Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

IAB-Stellenerhebung: 1,1 Millionen offene Stellen im ersten Quartal 2014

15.05.2014

Im ersten Quartal 2014 gab es auf dem ersten Arbeitsmarkt bundesweit 1.075.400 offene Stellen, zeigt die IAB-Stellenerhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das sind 125.000 oder 13 Prozent mehr als im ersten Quartal 2013.

Besonders in Ostdeutschland zeigte sich ein kräftiger Anstieg des Arbeitskräftebedarfs. Hier waren 185.000 Stellen zu besetzen, gut 30 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich. Im Westen gab es 890.000 Stellenangebote und damit einen Zuwachs um rund zehn Prozent.

„Damit bewegte sich in beiden Landesteilen der Arbeitskräftebedarf auf überdurchschnittlich hohem Niveau, was zum Teil aber auf den sehr milden Winter zurückzuführen ist. So gab es vor allem in der Land- und Forstwirtschaft mit 20.000 sowie im Baugewerbe mit 71.000 außergewöhnlich viele Stellenangebote“, erklärte IAB-Arbeitsmarktforscherin Anja Kettner am Donnerstag in Nürnberg.

Deutliche Steigerungen zeigten aber auch weniger von der Saison beeinflusste Wirtschaftsbereiche. Im Maschinen- und Fahrzeugbau gab es mit 41.000 rund ein Drittel mehr offene Stellen als im ersten Quartal 2013. Bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen stieg die Zahl der offenen Stellen sogar auf rund 160.000 und hat sich damit mehr als verdoppelt.

Zu diesem Sektor zählen unter anderem Unternehmensberatungen, Steuer- und Anwaltskanzleien, Ingenieur- und Architekturbüros, Marktforschung und Werbung sowie Forschung und Entwicklung.

Auch die Aussichten für die kommenden zwölf Monate sind der IAB-Stellenerhebung zufolge in vielen Betrieben positiv. So erwartete jeder vierte befragte Betrieb einen Beschäftigungsanstieg, während weniger als jeder zehnte Betrieb von einem Beschäftigungsrückgang ausging.

Besonders optimistisch zeigten sich beispielsweise die Bereiche Information/Kommunikation sowie „Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen“, wozu unter anderem die Zeitarbeitsbranche sowie Gebäude- und Reinigungsdienste gehören.

Auch in den Sektoren Metalle/Metallerzeugnisse, im Maschinen- und Fahrzeugbau sowie bei den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen blickten viele befragte Betriebe positiv auf die weitere Entwicklung der Zahl ihrer Beschäftigten.

Das IAB erfasst mit einer repräsentativen Betriebsbefragung viermal jährlich das gesamte Stellenangebot, also auch jene Stellen, die nicht den Arbeitsagenturen gemeldet werden. Im ersten Quartal 2014 lagen Antworten von mehr als 9.000 Arbeitgebern aller Wirtschaftsbereiche vor.

Weitere Informationen:

http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/2014/os1401.xls

Wolfgang Braun | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.iab.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Der Dauerläufer: Starke Binnennachfrage macht diesen Aufschwung robuster als seine Vorgänger
17.10.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Positiv für die Volkswirtschaft: Die Zahl der Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen steigt weiter
12.10.2017 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik