Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IT-Freeelancer bringen "frischen Wind" in die Unternehmen

12.03.2012
Studie abgeschlossen

Viele Unternehmen setzen heute IT-Freelancer als externe Spezialisten mit großem Selbstverständnis ein – als Experten, Wissensvermittler und als produktive Teammitglieder. Das ist das eindeutige Ergebnis einer aktuellen Studie des Forschungsprojektes „FlinK“ am Lehrstuhl von Prof. Stephan Kaiser (Personalmanagement und Organisation) an der Universität der Bundeswehr München.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt „FlinK - Freelancer im Spannungsfeld von Flexibilisierung und Stabilisierung“, in dem gemeinsam mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der FernUniversität in Hagen das Phänomen der IT- und Medienfreelancer erforscht, hat jetzt Ergebnisse einer der ersten deutschlandweiten Studien zur Arbeits- und Lebenssituation von Freelancern und ihr erfolgreiches Management veröffentlicht.

Insgesamt über 450 Teilnehmer – Freelancer im IT- und Medienumfeld ebenso wie Entscheidungsträger aus dem Personalbereich, CIOs, Projektverantwortliche und interne Mitarbeiter – äußerten sich zu zentralen Themen wie den Erfolgsfaktoren der Projektarbeit, Herausforderungen bei der Realisierung von Work-Life-Balance sowie Möglichkeiten der nachhaltigen Gestaltung einer Schnittstelle zwischen Unternehmen und externen Mitarbeitern geäußert.

Zwei zentrale Erkenntnisse des Münchner Teilprojektes, das die Chancen und Herausforderungen im Managementbereich beleuchtet:

IT-Freelancer sind vor allem als Experten und Wissensvermittler gefragt. 81 Prozent der befragten Unternehmensvertreter gaben an, dass sie einen Wissenstransfer von IT-Freelancern zu internen Mitarbeitern für wichtig bis sehr wichtig halten. Dabei erwarten sie oft die persönliche Übergabe von Wissen an interne Mitarbeiter zu Projektende, beispielsweise durch Zusammenarbeit, aber auch schriftliche Dokumentationen spielen hierbei eine wichtige Rolle. Die Studie liefert zudem Hinweise darauf, dass Freelancer gelegentlich auch als „Coach“ oder „Trainer“ eingesetzt werden, um interne Mitarbeiter gezielt zu schulen. Freelancer, die Erfahrungen in der Weitergabe ihres Wissens haben und über entsprechende Soft Skills verfügen können sich daher bei potenziellen Auftraggebern gut positionieren.

Gemischte Projektteams mit IT- Freelancern sind besonders produktiv. Gerade wenn es um innovative Fragestellungen geht, z.B. in der Softwareentwicklung, arbeiten IT-Freelancer eng mit internen Mitarbeitern zusammen. Hierzu votieren die befragten Unternehmensvertreter der Studie eindeutig: Die große Mehrheit (88 Prozent) hält gemischte Projektteams für produktiver als rein intern besetzte Teams.

Wesentliche Gründe werden in dem hochspezialisierten Wissen gesehen, in wechselseitigen Lernprozessen mit internen Mitarbeitern – und im „frischen Wind“, den die Freelancer mitbringen. Aus diesen und weiteren Erkenntnissen werden im Rahmen des Forschungsprojektes im Laufe des Jahres u.a. anwendungsorientierte Konzepte und Handlungsempfehlungen entwickelt, die zu einem nachhaltigen und erfolgreichen Freelancer-Management beitragen werden.

Die Ergebnisse der Studie sowie weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.flink-projekt.de

Universität der Bundeswehr München
Michael Brauns
Pressesprecher
Werner Heisenberg-Weg 39
85577 Neubiberg
Tel.: 089/6004-2004

Michael Brauns | idw
Weitere Informationen:
http://www.flink-projekt.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Aufwärtstendenz setzt sich fort
21.02.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung für das 4. Quartal 2016: Anhaltend hohes Niveau offener Stellen
21.02.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie