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IAB-Arbeitsmarktbarometer: Aufschwung setzt sich fort

28.11.2017

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer zeigt im November weiterhin sehr gute Aussichten für die Entwicklung des Arbeitsmarkts in den kommenden Monaten: Der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verbleibt auf dem hohen Vormonatswert von 104,9 Punkten.

„Die Arbeitsagenturen erwarten, dass der starke Arbeitsmarktaufschwung auch über den Jahreswechsel hinaus weiter anhält“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“. Die Beschäftigung steige weiterhin deutlich.

Mit 107,2 Punkten liegt die Beschäftigungskomponente des IAB-Arbeitsmarktbarometers im November auf dem höchsten Wert seit Juli 2011. Im Oktober war der Wert noch 0,1 Punkte niedriger.

„Insbesondere in den Dienstleistungsbranchen geht der Trend schon seit etlichen Jahren aufwärts, aber der aktuelle Konjunkturboom verstärkt die Entwicklung zusätzlich“, so Weber.

Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit verbleibt auf dem guten Vormonatsniveau von 102,7 Punkten. „Angesichts der steigenden Zahl offener Stellen und des sinkenden Entlassungsrisikos sind die Aussichten gut, dass die Arbeitslosigkeit weiter abnimmt“, erklärt Weber.

Er betont, dass der Beschäftigungsaufschwung nicht nur von der Zuwanderung getragen werde, sondern auch durch einen fortgesetzten Abbau der Arbeitslosigkeit.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer ist ein Frühindikator, der auf einer monatlichen Umfrage der Bundesagentur für Arbeit unter allen lokalen Arbeitsagenturen basiert. Während Komponente A des Barometers die Entwicklung der saisonbereinigten Arbeitslosenzahlen für die nächsten drei Monate prognostiziert, dient Komponente B der Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung.

Der Mittelwert aus den Komponenten „Arbeitslosigkeit“ und „Beschäftigung“ bildet den Gesamtwert des IAB-Arbeitsmarktbarometers. Dieser Indikator gibt damit einen Ausblick auf die Gesamtentwicklung des Arbeitsmarkts. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen.

Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (sehr schlechte Entwicklung) bis 110 (sehr gute Entwicklung).

Weitere Informationen:

http://www.iab.de/presse/abzeitreihe
http://www.iab.de/presse/abgrafik

Wolfgang Braun | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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