Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Institut für unternehmensbezogene Prognosemodelle und Potentialanalysen „DIUPP“ gegründet

02.07.2012
- Bundesweiter Erfahrungsaustausch mit und zwischen Wirtschaft, Hochschulen und Instituten
- Zusätzliche Gründung eines Arbeitskreises mit zunächst 14 deutschen Großunternehmen
- Institut soll Transparenz über die am Markt befindlichen Methoden und deren Einsatz schaffen

An der Hochschule Heilbronn hat sich das „Deutsche Institut für unternehmensbezogene Prognosemodelle und Potenzialanalysen“ – kurz DIUPP – gegründet. Es hat sich zum Ziel gesetzt, in Kooperation mit der Wirtschaft, anderen Hochschulen, Instituten sowie Verbänden gemeinsam Forschung und Erfahrungsaustausch in den Themenbereichen Prognosemodelle und Potenzialanalysen für Unternehmen zu betreiben und die Ergebnisse teilnehmenden und interessierten Unternehmen zugänglich zu machen.

„Im Kern geht es darum, das Wissen über bestehende methodische Ansätze zu teilen, eine Plattform zum Austausch sowie einen Erfahrungskreis anzubieten“, so Prof. Dr. Rainer Schnauffer vom Studiengang „Betriebswirtschaft und Unternehmensführung“ an der Hochschule Heilbronn sowie Gründungsmitglied und Institutsleiter. „Unsere Aktivitäten sind deutschlandweit ausgerichtet, da fortgeschrittenes Know-how in diesem Bereich eher bei größeren Unternehmen zu finden ist. Ein überregionaler Ansatz ist somit notwendig“, erklärt Prof. Schnauffer weiter.

Studie „Unternehmensbezogene Prognoseverfahren in deutschen Großunternehmen“ vorgestellt

Ein zentraler Bestandteil des DIUPP stellt ein Arbeitskreis dar, zu dessen Gründung sich nun Vertreter von 14 Großunternehmen aus ganz Deutschland in Stuttgart trafen. Weitere Unternehmen haben ihre Teilnahme zugesichert. Im Rahmen der Veranstaltung wurden den Mitgliedern auch die Ergebnisse der ersten und bereits durchgeführten Studie „Unternehmensbezogene Prognoseverfahren in deutschen Großunternehmen“ vorgestellt. Diese zeigt, dass alle befragten Unternehmen die Notwendigkeit zu Prognosen sehen und diese auch im Rahmen des Planungsprozesses durchführen. Der Stellenwert von Prognosen ist dementsprechend hoch und deren Kosten-Nutzen-Verhältnis wird kaum in Frage gestellt. Darüber hinaus bilden diese häufig die Basis für unternehmerische Entscheidungen. Jedoch zeigt die Studie auch, dass die Unternehmen mit der Güte ihrer Prognosen mehrheitlich nicht zufrieden sind. Die Mehrzahl der Befragten nutzen jedoch nur einfach strukturierte, qualitative Prognoseverfahren – und verschenken somit viel an möglicher Genauigkeit. Dies hat zur Folge, dass 40 Prozent der befragten Unternehmen eine Optimierung ihrer Prognoseverfahren planen.

Der Arbeitskreis wird in Zukunft zweimal jährlich tagen und steht allen interessierten Unternehmen, die Prognosen anwenden, offen. Weitere Informationen, auch über eine Mitgliedschaft im Arbeitskreis des DIUPP, finden sich online unter www.diupp.de.

Die „Gründungsväter“ des DIUPP
Das Institut wurde von drei Professoren der Hochschule Heilbronn funktions- und standortübergreifend gegründet: Neben Prof. Dr. Rainer Schnauffer (Institutsleiter) vom Studiengang Betriebswirtschaft und Unternehmensführung gehören dem Gründungsteam auch Prof. Dr. Joachim Löffler, ebenfalls vom Studiengang Betriebswirtschaft und Unternehmensführung, sowie Prof. Dr. Oliver Schwarz von der Fakultät Management und Vertrieb (Industrie) am Standort Schwäbisch Hall an. Die Gründer des DIUPP greifen auf eine langjährige Erfahrung in den relevanten Bereich zurück und sind sowohl methodisch, als auch in den Bereichen der Datenbeschaffung und der Projektdurchführung erfahren.
Aufgaben und Ziele des DIUPP
„Unternehmen benötigen für ihre Planung Prognosemodelle. Typische Größen, die dabei prognostiziert werden sollen, sind Umsatz, Absatz, Auftragseingang sowie Marktvolumina“, führt Prof. Schnauffer aus. „Manche Unternehmen waren aufgrund fehlender Instrumentarien in den Krisen der vergangenen Jahre existenziell gefährdet, andere konnten aufgrund von Frühwarnsystemen mit Vorlauf ihr Krisenmanagement planen und ihr Überleben sichern.“ Hier möchte das neue Institut Transparenz über die am Markt befindlichen Methoden und deren Einsatz schaffen, zudem soll über die situative Eignung der unterschiedlichen Ansätze geforscht werden. Eine weitere wesentliche Aufgabe des DIUPP ist das Benchmarking der Ansätze in der Praxis und die somit verbundene Wissensdistribution. „Deutschlandweit sollen die mutmaßlich am weitesten fortgeschrittenen Unternehmen in einem Arbeitskreis zusammengefasst werden, dort ihr Vorgehen präsentieren und entsprechend diskutieren. Wissenschaftler aus unterschiedlichen Bereichen wie Ökonometrie, Statistik, Datamining, Psychologie oder Datenschutz werden neueste Erkenntnisse vortragen, um damit wiederum die in den Unternehmen eingesetzten Verfahren anzureichern.“ Auch sei der Informationszugang zu notwendigen Basisdaten für Prognosen und Marktpotentialanalysen häufig intransparent und teuer: „Hier soll das Know-how aller Beteiligten eingebracht und Hilfe bei der Suche nach relevanten Daten zur Verfügung gestellt werden“, kündigt Prof. Schnauffer an.
Die Gründungsmitglieder des Arbeitskreises innerhalb des DIUPP:
Daimler AG, E.ON Energy Trading SE, FESTO AG & Co. KG, Heraeus Holding GmbH, KS Kolbenschmidt GmbH, MAN Truck and Bus AG, Otto GmbH & Co. KG, Robert Bosch GmbH, SEW Eurodrive GmbH & Co. KG.
Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik
Mit nahezu 7.300 Studierenden ist die staatliche Hochschule Heilbronn die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. 1961 als Ingenieurschule gegründet, liegt heute der Kompetenz-Schwerpunkt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. Angeboten werden an den drei Standorten Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall und in sieben Fakultäten insgesamt 45 Bachelor- und Masterstudiengänge. Die enge Kooperation mit Unternehmen aus der Region und die entsprechende Vernetzung von Lehre, Forschung und Praxis werden in Heilbronn großgeschrieben.

Weitere Informationen: Prof. Dr. Rainer Schnauffer, Studiendekan Betriebswirtschaft und Unternehmensführung Hochschule Heilbronn, Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn, Telefon: 0 71 31- 2787-577, E-Mail: rainer.schnauffer@hs-heilbronn.de, Internet: www.diupp.de

Pressekontakt Hochschule Heilbronn: Heike Wesener (Kommunikation und Marketing),
Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn, Telefon: 0 71 31-504-499, Telefax: 0 71 31-504-559, E-Mail: heike.wesener@hs-heilbronn.de

Heike Wesener | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-heilbronn.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr steigt nur geringfügig
14.02.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Früherkennung von Innovationsfeldern
09.02.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Im Focus: Weltweit genaueste und stabilste transportable optische Uhr

Optische Strontiumuhr der PTB in einem PKW-Anhänger – für geodätische Untersuchungen, weltweite Uhrenvergleiche und schließlich auch eine neue SI-Sekunde

Optische Uhren sind noch genauer als die Cäsium-Atomuhren, die gegenwärtig die Zeit „machen“. Außerdem benötigen sie nur ein Hundertstel der Messdauer, um eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

Ökologischer Landbau: Experten diskutieren Beitrag zum Grundwasserschutz

17.02.2017 | Veranstaltungen

Von DigiCash bis Bitcoin

16.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Stammzellen verlassen Blutgefäße in strömungsarmen Zonen des Knochenmarks

17.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

LODENFREY setzt auf das Workforce Mangement von GFOS

17.02.2017 | Unternehmensmeldung

50 Jahre JULABO : Erfahrung – Können & Weiterentwicklung!

17.02.2017 | Unternehmensmeldung