Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Investitionsbereitschaft der Wirtschaft nimmt deutlich ab

21.06.2012
Das KfW-Investbarometer konstatierte im ersten Quartal 2012 einen Rückgang der Unternehmensinvestitionen in Deutschland um -0,2% gegenüber dem Vorquartal.

Dies überrascht, da das Wirtschaftswachstum im selben Zeitraum stark um 0,5% gestiegen ist. Die Rezession in weiten Teilen der Eurozone und die nachlassende weltwirtschaftliche Dynamik scheinen deutlicher als erwartet Spuren in der deutschen Investitionskonjunktur zu hinterlassen.

Auch im weiteren Verlauf des Jahres dürften die Unternehmensinvestitionen nur noch in mäßigem Tempo wachsen: Die KfW erwartet für das Jahr 2012 insgesamt ein mageres Plus von 1,6%. Im vergangenen Jahr hatten die Unternehmensinvestitionen noch um 7,6% zugelegt.

"Die abnehmende Exportdynamik und die Verunsicherung durch die Eurokrise wirken sich stärker als erwartet dämpfend auf die Investitionsbereitschaft der deutschen Wirtschaft aus. Dennoch: Eine Schrumpfung befürchte ich nicht. Auch im Jahr 2012 werden die Unternehmensinvestitionen zulegen, wenn auch in erheblich geringerem Umfang als im Jahr zuvor", kommentierte Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, das aktuelle KfW-Investbarometer.

"Stabilisierende Faktoren für die Investitionstätigkeit bleiben das weiterhin günstige Zinsniveau, der gute Zugang zu Krediten und die solide Binnennachfrage."

Im ersten Quartal 2012 sanken vor allem die Ausrüstungsinvestitionen, z.B. für Maschinen, Geräte oder Fahrzeuge (-1,0 %). Auch die Sonstigen Investitionen (z.B. Patentrechte, Software) nahmen deutlich um -1,4% ab. Lediglich die vom niedrigen Zinsniveau besonders begünstigten Wirtschaftsbauten legten um +2,1% zu und sorgten dafür, dass die gesamten Unternehmensinvestitionen zwischen Januar und März nicht noch stärker einbrachen.

Auch im zweiten Quartal 2012 dürfte die Investitionstätigkeit der Wirtschaft nur verhalten gewesen sein, wie erste Frühindikatoren nahelegen (Maschinenbauproduktion, Auftragseingang Investitionsgüter).

Für 2013 erwartet die KfW eine nur leichte Belebung bei den Unternehmensinvestitionen, die dann um +3,8% wachsen dürften. "Entscheidend für den weiteren Verlauf der Investitionskonjunktur ist allerdings die Entwicklung der Eurokrise", schränkte Irsch ein.

"Wir gehen in unserer aktuellen Prognose von einer Stabilisierung in der Eurozone aus. Falls jedoch die inzwischen erfolgte Ansteckung Spaniens nicht eingedämmt werden kann und auch weitere Problemländer in die Abwärtsspirale geraten, wäre bei den Unternehmensinvestitionen mit einem starken Einbruch zu rechnen. Das Kreditangebot der Banken dürfte dann unter erheblich erschwerten Refinanzierungsbedingungen leiden. Zudem würden die Verunsicherung der Unternehmen massiv zunehmen und ihre Investitionsbereitschaft drastisch sinken."

Die neue Ausgabe des KfW-Investbarometers ist im Internet unter www.kfw.de/Investbarometer abrufbar.

Die KfW modernisiert sich. Ein Foto des neuen Logos steht unter www.kfw.de/logo zum Download bereit.

Weitere Informationen zum KfW-Markenrelaunch unter www.bank-aus-verantwortung.de.

Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt Kommunikation (KOM),
Christine Volk, Tel. 069 7431-3867, Fax: 069 7431-3266,
E-Mail: christine.volk@kfw.de, Internet: www.kfw.de/newsroom

Christine Volk | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise