Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KfW Bankengruppe und Commerzbank stellen Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand vor

17.06.2010
  • Gesamtvolumen bis zu 500 Mio. Euro
  • Branchenübergreifendes Finanzierungsangebot für Unternehmen bis 500 Mio. Euro Jahresumsatz
  • Bereitstellung von Eigenkapital zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung

Mit einem Eigenkapitalfonds für mittelständische Unternehmen wollen die KfW Bankengruppe und die Commerzbank dem Bedürfnis vieler mittelständischer Unternehmen in Deutschland nach einem flexiblen und unternehmerfreundlichen Finanzierungsangebot Rechnung tragen.

Darüber hinaus wird das bestehende Marktangebot um ein bislang fehlendes Produkt ergänzt. Der Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand hat ein Gesamtvolumen von bis zu 500 Mio. Euro und wird zum Start von den beiden Gründungspartnern mit jeweils knapp 100 Mio. Euro ausge-stattet, wobei der Anteil der KfW unter 50 Prozent bleibt.

Zudem wird das externe Fondsmanagement beteiligt sein. Der Fonds wird zunächst mit den beiden Gründungsinvestoren aufgelegt. KfW und Commerzbank streben jedoch an, weitere Investoren für den Fonds zu gewinnen. Das Fondsangebot richtet sich branchenübergreifend an inländische mittelständische Unternehmen in Deutschland mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. Euro. Die Höhe einer Eigenkapitalbeteiligung liegt zwischen 10 Mio. und 30 Mio. Euro. Der Fonds wird ab Sommer 2010 investitionsbereit sein.

Ziel des neuen Fonds ist es, die Eigenkapitaldecke mittelständischer Unternehmen zu stärken. Die Rezession des Jahres 2009 hat die in den Jahren zuvor aufgebaute Eigenkapitaldecke vieler Unternehmen reduziert; dies droht in der sich andeutenden Konjunkturerholung zunehmend zu einem Hemmschuh für Wachstum und Innovation zu werden. Allerdings fehlt es nach Überzeugung der Fondsinitiatoren in Deutschland an einem breiteren Angebot für Beteiligungskapital, das sich an den Bedürfnissen mittelständischer Unternehmen und deren nachhaltiger Wachstumsperspektive orientiert.

Darüber hinaus soll die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Mittelpunkt stehen. ... Der Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand unterscheidet sich klar von den auch in Deutschland weit verbreiteten Modellen schuldenfinanzierter Übernahmen (Leverage-Buy-Outs), die meist auf vollständige unternehmerische Kontrolle und kurzfristige Renditemaximierung ausgerichtet sind.

Im Fokus des Eigenkapitalfonds für den Mittelstand stehen deutsche Familienunternehmen und deren auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensentwicklung. Das Fondskonzept ist auf ein längerfristiges Engagement als bei üblichen Private Equity-Fonds angelegt und berücksichtigt die spezifischen Anforderungen mittelständischer Unternehmen an eine Eigenkapitalfinanzierung. Hierzu gehören insbesondere Minderheitsbeteiligungen, die dem Unternehmen als echtes Eigenkapital für Wachstumsinvestitionen zur Verfügung stehen und ihm ein hohes Maß an unternehmerischer Autonomie sichern. Darüber hinaus erhält der Unternehmer über das Fondsmanagement und einen erfahrenen Industrie-Beirat Zugang zu wertvollem Know-how und Kontakten. Das bevorzugte Ausstiegsszenario ist der Rückkauf der Anteile durch den Unternehmer.

"Viele sprechen über die Eigenkapitalausstattung des Mittelstands, aber kaum jemand setzt hier neue Impulse. Gemeinsam mit der Commerzbank haben wir daher ein neues Eigenkapitalfonds-Konzept entworfen, das speziell auf die Bedürfnisse des Mittelstands zugeschnitten ist und damit setzen wir neue Standards", erläutert Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW für das inländische Fördergeschäft. Markus Beumer, Vorstandsmitglied der Commerzbank, verantwortlich für die Mittelstandsbank, betont: "Wir wollen die Firmen mit frischem Eigenkapital ausstatten, um so ihr Wachstum anhaltend zu gewährleisten; der Unternehmer bleibt dabei der 'Herr im Haus'. Der neue Fonds ist unser Beitrag, die Erholung der deutschen Wirtschaft und des Mittelstandes auf ein solides Fundament zu setzen", so Beumer.

Fragen der Presse beantworten:
KfW Bankengruppe
Wolfram Schweickhardt
Telefon: +49 (0)69 7431 1778
wolfram.schweickhardt@kfw.de
Commerzbank AG
Martin Halusa
Telefon: +49 (0)69 263 50750
martin.halusa@commerzbank.com

Wolfram Schweickhardt | KfW
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Aufschwung setzt sich fort
28.11.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Rückgang, aber noch keine Tendenzwende
21.11.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rest-Spannung trotz Megabeben

13.12.2017 | Geowissenschaften

Computermodell weist den Weg zu effektiven Kombinationstherapien bei Darmkrebs

13.12.2017 | Medizin Gesundheit

Winzige Weltenbummler: In Arktis und Antarktis leben die gleichen Bakterien

13.12.2017 | Geowissenschaften