Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IFD: Finanzstandort Deutschland bleibt unverzichtbarer Motor für Wachstum und Beschäftigung

24.06.2010
  • Veränderte Regulierungen und Infrastrukturen bieten Chance für Finanzstandort Deutschland
  • IFD stellt sechsten Finanzstandortbericht vor

Der deutsche Finanzstandort wurde im letzten Jahr von zwei unterschiedlichen Entwicklungen geprägt: Normalisierung auf den Finanzmärkten auf der einen Seite, starker Einbruch der Wirtschaftsaktivitäten zu Beginn des Jahres auf der anderen. Dies erklärt auch die unterschiedliche Performance der einzelnen Bereiche des Finanzstandorts. Zu diesem Schluss kommt der sechste Finanzstandortbericht der Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) in seinem Marktüberblick.

So profitierten die Segmente Investmentfonds und Zertifikate im vorigen Jahr vor allem von der Erholung der Aktienmärkte. Die Bankeinlagen der privaten Haushalte normalisierten sich. Auf den Rentenmärkten sorgte die Einengung der Spreads für außergewöhnliche Gewinnsprünge, vor allem bei Unternehmensanleihen. Dagegen blieben viele Marktsegmente, deren Entwicklung eng mit der konjunkturellen Entwicklung verbunden ist, wie Unternehmenskredite und -einlagen, M&A-Transaktionen und Beteiligungsfinanzierungen, ausgesprochen schwach.

Außerordentlich positiv schnitt im vergangenen Jahr der Markt für Lebensversicherungen ab. Das Beitragswachstum erreichte mit über 6% den höchsten Wert seit zehn Jahren. Ein wachsender Anteil stammt dabei aus Einmalbeiträgen, d.h. der Anlage größerer Summen. Darin zeigt sich das Vertrauen der Kunden in die Stabilität der deutschen Versicherungswirtschaft, die sich in der Krise als ein Stabilitätsanker erwiesen hat.

Insgesamt ist die deutsche Finanzkultur von Langfristigkeit sowie langjährigen und gewachsenen Geschäftsbeziehungen geprägt. Hinzu kommt die hervorragende Handelsstruktur des Börsenplatzes Deutschland. Die IFD ist daher überzeugt, dass der Finanzstandort Deutschland gute Chancen hat, gestärkt aus der Finanzkrise hervorzugehen und künftig in Europa eine prägendere Rolle zu spielen.

"An der Bedeutung des Finanzstandorts Deutschland als wichtigem Motor für Wachstum und Beschäftigung hat die Finanzkrise nichts geändert.

Für die großen Herausforderungen, die vor uns liegen, brauchen wir einen starken Finanzstandort", sagte Prof. Dr. Heise, Chefvolkswirt der Allianz SE und IFD-Sherpa, anlässlich der Pressekonferenz zur Vorlage des Finanzstandortberichts.

Die in der IFD zusammengeschlossenen Vertreter der deutschen Finanzwirtschaft setzen sich in zwei Sonderkapiteln des Berichts mit aktuellen Fragen der Regulierung des Finanzmarktes sowie der Bewältigung der Eurokrise auseinander. Die IFD-Volkswirte beschreiben die Bedingungen für den weiteren Erfolg der Währungsunion. Der neue Europäische Stabilitätsmechanismus sei eine richtige und präventive Reaktion der EU gewesen, mit der starke Marktreaktionen und Ansteckungsgefahren unterbunden werden konnten. Dieser Schutzschirm bietet jedoch keine endgültige Antwort auf die Krise der Staatsfinanzen im Euroraum. "An der Weiterentwicklung der europäischen Institutionen zur langfristigen Sicherung der Stabilität der Währungsunion führt kein Weg vorbei", erklärte Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank und IFD-Sherpa. "Im Zentrum steht dabei die Wiederbelebung des Stabilitäts- und Wachstumspakts."

Über die IFD

Die IFD wurde 2003 ins Leben gerufen, um mit Innovationen und gemeinsamen Aktivitäten einen Beitrag zur Stärkung des deutschen Finanzstandorts zu leisten und damit Ideengeber und Katalysator für Fortschritt mit Ziel eines nachhaltigen Wachstums zu sein.

IFD-Mitglieder sind Kreditinstitute und Unternehmen der Versicherungswirtschaft gemeinsam mit Verbänden der Finanzwirtschaft, der Deutschen Börse, der Deutschen Bundesbank und dem Bundesministerium der Finanzen. Mehr als 200 Experten aus den IFD-Mitgliedshäusern widmen sich Themen rund um die Schwerpunkte "Stärkung des Wachstums", "Förderung von Innovation" sowie "Mitgestaltung der Europäischen Finanzmarktintegration". Die Mitglieder der IFD Allianz, Bayerische Landesbank, Bundesministerium der Finanzen, Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, Bundesverband deutscher Banken, Commerzbank, DekaBank, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Deutsche Bundesbank, Deutsche Postbank, Deutscher Sparkassen- und Giroverband, DZ BANK, Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, HypoVereinsbank, KfW Bankengruppe, Morgan Stanley, Munich Re.

Assoziierte Mitglieder der IFD:
Citigroup, Dexia, Goldman Sachs, J.P. Morgan

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.finanzstandort.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland
25.04.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Kräftiger Anstieg setzt sich fort
25.04.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie