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Hoffnungszeichen mehren sich – laengerfristiger Ausblick bleibt aber verhalten

22.05.2009
>>Die Hoffnungszeichen fuer die deutsche Konjunktur haben sich in den letzten Wochen zwar verstaerkt<<, erklaerte Prof. Dr. Manfred Weber, Geschaeftsfuehrender Vorstand des Bankenverbandes, anlaesslich der Vorstellung des Konjunkturberichts fuer den Monat Mai, >>es bleibt aber entschieden zu frueh, ein Ende der Rezession zu verkuenden.<<

Aus heutiger Sicht sei im zweiten Quartal mit einem weiteren Rueckgang des Bruttoinlandsprodukts zu rechnen, wenn dieser auch erheblich geringer ausfallen duerfte als in den beiden vorangegangenen Quartalen.

Wegen des ausserordentlich scharfen Wirtschaftseinbruchs im ersten Vierteljahr sei die aktuelle Prognose der Bundesregierung mit einem Rueckgang des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr um 6 % sehr plausibel.

Weber verwies auf eine Reihe von Faktoren, die - nach einer moeglichen Bodenbildung - das laengerfristige Wirtschaftswachstum daempfen. Dazu gehoeren der strukturelle Anpassungsbedarf bei der Verschuldung der privaten Haushalte in den USA sowie die notwendige Korrektur hoher Leistungsbilanzsalden in den USA, einigen Euro-Staaten und in Mittel- und Osteuropa. Langfristig werde zudem durch absehbare regulatorische Aenderungen die Kreditexpansion gebremst und somit die Wachstumsmoeglichkeiten fuer die Weltwirtschaft und Deutschland eingeschraenkt.

Laut Weber wird die Arbeitslosigkeit in Deutschland bis weit ins naechste Jahr hinein steigen – mit entsprechenden Folgen fuer den privaten Konsum.

Diesen nun aber durch deutlich hoehere Lohnabschluesse zu staerken, sei der falsche Weg. Weber: >>Ein solcher Schritt wuerde nur zu einem noch staerkeren Beschaeftigungsabbau fuehren, statt die Massenkaufkraft zu stuetzen. Ausserdem ist noch einmal an die schlechten Erfahrungen mit ueberzogenen Lohnsteigerungen Anfang der neunziger Jahre zu erinnern: Die damals weit ueber den Produktivitaetsfortschritt hinausgehenden Lohnerhoehungen in den neuen und alten Bundeslaendern haben nur kurzfristig den privaten Konsum gestaerkt, mittelfristig aber die strukturellen Beschaeftigungsprobleme massiv zugespitzt.
Pressekontakt:
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