Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW Entwicklungsbank stellt 11. Evaluierungsbericht über die Wirksamkeit der Finanziellen Zusammenarbeit vor

01.12.2011
- Rund 80 Prozent der Projekte erfolgreich
- Bedeutung der Evaluierung nimmt zu
- Finanzsektorförderung mit 88 % überdurchschnittlich erfolgreich

Die KfW Entwicklungsbank und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stellten heute in Frankfurt den 11. Evaluierungsbericht "Wirkungen messen, Ergebnisse bewerten, für die Zukunft lernen" über die Wirksamkeit der Finanziellen Zusammenarbeit mit Entwicklungs- und Transformationsländern vor.

"Die Erfolgsquote der KfW-Projekte mit etwa 80 % ist ein Zeichen dafür, dass eine große Anzahl von unseren Entwicklungsprojekten spürbare Verbesserungen für die Menschen in den Partnerländern bringen und nachhaltige Wirkungen erzielen", stellten Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe, und Prof. Dr. Eva Terberger, Leiterin der unabhängigen Evaluierungsabteilung der KfW, heraus. Der Bericht fasst die wichtigsten Bewertungsergebnisse zusammen und beschreibt die dabei angewandten Methoden.

"Die Qualität unserer Arbeit ist uns ein zentrales Anliegen. Mit der Evaluierung erkennen wir Schwachpunkte und erhalten wertvolle Informationen. Aus Erfolgen - aber auch aus Misserfolgen - können wir lernen und die Qualität unserer Arbeit für die Zukunft sichern", sagte Dr. Norbert Kloppenburg.

"Die Informationen zur Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der Projekte sind für die ständige Verbesserung unserer Arbeit unerlässlich. Die auf die Finanzielle Zusammenarbeit gerichtete Arbeit der Evaluierungsabteilung der KfW Entwicklungsbank muss durch organisationsübergreifende, unabhängige und vergleichende Untersuchungen ergänzt werden. Deshalb gründet das BMZ ein unabhängiges Evaluierungsinstitut", betonte Dorothee Fiedler, Leiterin der Unterabteilung für Grundsatzfragen der Organisationen der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit im BMZ.

Ex Post-Evaluierungen von einzelnen FZ-Vorhaben dienen drei bis fünf Jahre nach Durchführung der Entwicklungsinvestition der Überprüfung, ob die erwarteten Wirkungen auch tatsächlich eingetreten sind und ein nachhaltiger Entwicklungsprozess angestoßen wurde. In den Jahren 2009 / 2010 wurden 139 im Auftrag des BMZ geförderte FZ-Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von 1,525 Mrd. EUR Haushaltsmitteln evaluiert. Rund 80 % dieser Vorhaben wurden nach dem von der KfW entwickelten Ranking als erfolgreich bewertet. Zugrunde gelegt wird eine Skala von 1 - 6 (die Stufen 1-3 gelten als "erfolgreich", die Stufen 4 - 6 als "nicht erfolgreich").

Hervorzuheben sind überdurchschnittlich gute Ergebnisse (92 % Erfolgsquote) bei großvolumigen Vorhaben, beispielsweise im Transportsektor (Straßenverkehr in Namibia, Schienenverkehr in China) und in der Energieerzeugung und -versorgung. Unterdurchschnittlich schnitt z. B. der Sektor Land- und Forstwirtschaft ab.

Auch die Finanzsektorförderung erreicht mit 88 % nach Mittelvolumen eine deutlich überdurchschnittliche Erfolgsquote. Potential für eine Verbesserung der Wirkungen zeichnet sich in der Evaluierung von Finanzsektorprojekten zur Förderung von umweltfreundlichen Investitionen ab.

Als Beitrag zur aktuellen Diskussion um die Wirksamkeit der Mikrofinanzierung wird im thematischen Fokus des 11. Evaluierungsberichts die Entwicklung der letzten 20 Jahre in der Förderung des Finanzsektors nachgezeichnet. Die Evaluierungsergebnisse geben keinen Anlass, an der Wirksamkeit der Ansätze, die seit der "Mikrofinanzrevolution" in den 1990er Jahren verfolgt wurden, zu zweifeln. Im Gegenteil:

Im Finanzsektor haben Geber und Empfänger in vorbildlicher Weise aus enttäuschenden Ergebnissen der Förderung in den siebziger und achtziger Jahren gelernt. Erkenntnisse wurden konsequent bei der Gestaltung neuer Projekte berücksichtigt. Der Weg für konzeptionell neue Ansätze war bereitet und ein Prozess ihrer fortwährenden Verbesserung wurde angestoßen, um mit den Fördermitteln noch höhere Wirkungen zu erzielen. "Diese Lernkurve ermöglichte es der deutschen Finanziellen Zusammenarbeit, ihre weltweite Vorreiterrolle in der Förderung des Finanzsektors zu erreichen", sagte Prof. Dr. Terberger.

Im Jahr 2000 wurde die unabhängige Evaluierungsabteilung eingerichtet, die seit Oktober 2006 von Frau Prof. Dr. Eva Terberger geleitet wird. Weitere Informationen zur Evaluierung von FZ-Vorhaben entnehmen Sie bitte unserer Internetseite: www.kfw.de.

Der Bericht ist im Internet abrufbar unter www.kfw.de

Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt Kommunikation (KOM)
Tel. 069 7431-4400, Fax: 069 7431-3266,
E-Mail: presse@kfw.de, Internet: www.kfw.de/newsroom
Fragen von Journalisten beantwortet:
Dr. Charis Pöthig, Telefon: 069 7431 4683, E-Mail:
charis.poethig@kfw.de

Dr. Charis Pöthig | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Rezessionsgefahr nahe null - IMK-Indikator: Deutsche Wirtschaft auf dem Weg in die Hochkonjunktur
16.01.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Mit Schwung ins neue Jahr
28.12.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie