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KfW Entwicklungsbank finanziert größten Windpark in Afrika

14.12.2010
KfW Entwicklungsbank Hauptpartner für Vorhaben zur erneuerbaren Energieerzeugung am Roten Meer in Ägypten

Wichtiger Baustein für die Desertec-Vision von sauberem Strom aus der Wüste

Die KfW Entwicklungsbank hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) heute zusammen mit der Arabischen Republik Ägypten, vertreten durch die Zentralbank und die ägyptische Behörde für Erneuerbare und Neue Energie (NREA) einen Finanzierungsvertrag über ein Darlehen in Höhe von 192 Mio. EUR unterzeichnet. Das Darlehen dient der Finanzierung des geplanten Windparks "Golf von el Zayt" am Roten Meer mit einer Leistung von 200 Megawatt. Das ist der größte Windpark, der jemals in Afrika im Rahmen eines Vorhabens gebaut wurde.

Die gesamten Projektkosten liegen bei geschätzten 340 Mio. EUR (2.720 Mio. Ägyptische Pfund, EGP). Deutschland stellt mit dem Darlehen von 192 Mio. EUR den Löwenanteil der Finanzierung. Weitere Beiträge werden von Europäischen Kommission (ein Zuschuss i.H.v. 30 Mio. EUR) und der Europäischen Investitionsbank (EIB) (ein Darlehen über 50 Mio. EUR) bereit gestellt. Der ägyptische Eigenbeitrag liegt bei 68,5 Mio. EUR (20%).

"Der Windpark wird eine wirtschaftlich effiziente und ökologisch sinnvoll erzeugte Stromproduktion ermöglichen", sagte Dr. Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe. "Darüber hinaus ist das Ziel des Vorhabens auch, die wachsenden Energiebedürfnisse Ägyptens zu befriedigen und dabei einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Gleichzeitig wird damit ein wichtiger Baustein gelegt, um die Vision von Desertec, die Produktion von sauberem Strom aus der Wüste, Wirklichkeit werden zu lassen."

Der vereinbarte Standort des Vorhabens befindet sich in einer unbewohnten Wüsten- und Küstenregion entlang des Roten Meeres zwischen Hurghada und Zafarana, rund 25 Km nördlich des Berges Gabel el Zayt. Ornithologische Aspekte wurden sorgfältig untersucht und in die Planungen einbezogen, um das Risiko negativer Umwelteinflüsse so gering wie möglich zu halten.

Während die Arabische Republik Ägypten Empfänger des Darlehens ist, liegt die Verantwortung für die Umsetzung des Vorhabens bei der ägyptischen NREA. Die Egyptian Electricity Transmission Company (EETC), Tochter der Egyptian Electricity Holding Company (EEHC), ist zuständig für das Leitungsnetz. NREA und EEHC sind dem Ministerium für Elektrizität und Energie (MoEE) unterstellt.

Im Einklang mit der sogenannten Paris Agenda zur Verbesserung der Wirksamkeit der Zusammenarbeit, steht die KfW Entwicklungsbank damit an der Spitze einer gebündelten und gemeinschaftlich entwickelten Geberfinanzierung, die europäische Ressourcen zusammenbringt um somit den Wirkungsgrad zu erhöhen.

Dr. Charis Pöthig | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

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