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Internetbezahlsysteme etablieren sich nur langsam

15.12.2008
Online-Konsumenten bevorzugen klassische Methoden

Das Käuferverhalten beim Online-Einkauf stellt sich nur langsam auf neue Methoden wie Internet-Bezahldienste ein. Wie das Marktforschungsinstitut Forsa und der IT-Branchenverband Bitkom aufzeigen, werden Systeme wie PayPal, T-Pay oder ClickandBuy nur von rund elf Prozent der User zur Bezahlung herangezogen.

"Die meisten Verbraucher nutzen auch beim Online-Shopping noch klassische Bezahlverfahren", erklärt Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. Besonders bei 30- bis 40-jährigen Nutzern hätten sich die Dienste aber bereits etabliert. Jeder Fünfte aus dieser Altersgruppe sei bei mindestens einem dieser Systeme registriert.

"Rechnung und Vorkasse sind die meistgenutzten Bezahlmethoden für den Interneteinkauf in Deutschland", heißt es vom Bitkom. Anbietern von Onlineshops wird angeraten, ihr Angebot an Bezahlmethoden bereits in der Planungsphase gewissenhaft auszuwählen. Sicherheit beim Zahlungstransfer und eine einfache Bedienung des Bezahldienstes spielen für die Verbraucher eine wichtige Rolle.

"Das beste Produkt wird im Internet zum Ladenhüter, wenn die Kunden mit dem Zahlungsverfahren nicht einverstanden sind", meint Berg. Dennoch weisen die Systeme dem Bitkom zufolge besondere Vorzüge auf. Durch das online geführte Konto müssten etwa sensible Daten wie die Bankverbindung oder die Kontonummer nicht bei jeder einzelnen Transaktion übermittelt werden. Zudem erfolge die Abbuchung umgehend und nicht erst - wie im Fall von Überweisungen - zwei Tage nach Zahlungsauftrag.

Über ähnliche Vorteile verfügt jedoch auch die Kreditkarte, wie die Nutzer offenbar zu schätzen wissen. Immerhin 15 Prozent bezahlen damit im Internet. Sicherheitsbedenken gebe es bei Kreditkarten wie auch der Lastschrift offenbar kaum. Jeweils 31 Prozent aller Bundesbürger haben Rechnung oder Vorkasse bereits zur Zahlung im Internet verwendet, womit die klassischen Bezahlmethoden unangefochten an der Spitze liegen.

Dazu trage besonders die Bequemlichkeit der Kunden bei. So müssen Rechnungen erst nach Erhalt der Ware bezahlt werden. Häufig nehmen die Verbraucher dafür sogar einen Rechnungsaufschlag in Kauf. Vor den noch relativ selten genutzten Internetbezahlservices liegen außerdem noch die Einzugsermächtigung mit 18 sowie die Nachnahme mit 16 Prozent.

Manuel Haglmüller | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.forsa.de
http://www.bitkom.de

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