Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Anhaltend optimistische Stimmung

07.08.2013
- Leichter Aufwärtstrend im Geschäftsklima
- Verbesserte Lageeinschätzung nach der Flut
- Klima bei Großunternehmen konsolidiert

Das Geschäftsklima im Mittelstand deutet nach wie vor auf eine Belebung der deutschen Konjunktur im weiteren Jahresverlauf hin: Kleine und mittlere Unternehmen verzeichnen zum dritten Mal in Folge ein Stimmungsplus. Im Juli steigt der Hauptindikator des KfW-ifo-Mittelstandsbarometers um 0,3 Zähler auf 12,0 Saldenpunkte.

Diese positive Entwicklung wird von beiden Teilindikatoren gestützt:
Sowohl die Bewertung der aktuellen Lage (+0,5 auf 18,4 Saldenpunkte) als auch die Erwartungen der zukünftigen Geschäftsentwicklung (+0,2 auf 5,3 Saldenpunkte) haben sich im Vergleich zum Vormonat leicht verbessert.

Die Lageeinschätzung der kleinen und mittleren Unternehmen hat damit die Einbußen aus dem Juni in Folge der Flut in Süd- und Ostdeutschland verkraftet und ist auf das vorherige Niveau zurückgekehrt. Die weiter stabilen Erwartungen sind ein gutes Zeichen für Unternehmensinvestitionen in der Zukunft.

Im Gegensatz zu den Mittelständlern weisen die Großunternehmen im Juli ein leicht schwächeres Geschäftsklima (-0,8 Zähler auf 8,2 Saldenpunkte) aus. Nach den starken Anstiegen der vergangenen Monate ist dieses Minus jedoch eher als Konsolidierung des aktuellen Niveaus zu bewerten. Hauptgrund für den Rückgang ist die deutlich schlechtere Einschätzung der Geschäftserwartungen (-1,4 Zähler auf 4,1 Saldenpunkte). Die aktuelle Lage wird hingegen nur minimal schlechter bewertet als im Vormonat (-0,2 Zähler auf 11,8 Saldenpunkte). Die Differenz zwischen dem mittelständischen und großunternehmerischen Geschäftsklima nimmt aufgrund dieser Entwicklungen zu.

Im Juli liegt das Geschäftsklima in allen Hauptwirtschaftszweigen über dem langfristigen Durchschnitt. Die einzelnen Segmente entwickeln sich am aktuellen Rand dabei allerdings durchaus unterschiedlich: Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe ist im Vergleich zum Vormonat leicht gestiegen (+0,6 Zähler auf 9,3 Saldenpunkte). Im Bauhauptgewerbe dagegen lässt das Geschäftsklima nach (bei KMUs -0,6 auf 24,6 Saldenpunkte, Großunternehmen -5,9 auf 18,2 Saldenpunkte) - eine Folge der verschärften Kreditkonditionen der Banken für Wohnbaudarlehen.

Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, kommentiert die aktuellen Ergebnisse des Barometers wie folgt: "Die positive Entwicklung des Geschäftsklimas im Mittelstand lässt auf eine allmähliche, aber nachhaltige Erholung der deutschen Konjunktur hoffen. Gestützt wird der Optimismus durch die zu erwartende positive Wirkung von Lohnzuwächsen und der damit einhergehenden zunehmenden Konsumbereitschaft. Nach wie vor gibt es aber auch Konjunkturrisiken, etwa die sinkende Nachfrage aus China oder eine nicht auszuschließende erneute Verschärfung der Eurokrise."

Eine ausführliche Analyse mit Datentabelle und Grafik zum aktuellen KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist unter www.kfw.de/mittelstandsbarometer abrufbar.

Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt Kommunikation (KOM) Frau Christine Volk Tel. +49 (0)69 7431 3867, Fax: +49 (0)69 7431 3266,

E-Mail: Christine.Volk@kfw.de, Internet: www.kfw.de

Christine Volk | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index beendet das Jahr 2016 mit Rekordwert
24.01.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr nahe Null
18.01.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie