Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW-Förderung der Energieeffizienz: Nachhaltige Impulse für Klimaschutz, Energieeinsparung, Bauwirtschaft und Arbeitsmarkt

21.08.2009
Investitionen von insgesamt 13,4 Mrd. EUR angestoßen Positiv für Staatshaushalt: min. 223 Mio. EUR in 2007 Je vermiedener Tonne CO2 gesamtwirtschaftliche Erlöse mit 568 EUR mehr als doppelt so hoch wie Investitionskosten

Die KfW Bankengruppe hat heute zwei Studien vorgelegt, die belegen: die KfW-Programme zur Förderung des energieeffizienten Bauens und Sanierens sind nachhaltig und geben wichtige Impulse für Klima und Arbeitsmarkt. Im Jahr 2008 hat die KfW in diesen Programmen Kredite und Zuschüsse über rund 6,7 Mrd. EUR zugesagt. Damit wurden Investitionen in energetisches Bauen und Sanieren an rund 280.000 Wohnungen in Höhe von insgesamt 13,4 Mrd. EUR angestoßen.

Nach der Studie des Bremer Energieinstituts (BEI) für das Jahr 2008 wird der CO2-Ausstoß durch die Förderung erheblich reduziert. Insgesamt erbrachten die im Jahr 2008 geförderten Investitionen eine jährliche dauerhafte Minderung des CO2-Ausstoßes von 837.000 Tonnen. Damit konnte der jährliche CO2-Ausstoß der privaten Haushalte seit dem Jahr 2006 um fast 2,5 Mio. t dauerhaft gesenkt werden. Ein weiteres zentrales Ergebnis des Gutachtens ist, dass Sanierungsvorhaben und Baumaßnahmen zumeist an örtliche Handwerker und Bauunternehmen vergeben werden. Mit den im Jahr 2008 geförderten Investitionen wurden so mehr als 200.000 Arbeitsplätze für mindestens ein Jahr gesichert.

"Unsere Programme zählen zu den wichtigsten Fördermaßnahmen der Bundesregierung im Klimaschutz. Die Förderung des energieeffizienten Bauens und Sanierens ist mit vielen Vorteilen verbunden: Sicherung von Arbeitsplätzen, Senkung von Energiekosten sowie Reduzierung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe und der Emission von schädlichen Treibhausgasen", sagte Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe.

Von niedrigeren Energiekosten profitieren Wohnungseigentümer und Mieter: Durch in den Jahren 2005 bis 2008 geförderten Wärmedämmungen und Heizungsmodernisierungen konnten laut der BEI-Studie bereits Heizkosten in Höhe von fast 1 Mrd. EUR eingespart werden. Zudem steigen der Wohnkomfort und der Wert des Gebäudes.

Die KfW-Förderung der energetischen Gebäudesanierung hat positive Wirkungen auf den Staatshaushalt - so die zweite vorgelegte Studie des Forschungszentrum Jülich für das Jahr 2007. Die mit den Investitionen einhergehende Nachfrage nach Bauleistungen und die damit verbundenen positiven Beschäftigungseffekte kommen dem Staatshaushalt zugute: Die unmittelbaren Gewinne für den Staatshaushalt belaufen sich auf mindestens 223 Mio. EUR. Sie ergeben sich aus den zusätzlichen Einnahmen an Steuern und Sozialbeiträgen sowie den vermiedenen Ausgaben für Arbeitslosigkeit, die den Kosten der Förderprogramme gegenüber gestellt wurden.

Ein weiteres Ergebnis ist, dass die maximalen gesamtwirtschaftlichen Gewinne der Energieeinsparung und CO2-Reduzierung im Gebäudebestand mehr als doppelt so hoch sind wie die damit verbundenen Kosten. Die Investitionskosten je vermiedener Tonne Kohlendioxid betrugen demnach 216 EUR - dem standen jedoch gesamtwirtschaftliche Erlöse sowie Minderausgaben der geförderten Maßnahmen von bis zu 568 EUR gegenüber: Durch vermiedene Umweltschäden, Heizkostenersparnis, Erhöhung von Gebäudewerten, mehr Wohnkomfort bzw. dadurch erzielte höhere Mieteinnahmen.

Die Bundesregierung hat die Mittel für die KfW-Programmfamilie zur Förderung des energieeffizienten Bauens und Sanierens im Rahmen des ersten Konjunkturpakets zur Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung aufgestockt. Damit können bis Ende 2011 rund 8,5 Mrd. EUR an Krediten und Zuschüssen zur Verfügung gestellt werden.

Interessierte können die Studien auf www.kfw.de im Bereich Research/Schwerpunkt-/Sonderthemen herunterladen. Weitere Informationen auf www.kfw.de oder über das Infocenter der KfW Bankengruppe unter der Telefonnummer 01801 / 33 55 77.

Eske Ennen | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie