Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HHL-Absolvent mit Online-Brillenversand auf der Überholspur

04.11.2010
Gewinn des Deutschen Unternehmer Preises 2010 / Wachstumsfinanzierung über 7 Millionen Euro / 100 Mitarbeiter

Dirk Graber (33), Absolvent der Handelshochschule Leipzig (HHL), konnte in der letzten Woche mit seiner erfolgreichen Gründungsidee beim Deutschen Unternehmer Preis 2010 überzeugen. Der Gründer und Geschäftsführer von Mister Spex, Deutschlands größtem Online-Versandhändler für Markenbrillen, gewann mit seinem Unternehmen den Preis der Havard Clubs of Germany in der Kategorie Startup.

Unter dem Motto „Den Mutigen gehört die Welt“ wurde das junge Berliner Unternehmen des HHL-Alumnus von 36 renommierten Köpfen aus Wissenschaft und Wirtschaft ausgezeichnet. Wichtig war dabei neben dem innovativen Geschäftsmodell auch, dass Mister Spex für mittlerweile 100 Mitarbeiter Verantwortung übernimmt. Zudem gelang es Mister Spex in den letzten Monaten, mit DN Capital und Xange zwei hochkarätige internationale Investoren an Bord zu holen. Damit wurden insgesamt über 7 Millionen Euro Kapital aufgenommen, um die führende Rolle des Unternehmens auf dem deutschen Markt auszubauen und es für die internationale Expansion zu stärken.

Startups von HHLlern: perfekt vorbereitet und verbunden mit der Alma mater

Deutschlands ältester betriebswirtschaftlicher Hochschule liegt der Erfolg ihrer Absolventen bei der Gründung eigener Unternehmen sehr am Herzen. Graber formuliert wie wichtig das während der Ausbildung an der Gründerschmiede erworbene BWL-Handwerkszeug sowie das vorhandene Netzwerk für seinen eigenen Unternehmensstart waren: “Während meines Studiums an der HHL belegte ich das Vertiefungsfach Entrepreneurship. Bereits damals reifte in mir der Wunsch, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Als ich dann nach zwei Jahren als Berater bei der Boston Consulting Group erneut über Gründung nachdachte, half mir HHL-Absolvent und Spreadshirt-Gründer Lukasz Gadowski bei der Ausarbeitung des Geschäftsmodells und investierte als Business Angel in Mister Spex. Solche Netzwerke braucht man, wenn man erfolgreich sein will.“

Der in Halle/Saale geborene Graber ist stolz auf die Würdigung seines Startups durch den Deutschen Unternehmer Preis 2010: „Wir haben vor der Gründung von Mister Spex den Onlinemarkt genau analysiert und festgestellt, dass die deutsche Optikbranche im Internet noch keine Rolle spielte. Unser jetziger Erfolg basiert auf drei Grundlagen: der konsequenten Kundenorientierung, unseren guten Lieferantenbeziehungen und unseren qualifizierten und motivierten Mitarbeitern. Diese Komponenten werden wir weiter ausbauen, denn wir haben mit Mister Spex noch viel vor.“ Das Unternehmen habe Schwung in den Optikmarkt gebracht und zeige, dass das Potenzial der E-Commerce-Branche noch lange nicht ausgeschöpft ist, begründete Dagmar Bottenbruch, Geschäftsführerin der Rabobank in Deutschland und Vizepräsidentin des Harvard Clubs Rhein-Main, die Entscheidung der Jury.

Zu seiner einstigen BWL-Uni hält der Gründer noch engen Kontakt. Erst kürzlich stiftete Graber für eine Auktion zugunsten studentischer Initiativen an der HHL einen hochwertigen Einkaufsgutschein und ein einwöchiges Online-Marketing-Coaching. HHL-Studenten können außerdem regelmäßig von der Expertise in Gründerfragen während eines Praktikums bei Mister Spex profitieren. Darüber hinaus hat das Unternehmen dieses Jahr im Rahmen eines umfangreichen Praxisprojektes mit der HHL zusammengearbeitet. Sechs MBA-Studenten haben sechs Monate lang für Mister Spex die Märkte der europäischen Nachbarländer analysiert und eine Empfehlung erarbeitet, welche Internationalisierungsschritte aus Kosten-/Nutzen-Gesichtspunkten für Mister Spex sinnvoll sind.

Mister Spex: auf Expansionskurs

Mister Spex Geschäftsführer Graber und sein Team haben aus dem Startup in kürzester Zeit ein Unternehmen mit starkem Umsatz- und Kundenwachstum gemacht. Graber erklärt die weiteren Pläne seines Unternehmens, die, dank des von DN Capital und Xange zur Verfügung gestellten Kapitals von über 7 Millionen Euro, umgesetzt werden sollen: „Das neue Kapital soll vor allem in weitere Wachstumsprojekte fließen. Zum einen streben wir eine Ausweitung unserer Marketingaktivitäten in Deutschland an, um die Markenbekanntheit von Mister Spex zu steigern. Auf der anderen Seite wollen wir unser Geschäftsmodell nach dem erfolgreichen Start in Frankreich auch in weitere Länder ausrollen und den führenden Online-Optiker Europas aufbauen.“

Über Mister Spex:

Die Mister Spex GmbH ist der größte Online-Versandhändler für Markenbrillen in Deutschland. Über das Internet bietet das Unternehmen eine umfangreiche Auswahl qualitativ hochwertiger Korrektionsbrillen (auch Gleitsichtbrillen), Sonnenbrillen, Sportbrillen und Kontaktlinsen zu günstigen Preisen. Mit interaktiven Beratungsdienstleistungen auf der Website und persönlicher Unterstützung durch ein kompetentes Augenoptiker-Team hilft Mister Spex seinen Kunden, die richtige Brille zu finden. Im Jahr 2009 erzielte Mister Spex einen Umsatz von 4,5 Millionen Euro, 2010 soll die Marke von zehn Millionen Euro Umsatz überschritten werden. Seit dem Start des Online-Shops im April 2008 hat Mister Spex bereits mehr als 160.000 Kunden überzeugt. Aktuell beschäftigt das junge und schnell wachsende Unternehmen mit Sitz in Berlin 100 Mitarbeiter, 55 davon in Festanstellung. Mehr Informationen unter misterspex.de

Über den Deutschen Unternehmer Preis:

Der Deutsche Unternehmer Preis wird 2010 nach 2008 und 2006 zum dritten Mal von den Harvard Clubs of Germany vergeben. Ziel der Verleihung ist, der Öffentlichkeit bewusst zu machen, was Unternehmer für die Gesellschaft leisten. 2010 konnten Unternehmen in den Kategorien Startup, Franchise, Mittelstand sowie Mittelstand Unternehmensnachfolge antreten. Ein Preisgeld gibt es nicht, denn das könnte falsche Anreize setzen. Dafür öffnet sich den Gewinnern der Dialog mit einem geschlossenen Kreis namhafter Persönlichkeiten, da die Juroren ihren Favoriten nach dem Wettbewerb als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. So soll eine lebendige Community entstehen, in der gegenseitiger Austausch und Mentoring stattfinden – ganz im Sinne der über 100-jährigen Harvard-Tradition. Mehr Informationen unter www.deutscher-unternehmer-preis.net

Über die Gründerschmiede Handelshochschule Leipzig (HHL):

Mit über 100 Gründungen, die in den letzten zwölf Jahren von HHL-Absolventen ausgegangen sind, hat sich Deutschlands erste Adresse für den Management-Nachwuchs auch zu einem sehr erfolgreichen Inkubator für Unternehmensgründungen entwickelt. Prominente Beispiele sind neben Gollmann Kommissioniersysteme auch die Gewinner des WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb 2008 SunCoal Industries oder auch die Leipziger Unternehmen Spreadshirt und billigflieger.de. Durch das unternehmerische Engagement der Gründer konnten bereits mehr als 2.500 Jobs geschaffen werden, über 1.100 davon allein in der Region Leipzig.

Weitere Informationen:
http://www.misterspex.de
http://www.deutscher-unternehmer-preis.net
http://strategy.hhl.de/entrepreneurship
http://www.hhl.de

Volker Stößel | idw
Weitere Informationen:
http://www.hhl.de
http://strategy.hhl.de/entrepreneurship

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Flüssiger Wasserstoff im freien Fall

05.12.2016 | Maschinenbau

Forscher sehen Biomolekülen bei der Arbeit zu

05.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungsnachrichten