Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internetwirtschaft legt weiter zu - Industrieunternehmen setzen auf IKT-basierte Innovationen

12.12.2014

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind Innovationstreiber für die klassischen deutschen Industrien wie Maschinen- und Anlagenbau, Fahrzeugbau oder Elektroindustrie. 36 Prozent der Industrieunternehmen hierzulande haben seit Anfang 2013 IKT-basierte Innovationen eingeführt.

Über alle Branchen hinweg sind Software und das Internet für Unternehmen, die auf IKT-basierte Innovationen setzen, die zentralen Komponenten im IKT-getriebenen Innovationsprozess. Vielversprechende Aussichten also für die Internetwirtschaft, die auch im vergangenen Jahr weiter gewachsen ist und mittlerweile für Wirtschaftsaktivitäten im Wert von rund 85 Milliarden Euro steht.

Dies sind Ergebnisse der Studie "Monitoring Digitale Wirtschaft", die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) gemeinsam mit TNS Infratest im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) durchgeführt hat.

Die deutsche IKT-Branche hat auch 2013 ihre gute Stellung in der gewerblichen Wirtschaft behauptet und ihre Bruttowertschöpfung deutlich auf insgesamt rund 89 Milliarden Euro gesteigert. Damit liegt der Beitrag der IKT-Branche zur gewerblichen Wertschöpfung mit 4,7 Prozent unverändert auf dem Niveau der beiden Vorjahre und gleichauf mit dem Automobilbau (4,7 Prozent), aber vor dem Maschinenbau (4,5 Prozent).

Im Jahr 2013 lagen die Gesamtumsätze der IKT-Branche bei rund 226 Milliarden Euro. Das sind etwa vier Milliarden Euro mehr als im Vorjahr, aber immer noch rund zwei Milliarden Euro weniger als 2011. Zu diesen Umsatzschwankungen tragen im Wesentlichen die IKT-Hardwarehersteller bei, während die IKT-Dienstleister seit 2010 ein konstantes Umsatzwachstum verzeichnen können.

In der IKT-Branche waren Ende 2013 über eine Million Menschen beschäftigt. Damit ist die Erwerbstätigkeit in der Branche insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Prozent gestiegen. Seit dem Jahr 2009 hat die Zahl der Erwerbstätigen in der gesamten IKT-Branche um 12,9 Prozent zugenommen. In absoluten Zahlen bedeutet das die Schaffung von fast 118.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen.

"Die IKT-Branche trägt mehr zur Beschäftigung in Deutschland bei als beispielsweise der Automobilbau oder die Chemie- und Pharmabranche", sagt Prof. Dr. Irene Bertschek, Leiterin des Forschungsbereichs "Informations- und Kommunikationstechnologien" am ZEW.

Die Internetwirtschaft weist im Jahr 2013 einen Wert von knapp 85 Milliarden Euro aus. Mit dem Konzept der Internetwirtschaft misst das ZEW den Umfang und die Bedeutung internetbasierter Wirtschaftsaktivitäten in Deutschland. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt entspricht dieser Wert einem Anteil von 3,1 Prozent. Sowohl wertmäßig als auch gemessen am BIP-Anteil ist die Internetwirtschaft im Zeitraum 2011 bis 2013 stetig gewachsen.

In diesem Jahr wurde im Rahmen des Monitoring Reports erstmals der Branchenindex DIGITAL berechnet, der aufzeigt, wie weit die Digitalisierung in verschiedenen Branchen fortgeschritten ist. Unter den 21 untersuchten Branchen ist der Wert des Branchenindex DIGITAL bei den Telekommunikationsunternehmen mit 83 Punkten am höchsten, dicht gefolgt von weiteren Branchen aus dem Dienstleistungssektor.

Der Fahrzeugbau als eine der klassischen Branchen des verarbeitenden Gewerbes steht mit 72,2 Indexpunkten auf dem sechsten Rang. Den in Indexpunkten gemessenen höchsten Zuwachs im Zeitraum 2003 bis 2011 verzeichnet die Textil-, Bekleidungs- und Lederindustrie mit rund 40 Indexpunkten. Auf dem letzten Platz - trotz erheblicher Zugewinne seit 2003 - befindet sich nach wie vor das Baugewerbe mit aktuell 36,6 Punkten. Nimmt der Anstieg des Branchenindex DIGITAL um einen Prozentpunkt zu, so geht dies im Durchschnitt mit einem um 0,28 Prozentpunkte höheren Produktivitätswachstum einher.

Den vollständigen "Monitoring-Report Digitale Wirtschaft: Innovationstreiber IKT" finden Sie unter: www.tns-infratest.com/bmwi

Für Rückfragen zum Inhalt:
Prof. Dr. Irene Bertschek, Telefon 0621/1235-178, E-Mail bertschek@zew.de
Dr. Jörg Ohnemus, Telefon 0621/1235-354, E-Mail ohnemus@zew.de

Gunter Grittmann | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.zew.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Trotz Dämpfer auf gutem Niveau
25.04.2018 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index auf hohem Niveau deutlich rückläufig
24.04.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Why we need erasable MRI scans

New technology could allow an MRI contrast agent to 'blink off,' helping doctors diagnose disease

Magnetic resonance imaging, or MRI, is a widely used medical tool for taking pictures of the insides of our body. One way to make MRI scans easier to read is...

Im Focus: Fraunhofer ISE und teamtechnik bringen leitfähiges Kleben für Siliciumsolarzellen zu Industriereife

Das Kleben der Zellverbinder von Hocheffizienz-Solarzellen im industriellen Maßstab ist laut dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem Anlagenhersteller teamtechnik marktreif. Als Ergebnis des gemeinsamen Forschungsprojekts »KleVer« ist die Klebetechnologie inzwischen so weit ausgereift, dass sie als alternative Verschaltungstechnologie zum weit verbreiteten Weichlöten angewendet werden kann. Durch die im Vergleich zum Löten wesentlich niedrigeren Prozesstemperaturen können vor allem temperatursensitive Hocheffizienzzellen schonend und materialsparend verschaltet werden.

Dabei ist der Durchsatz in der industriellen Produktion nur geringfügig niedriger als beim Verlöten der Zellen. Die Zuverlässigkeit der Klebeverbindung wurde...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: Innovatives 3D-Druckverfahren für die Raumfahrt

Auf der Hannover Messe 2018 präsentiert die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), wie Astronauten in Zukunft Werkzeug oder Ersatzteile per 3D-Druck in der Schwerelosigkeit selbst herstellen können. So können Gewicht und damit auch Transportkosten für Weltraummissionen deutlich reduziert werden. Besucherinnen und Besucher können das innovative additive Fertigungsverfahren auf der Messe live erleben.

Pulverbasierte additive Fertigung unter Schwerelosigkeit heißt das Projekt, bei dem ein Bauteil durch Aufbringen von Pulverschichten und selektivem...

Im Focus: BAM@Hannover Messe: innovative 3D printing method for space flight

At the Hannover Messe 2018, the Bundesanstalt für Materialforschung und-prüfung (BAM) will show how, in the future, astronauts could produce their own tools or spare parts in zero gravity using 3D printing. This will reduce, weight and transport costs for space missions. Visitors can experience the innovative additive manufacturing process live at the fair.

Powder-based additive manufacturing in zero gravity is the name of the project in which a component is produced by applying metallic powder layers and then...

Im Focus: IWS-Ingenieure formen moderne Alu-Bauteile für zukünftige Flugzeuge

Mit Unterdruck zum Leichtbau-Flugzeug

Ingenieure des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden haben in Kooperation mit Industriepartnern ein innovatives Verfahren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungen

Konferenz zur Marktentwicklung von Gigabitnetzen in Deutschland

26.04.2018 | Veranstaltungen

infernum-Tag 2018: Digitalisierung und Nachhaltigkeit

24.04.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

IFAT 2018: Phosphorgewinnung aus Klärschlamm und andere regionale Nutzungskonzepte für Biomassen

26.04.2018 | Messenachrichten

Der Mensch im Zentrum: wandlungsfähige Produktion in der Industrie 4.0

26.04.2018 | Informationstechnologie

Konferenz »Encoding Cultures. Leben mit intelligenten Maschinen« | 27. & 28.04.2018 ZKM | Karlsruhe

26.04.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics