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IAI startet Verbundprojekt „ProDi“ zur Produktivitätssteigerung im Dienstleistungsbereich

14.12.2010
Wartezeiten, geringe Anlagenauslastung, Doppelarbeiten – in der industriellen Produktion sind diese Verschwendungstreiber weitgehend ausgeschaltet. Für Dienstleistungsunternehmen besteht hier jedoch noch erheblicher Nachholbedarf.

Doch wie lässt sich „verschwendungsarmes Arbeiten“ in diesem Bereich kultivieren? Dieser Frage geht das IAI in einem aktuell gestarteten – vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten – Forschungsprojekt nach.

Während in der Sachgüterproduktion eine lange Tradition systematischer produktivitätssteigernder Maßnahmen existiert, sind im Dienstleistungsbereich vergleichbare Professionalisierungseffekte noch wenig zu beobachten. Da im Dienstleistungsbereich vor allem angesichts der Rolle des Kunden als Prosumer gänzlich andere „Produktions-“Bedingungen herrschen, können für die Produktion bewährte Maßnahmen nicht einfach übernommen werden.

Ziel des Projekts ist es daher, das Thema „Verschwendung“ im Dienstleistungsbereich als einen wichtigen Ansatzpunkt zur Steigerung der Produktivität zugänglich zu machen und mit einer gezielten Innovationsinitiative zu unterlegen. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung und pilothafte Umsetzung einer Initiative „Verschwendungsarmes Arbeiten“, die auf die Besonderheiten von Dienstleistungsunternehmen ausgerichtet ist. Bestandteile der Initiative sind einerseits Tools, die die Mitarbeiter/-innen bei der Identifikation und Vermeidung von Verschwendung unterstützen, andererseits vor allem aber Methoden zur Aktivierung der Impulsgeber für (Prozess-)Innovationen.

Die pilothafte Erprobung der Projektergebnisse wird durch eine Benchmarking-Studie zu Verschwendungstreibern im Dienstleistungsbereich und Ansätzen zu deren Überwindung flankiert. Im Ergebnis liegt so nicht nur ein Katalog der Verschwendungsarten im Dienstleistungsbereich, sondern auch ein abgestimmtes Programm zur Erschließung von Produktivitätspotenzialen vor.

Prof. Dr. Markus Thomzik | idw
Weitere Informationen:
http://iai-bochum.de/aktuelles/news/298-iai-bochum-startet-forschungsprojekt-qprodiq.html

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