnenwirtschaft vor allem Dank des gut laufenden Arbeitsmarktes und höherer Tarifabschlüsse für eine verlässliche konjunkturelle Grunddynamik sorge. Diese stütze die Unternehmensinvestitionen, für die 2012 immerhin ein realer Zuwachs von 3,1 % zu erwarten sei (2011: +7,5 %). "Wir sind unverändert zuversichtlich, dass die deutsche Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 1,2 % zulegen kann. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen wäre ein solches Ergebnis nicht schlecht

- vor allem im europäischen Vergleich", so Irsch.

Die ausführliche Analyse mit Datentabelle und Grafiken zum KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist unter: www.kfw.de/mittelstandsbarometer abrufbar.

Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt Kommunikation (KOM), Wolfram Schweikchardt, Tel. 069 7431-1778, Fax: 069 7431-3266,

E-Mail: wolfram.schweickhardt@kfw.de, Internet: www.kfw.de/newsroom

Wolfram Schweikchardt | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index beendet das Jahr 2016 mit Rekordwert
24.01.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr nahe Null
18.01.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie