Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Heimtierhaltung als Wirtschaftsfaktor

14.11.2014

Forscher der Universität Göttingen untersuchen wirtschaftliche Bedeutung von Haustieren

11,5 Millionen Katzen, 6,9 Millionen Hunde, 6,1 Millionen Kleintiere sowie viele Ziervögel, Zierfische und Reptilien: 38 Prozent der Einwohner Deutschlands leben mit einem Heimtier zusammen.


Die Heimtierhaltung in Deutschland bewirkt Ausgaben in Höhe von etwa 9,1 Milliarden Euro pro Jahr. Das meiste Geld geben die Deutschen für ihre Hunde aus.

Foto: Universität Göttingen

Welche Wertschätzung die Besitzer ihren Tieren entgegenbringen, lässt sich anhand der Ausgaben für ihr „Hobby“ bemessen.

Nach einer Studie des Lehrstuhls für Wirtschaftspolitik der Universität Göttingen bewirkt die Heimtierhaltung in Deutschland Ausgaben in Höhe von etwa 9,1 Milliarden Euro pro Jahr. Dies entspricht etwa 0,32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

„Dabei ist die Hundehaltung für mehr als 50 Prozent verantwortlich, die Katzenhaltung für mehr als 35 Prozent, und die sonstigen Heimtiere für knapp 15 Prozent. Außerdem sind etwa 185.000 bis 200.000 Arbeitsplätze mit der Heimtierhaltung verbunden“, sagt Prof. Dr. Renate Ohr, Leiterin der Studie.

„Hinzu kommen ökonomische und soziale Erträge durch die Auswirkungen der Heimtierhaltung auf Gesundheit und Lebensqualität“, so Prof. Ohr.

Die Untersuchung baut auf einer Studie aus dem Jahr 2006 zur „Ökonomischen Gesamtbetrachtung der Hundehaltung in Deutschland“ auf und erfasst die Bedeutung aller Ausgaben, die in direktem oder indirektem Zusammenhang mit der Heimtierhaltung stehen.

Damit konnte der gesamtwirtschaftliche Stellenwert der Heimtiere und ihre Bedeutung für Produktion, Wertschöpfung und Beschäftigung in Deutschland quantifiziert werden. Die Studie ist im Internet unter http://www.uni-goettingen.de/de/aktuelles/65380.html  zu finden.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Renate Ohr
Georg-August-Universität Göttingen
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Professur für Wirtschaftspolitik
Platz der Göttinger Sieben 3, 37073 Göttingen
Telefon (0551) 39-7091
E-Mail: renate.ohr@wiwi.uni-goettingen.de
Internet: http://www.economics.uni-goettingen.de/ohr


Weitere Informationen:

http://www.uni-goettingen.de/de/aktuelles/65380.html

Thomas Richter | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Rückgang, aber noch keine Tendenzwende
21.11.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Praktisch keine Rezessionsgefahr, Wirtschaft auf stabilem Aufschwungpfad
15.11.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Zahnimplantate: Forschungsergebnisse und ihre Konsequenzen – 31. Kongress der DGI

22.11.2017 | Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Autonomes Fahren – und dann?

22.11.2017 | Verkehr Logistik

Material mit vielversprechenden Eigenschaften

22.11.2017 | Materialwissenschaften

Forscherteam am IST Austria definiert Funktion eines rätselhaften Synapsen-Proteins

22.11.2017 | Biowissenschaften Chemie