Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW und EIF weiten Zusammenarbeit aus

10.03.2011
  • KfW verbessert Gründungsförderung zum 1.4.2011
  • 80 % Haftungsfreistellung nun auch bei Darlehen bis zu 100.000 EUR möglich
  • Garantie des Europäischen Investitionsfonds (EIF) für KfW-Gründerkredite deutlich erhöht

Zum 1. April 2011 verbessert die KfW Bankengruppe ihr Angebot für Gründer: Im Mittelpunkt steht ein erweitertes Fremdkapitalangebot mit erhöhter Risikoübernahme der KfW. Im neuen KfW-Gründerkredit - StartGeld gewährt die Förderbank eine 80 %-ige Haftungsfreistellung künftig bei Darlehen bis zu 100.000 EUR; bisher war dies nur bei Darlehen bis zu 50.000 EUR möglich.

Die Erhöhung des Finanzierungshöchstbetrags ist mit dem Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP) der Europäischen Union realisiert worden. Der Europäischen Investitionsfonds (EIF) managt dieses Programm: Die von der KfW übernommenen Risiken werden teilweise von einer Garantie des EIF abgedeckt, die wiederum aus Mitteln der Europäischen Union finanziert wird. Mit der Ausweitung des Gründungsfinanzierungsangebots wurde der Garantierahmen des EIF deutlich erhöht.

"Gründer haben oft Schwierigkeiten bei der Finanzierung, weil diese für die Hausbanken risikoreich und kleinteilig ist. Deshalb sind wir hier als Förderbank gefragt. Mit der erhöhten Risikoübernahme wollen wir den Zugang zu zinsgünstigem Fremdkapital für noch mehr Gründer erleichtern", sagt Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe. Laut KfW-Gründungsmonitor, der repräsentativen Befragung zum Gründungsgeschehen in Deutschland, decken 93% der Gründer, die externe Finanzmittel benötigen, ihren Bedarf mit 100.000 EUR und weniger. Mit dem neuen KfW-Gründerkredit - StartGeld werden somit neun von zehn Gründern erreicht.

"Wir freuen uns, die langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der KfW und dem EIF auszuweiten. Mit dem neuen, zusätzlichen Darlehensvolumen in Höhe von 440 Mio. EUR, das wir teilweise garantieren, werden wir deutschlandweit ca. 9.000 weitere Existenzgründer unterstützen", erläutert Richard Pelly, Geschäftsführender Direktor des EIF. Der EIF unterstützt das KfW-StartGeld im Rahmen des CIP der Europäischen Union bereits seit Programmbeginn 2008.

Die KfW ist im Rahmen des EU-Programms der größte Garantienehmer und bietet ein Beispiel dafür, wie nationale und europäische Fördermittel sich sinnvoll ergänzen können, um das gemeinsame Ziel der verbesserten Gründungsfinanzierung zu erreichen.

Das KfW-Gründungsangebot in Form von Krediten und Nachrangdarlehen im Überblick:

- KfW-Gründerkredit: Hier wird klassisches Fremdkapital für
Gründer und junge Unternehmen bis zu drei Jahren bereitgestellt.
Der neue Finanzierungshöchstbetrag beim KfW-Gründerkredit -
StartGeld beträgt 100.000 EUR (ab 01. April 2011). Mit der
beantragten Summe können Investitionen komplett und
Betriebsmittel in Höhe von bis zu 30.000 Euro finanziert werden.
Die KfW übernimmt hierbei 80 % der Kreditrisiken der Hausbank.
Mit dem KfW-Gründerkredit - Universell können Gründer und jungen
Unternehmen Fremdkapital für Investitionen und Betriebsmittel
bis zu einem Kredithöchstbeitrag von 10 Mio. EUR pro Vorhaben
beantragen. Es kann auch hier 100 % der Investitionssumme
finanziert werden.
- ERP-Kapital für Gründung: Mezzaninekapital bis zu 500.000 EUR in
Form von unbesichertem Nachrangdarlehen für Existenzgründer und
junge Unternehmen (bis zu 3 Jahre). Bis zu 40 % der
Gesamtinvestitionssumme können hierüber finanziert werden, die
Tilgung erfolgt erst ab dem 8. Jahr.
- Darüber hinaus steht auch Gründern mit dem
ERP-Regionalförderprogramm ein zinsgünstiges Fremdkapitalangebot
zur Verfügung, mit dem Investitionen in regionalen
Fördergebieten (Höchstbetrag 3 Mio. EUR pro Vorhaben) finanziert
werden können.
Service: Interessierte können sich beim Infocenter der KfW
Bankengruppe: 01801-241124 beraten lassen oder auf www.kfw.de/gruenderkredite informieren.
Pressekontakt:
Sonja Höpfner
KfW, Palmengartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt Kommunikation (KOM)
Tel. 069 7431-4306, Fax: 069 7431-3266
E-Mail: sonja.hoepfner@kfw.de

Sonja Höpfner | KfW Bankengruppe
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de
http://www.kfw.de/gruenderkredite

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Arbeitslosigkeit sinkt verhaltener
27.07.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Scharfe Röntgenblitze aus dem Atomkern

17.08.2017 | Physik Astronomie

Fake News finden und bekämpfen

17.08.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Effizienz steigern, Kosten senken!

17.08.2017 | Messenachrichten