Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IT- und Medienbranche im Südwesten macht den Familiencheck

10.07.2012
Mit dem interaktiven Unternehmens-Check von kmu4family können kleine und mittelständische Unternehmen der IT-, Medien- und Kreativbranche ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern

Familienfreundlichkeit gilt als zentraler Wettbewerbsfaktor. Gerade in Zeiten von demografischem Wandel und Fachkräftemangel gewinnt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zunehmend an Bedeutung. Seit Beginn 2012 fördert das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg das Projekt „kmu4family – Familienfreundlich zum Unternehmenserfolg“.

kmu4family richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen der IT-, Medien- und Kreativbranche mit dem Ziel, diese zur Einführung von familienfreundlichen Maßnahmen zu motivieren. Neben verschiedenen Fachveranstaltungen bietet das Projekt ab sofort einen interaktiven Unternehmens-Check zur Familien-freundlichkeit sowie eine Online-Beratung in Echtzeit an.

Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg gab Anfang diesen Jahres den Startschuss für kmu4family. Ziel des Projekts ist es, die Attraktivität von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) der IT-, Medien- und Kreativbranche als Arbeitgeber durch die Umsetzung familienfreundlicher Maßnahmen zu stärken. kmu4family informiert KMU über die Vorteile einer familienbewussten Personalpolitik und unterstützt sie bei der Umsetzung. Ab sofort bietet kmu4family zwei kostenlose Serviceleistungen: Anhand eines Online-Fragebogens – Bearbeitungszeit circa zehn Minuten – können Unternehmen auf der kmu4family-Homepage ihre Familienfreundlichkeit überprüfen. Unmittelbar im Anschluss erhalten sie ein Feedback und Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung. Weiterhin wird zweimal in der Woche eine kostenlose und vertrauliche Online-Beratung rund um das Thema familienbewusste Personalpolitik angeboten.

Der Wettbewerb um die besten Köpfe verschärft sich durch den demografischen Wandel, gerade im Bereich IT und Kreativwirtschaft. Einer aktuellen Studie des Fraunhofer IAO zufolge sind in den deutschen IT-Unternehmen 38.000 Stellen unbesetzt. Weiterhin gehen jährlich rund 11 Milliarden Euro durch Wissens- und Kompetenzverlust verloren. Dass Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie inzwischen ein entscheidender Faktor bei der Arbeitgeberwahl sind, das weiß auch die Landesregierung Baden-Württembergs: „Familienbewusste Personalpolitik ist unabdingbar, um auch in Zukunft den Fachkräftebedarf zu sichern. Deshalb unterstützen wir Unternehmen dabei, bessere Arbeitsbedingungen für ihre Beschäftigten zu schaffen“ – so Nils Schmid, Minister für Finanzen und Wirtschaft.

Wichtig ist die Unterstützung der Eltern in allen Phasen. Unternehmen sollten bereits während der Elternzeit Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung ergreifen und den Kontakt zu Müttern und Vätern aufrechterhalten. Ein entscheidender Faktor ist die Erleichterung des Wiedereinstiegs. Gute Kinderbetreuungsmöglichkeiten sind die Basis für die dauerhafte Vereinbarkeit von Karriere und Familie.

Je kleiner das Unternehmen, desto schwieriger ist es allerdings, im Alleingang für die Kinder-betreuung zu sorgen. Daher fördert kmu4family die Vernetzung der Unternehmen untereinander und vermittelt Kooperationspartner. Auch die Flexibilität von Arbeitsort und -zeit ist ausschlaggebend für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. IT-Tools bieten dabei vielfältige Möglichkeiten zur Optimierung der Arbeitsorganisation. So können webbasierte Projektmanagement- und Kommunikations-Tools die Unabhängigkeit von Ort und Zeit bedeutend steigern.

„Flexible Arbeitszeitregelungen, Kinderbetreuung und Möglichkeiten von Zuhause oder von unterwegs aus zu arbeiten, machen gerade auch kleine und mittelständische Unternehmen attraktiv und sind eine Investition in die betriebliche Zukunft“, so Klaus Haasis, Geschäftsführer der MFG Innovationsagentur, welche das Projekt kmu4family verantwortet.

„IT-Entwicklungen und die digitale Vernetzung der Arbeitswelt machen neue Formen der Zusammenarbeit möglich, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren.“

kmu4family bietet Informationsveranstaltungen, Seminare und Webinare zu den Aktionsfeldern familienbewusste Arbeitszeit, Arbeitsort, Arbeitsorganisation und Kinderbetreuung. Ergänzt wird dieses Angebot durch das Informations- und Vernetzungsportal www.kmu4family.de, auf dem Unternehmen ihre Familienfreundlichkeit über einen interaktiven Unternehmens-Check prüfen und sich online beraten lassen können. Die Beratung findet immer dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr statt. Der Life Support ist direkt über die Startseite zu erreichen.

Über kmu4family

Das Projekt kmu4family richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aus der IT-, Medien- und Kreativwirtschaft in Baden-Württemberg und hat das Ziel, diese für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu gewinnen. kmu4family informiert über die Vorteile einer familienbewussten Personalpolitik sowie über Methoden und Instrumente zur Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft fördert das Projekt im Zeitraum 2012-2014 aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds mit ca. 180.000 Euro und mit Landeskofinanzierungsmitteln in Höhe von ca. 72.000 Euro. Darüber hinaus beteiligt sich die MFG Innovationsagentur für IT und Medien Baden-Württemberg als Projektträger an der Finanzierung mit ca. 108.000 Euro. Weitere Informationen zum Projekt auf www.kmu4family.de

Über den Europäischen Sozialfonds

Die Förderperiode 2007 bis 2013 des ESF steht unter der Überschrift „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“. Der ESF unterstützt unter dem Motto „Chancen fördern“ in Baden-Württemberg Projekte, die Menschen und Unternehmen in Zeiten sich wandelnder Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt fit für die Zukunft machen. Zur Umsetzung des operationellen Programms stehen dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft knapp 87,5 Millionen Euro zur Verfügung. Ausführliche Informationen zum ESF sind unter www.esf-bw.de abrufbar.

Über die MFG Innovationsagentur für IT und Medien Baden-Württemberg

Die MFG Innovationsagentur für IT und Medien stärkt seit 1995 den IT-, Medien- und Kreativstandort Baden-Württemberg. Sie verbessert die landesweite Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit u. a. durch die Förderung regionaler, nationaler und internationaler Kooperationen. Im Mittelpunkt steht die Unterstützung von erfolgreichem Unternehmertum, besonders in kleinen und mittelständischen Unternehmen, sowie deren Vernetzung mit anwendungsnaher Forschung und öffentlichen Förderprogrammen.

Fachliche Ansprechpartnerin
MFG Innovationsagentur für IT und Medien Baden-Württemberg
Simone Schuhmacher
Referentin Personal- und Organisationsentwicklung
Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart
Tel.: 0711-90715-373
E-Mail: schuhmacher@mfg.de
Ansprechpartner für die Presse
MFG Innovationsagentur für IT und Medien Baden-Württemberg
Bernd Hertl
Leiter Projektteam Kommunikation/Marketing
Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart
Tel.: 0711-90715-316
E-Mail: hertl@mfg.de
innovation.mfg.de

Bernd Hertl | MFG Innovationsagentur
Weitere Informationen:
http://www.innovation.mfg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie