Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW geht mit Zuversicht in die Zweite Halbzeit / Refinanzierungsvolumen von 75 Mrd. EUR bestätigt

07.07.2010
Erstklassige Kreditqualität und Refinanzierungsstrategie bleiben Erfolgsfaktoren der Mittelaufnahme

Förderbank engagiert für Verbriefungen "Made in Germany"

Die KfW hat heute anlässlich ihrer halbjährlichen Kapitalmarkt-Pressekonferenz in London das für 2010 erwartete Refinanzierungsvolumen in Höhe von 75 Mrd. EUR bestätigt.

Deutschlands größte Förderbank geht die Refinanzierung ihres Förderkreditgeschäfts im zweiten Halbjahr mit großer Zuversicht an: "Wir verfügen über eine global ausgerichtete und anerkannte Refinanzierungsstrategie sowie über eine ausgezeichnete Positionierung an den internationalen Kapitalmärkten; dies hat sich im ersten Halbjahr, das von großer Volatilität geprägt war, erneut eindrucksvoll bestätigt", sagte Dr. Günther Bräunig, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Nach Einschätzung der KfW, die zu den größten Emittenten Europas zählt, ist auch im zweiten Halbjahr mit volatilen Marktverhältnissen zu rechnen, und die Situation der Staatsfinanzen in der Eurozone beunruhigt nach wie vor viele Marktteilnehmer. Entschlossene Einsparanstrengungen zur finanziellen Stabilisierung sind notwendig.

Dazu herrscht in Europa ein starker politischer Wille. In der aktuell im Aufbau befindlichen "European Financial Stability Facility" (EFSF) sieht die KfW zudem Potenzial, vorhandene Verspannungen an den internationalen Kapitalmärkten zunehmend zu lockern und Vertrauen wiederherzustellen.

Bräunig zeigte sich überzeugt, dass die erstklassige deutsche Kreditqualität der KfW die internationalen Investoren ansprechen wird. Wie schon im ersten Halbjahr wird die KfW ihren Investoren ein breites Spektrum anbieten: hochliquide und großvolumige Globalanleihen in EUR und USD sowie Anleihen, die in Laufzeit, Währung und Struktur flexibel den jeweiligen Bedürfnissen entsprechen.

Im ersten Halbjahr hat die KfW rd. 45,8 Mrd. EUR an den internationalen Kapitalmärkten aufgenommen. Es wurden 221 Anleihen in 17 verschiedenen Währungen emittiert. Die größten Anteile entfallen neben dem EUR und dem USD (44% respektive 34%) auf den AUD, das GBP und den JPY. Auch Anleihen in NOK wurden stark nachgefragt.

Die KfW ist die weltweit einzige nicht-staatliche Emittentin, die sowohl in EUR als auch in USD großvolumige Anleihen in sämtlichen Benchmark-Laufzeiten begeben hat und somit eine liquide Referenzkurve bietet. "Dass wir unsere 10jährigen Benchmarks über 5 Mrd. EUR bzw. 4 Mrd. USD so erfolgreich platzieren konnten, unterstreicht unseren permanenten Marktzugang, insbesondere auch zu langfristigen Mitteln. Dies ist von großer Bedeutung für die Stabilität unserer Mittelaufnahme auch in der Zukunft", betonte Bräunig.

Deutlich geworden ist, dass Investoren mittlerweile wesentlich stärker zwischen Emittenten aus Euroländern und anderen sowie zwischen Kern- und Peripherie-Euroländern differenzieren. Die jeweilige Garantie, die Stärke des Garantiegebers und die Eigentümerstruktur eines Emittenten werden sehr genau hinterfragt und bewertet. Mit ihrer expliziten, direkten Garantie der Bundesrepublik Deutschland als dem sichersten und wirtschaftlich stärkstem Staat der Eurozone, sowie ihrer einfachen, klaren Eigentümerstruktur ist die KfW bestens gerüstet.

Für den Verbriefungssektor, auf dem die KfW seit zehn Jahren aktiv ist, zeigt sich die Förderbank vorsichtig optimistisch.

Am europäischen Verbriefungsmarkt sind erste erfreuliche Lichtblicke sichtbar: Im ersten Halbjahr 2010 wurde bereits ein Volumen von rd. 28 Mrd. EUR öffentlich platziert - das entspricht einer Verdreifachung des Volumens des gesamten Jahres 2009.

Von einer Normalisierung des Verbriefungsmarkts kann gleichwohl noch keine Rede sein. Unsicherheiten über die Regulierungsvorhaben tragen zu hoher Volatilität auch in diesem Marktsegment bei. "Gleichzeitig sehen wir aber, dass die geplanten Regulierungsanforderungen und die mittelfristig zu erwartende restriktivere Geldpolitik der EZB die Attraktivität von Verbriefungen erhöht.

Banken zeigen wieder verstärktes Interesse an Verbriefungen, um ihr Eigenkapital zu entlasten und bei ihrer Refinanzierung unabhängiger von der EZB zu werden", erklärte Bräunig. Dem entsprechend entsteht bei den Verbriefungsplattformen der KfW langsam eine "Dealpipeline".

Die Verbriefungsindustrie ist aufgefordert, weiter an der Rückgewinnung des Vertrauens der Investoren zu arbeiten. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist der "Deutsche Verbriefungsstandard", der von der TSI und dem Bundesverband Deutscher Banken unter aktiver Mitwirkung der KfW erarbeitet worden

ist: Bei Qualitätsverbriefungen "Made in Germany" verpflichten sich die Banken auf die Einhaltung wesentlicher Qualitätsstandards, wie z.B. Verbriefung nur aus dem Bestandsgeschäft, angemessener Selbstbehalt (min. 5%) und Ausschluss von Wiederverbriefungen. Damit wurden die wesentlichen Lehren aus der Krise gezogen und das Instrument Verbriefung auf ein solides Fundament gestellt. Erste Transaktionen unter Nutzung dieses neuen Standards könnten noch in diesem Jahr erfolgen.

"Die KfW steht bereit, ihren Beitrag zur Finanzierung des Aufschwungs zu leisten. Für die hierzu erforderliche Refinanzierung sind wir bestens aufgestellt. Auch werden wir ausgewählte Verbriefungstransaktionen als Ankerinvestor unterstützen, um zur Wiederbelebung dieses Marktsegments und letztlich auch zur Verstetigung der Kreditversorgung insbesondere des Mittelstands und des Wohnungsbaus beizutragen", sagte Bräunig.

Nathalie Drücke | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index sinkt nach März-Hoch
23.05.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt niedrig
19.05.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie