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IW-Konjunkturumfrage - Die Lokomotive nimmt Fahrt auf

23.04.2012
Nach einem Rotsignal im Winter geht die deutsche Wachstumslokomotive wieder auf die Strecke.

Knapp 40 Prozent der Unternehmen in Deutschland rechnen in diesem Jahr mit einer steigenden Produktion, nur knapp 17 Prozent erwarten einen Rückschlag.

Das ist ein zentrales Ergebnis der Frühjahrsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), an der fast 2.400 Unternehmen teilnahmen. Die Befragungsergebnisse untermauern die aktuelle IW-Konjunkturprognose. Danach wird die deutsche Volkswirtschaft 2012 voraussichtlich um 1 ¼ Prozent wachsen, 2013 ist ein Plus von 2 Prozent drin.

Das Auslandsgeschäft bleibt für die meisten Unternehmen eine sichere Bank - zumal die Weltwirtschaft in diesem Jahr um 3 ½ Prozent wachsen dürfte. Jede vierte befragte Firma setzt dementsprechend 2012 auf mehr Exporte, nur 11 Prozent glauben, dass sie weniger ins Ausland verkaufen können.

Anreize, die Kapazitäten auszuweiten, sind derzeit weniger stark ausgeprägt als noch in den Boom-Jahren vor der Krise. Denn die Kapazitätsauslastung der deutschen Industrie liegt mit 85 Prozent nur knapp über dem langjährigen Durchschnitt. Nicht zuletzt aufgrund der günstigen Finanzierungsbedingungen wollen gleichwohl 36 Prozent der befragen Firmen mehr Geld in neue Maschinen und Anlagen stecken, nur 16 Prozent kürzen ihr Investitionsbudget.

Aufgrund der günstigen Konjunkturentwicklung setzt sich die Erholung am Arbeitsmarkt fort. Ein Drittel der Unternehmen will 2012 neue Mitarbeiter einstellen, lediglich 14 Prozent streichen Stellen.
Pressekontakt:
Ansprechpartner im IW:
Prof. Dr. Michael Grömling, Telefon: 0221 4981-776

Prof. Dr. Michael Grömling | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.iwkoeln.de

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