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KfW Entwicklungsbank fördert Privatinitiative von Kleinstunternehmern in Sub-Sahara Afrika

24.11.2010
  • Regionaler Investitionsfonds REGMIFA zahlt erste Kredite in Höhe von 13,8 Mio. USD aus
  • Finanzierungen gehen an Mikrofinanzinstitutionen in Ghana, Kenia, Senegal und Tansania
  • Ein Großteil der Kredite wird in lokaler Währung ausgelegt

REGMIFA hat die ersten Kredite in Höhe von 13,75 Mio. USD an Mikrofinanzinstitute in Ghana, Kenia, Senegal und Tansania ausgezahlt.

Der von der KfW Entwicklungsbank strukturierte erste regionale Investitionsfonds für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen in Subsahara-Afrika REGMIFA (Regional Micro, Small and Medium Enterprises Investment Fund for Subsaharan Africa) investiert in Mikrofinanzinstitute, die ihrerseits Darlehen an Kleinstunternehmer vergeben.

Der erste Kredit in ghanaischen Cedi ging an Sinapi Aba Trust (SAT). Das Mikrofinanzinstitut vergibt Darlehen zumeist an Kleinstunternehmen in ländlichen Gebieten und vorwiegend in Form von Gruppenkrediten. Den zweiten Kredit erhielt First Allied Savings and Loans (FASL), das an Kleinst- und Kleinunternehmer vorrangig Einzel-, aber auch Gruppenkrediten ausreicht. Der Kenia Women Finance Trust (KWFT) bekam den dritten Kredit zur Vergabe an einkommensschwache Frauen in kenianischen Schilling. Faulu (Kenia), Finca Tansania und Pamecas (Senegal) folgten mit weiteren Krediten.

"Die Auszahlung dieser Kredite ist ein bedeutender Meilenstein für REGMIFA - einem Fonds zur Förderung von Beschäftigung und Unternehmertum kleiner Unternehmer in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Er trägt dazu bei, das afrikanische Wirtschaftswachstum zu vertiefen und die ökonomischen Möglichkeiten kleiner Unternehmen und armer Bevölkerungsschichten zu verbessern. REGMIFA fördert insbesondere jene Institutionen, die gegenüber ihren Kunden verantwortlich handeln und deren Verschuldungssituation genau im Auge halten. Damit setzt der Fonds wichtige Standards", sagt Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Offiziell wurde der Fonds am 5. Mai 2010 aufgelegt mit Zusagen von über einem Dutzend öffentlicher Kapitalgeber in Höhe von bereits mehr als 150 Mio. USD. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die KfW Entwicklungsbank werden sich in Höhe von rund 30 Mio. EUR beteiligen. Insgesamt soll der Fonds bis 2014 ein Kreditportfolio von rund 200 Mio. USD aufbauen. Erstmals bietet ein Fonds Mikrofinanzinstitutionen in Subsahara-Afrika eine Palette von Finanzierungsinstrumenten wie langfristiges Fremdkapital und eigenkapitalähnliche Finanzierungen wie Nachrangdarlehen in Lokalwährung an.

"Der Fonds hat in den ersten sechs Monaten seiner Existenz viel erreicht, handelt schnell und bedarfsgerecht. Das Portfolio des Fonds wird mit der bevorstehenden Auszahlung von Krediten an Mikrofinanzinstitute in Nigeria und in Kamerun weiter anwachsen", sagt Dr. Kloppenburg.

Der Fonds wird die Mittel an zahlreiche Mikrofinanzinstitutionen weiterreichen, die ihrerseits Kredite in lokaler Währung an rund 300.000 Kleinunternehmen vergeben. Das Besondere daran ist, dass sie kein Wechselkursrisiko haben und damit eine geringere Schuldenlast.

Die KfW Entwicklungsbank ist weltweit der größte Finanzier von Mikrofinanzierungen in Entwicklungs- und Transformationsländern.

Allein im Jahr 2009 entfielen ein knappes Drittel der Zusagen (1,1 Mrd. EUR) auf den Finanzsektor.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

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