Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie aus guten Ideen erfolgreiche Unternehmen werden

07.06.2010
Universität Mannheim vermittelt Naturwissenschaftlern Managementkompetenzen im Spitzencluster Forum Organic Electronics

In Deutschland findet in den Naturwissenschaften oft Spitzenforschung statt, jedoch werden die Ergebnisse selten in wirtschaftliche Wertschöpfung umgesetzt. Der MP3-Standard, der in Deutschland erfunden und maßgeblich in den USA in Produkte umgesetzt wurde, ist ein Beispiel dafür. Das soll im Spitzencluster Forum Organic Electronics rund um Heidelberg nicht passieren.

Um aus guten Ideen wirtschaftliche Innovationen werden zu lassen, hat die Universität Mannheim kürzlich einen zehntägigen Managementkurs für vielversprechende Nachwuchswissenschaftler der Naturwissenschaften veranstaltet. Dabei wurden praktische BWL-Kenntnisse vermittelt, die den Teilnehmern helfen, ihr Wissen für die Entwicklung innovativer Produkte einzusetzen. Der Kurs wurde vom Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim (ifm) konzipiert. Dessen Leiter, Prof. Dr. Michael Woywode, der auch eine Professur für Entrepreneurship und Mittelstandsforschung innehat, betont: „Es ist für Naturwissenschaftler und Ingenieure oft eine große Herausforderung, in den Kategorien Markt und Endkunde zu denken. Wenn dies aber außer Acht bleibt, scheitern sogar vielversprechende technische Innovationen. Genau dort setzten wir mit unserem Managementkurs an.“

Im Rahmen des Managementkurses wurden den Teilnehmern Kompetenzen in den Bereichen Strategie, Unternehmensgründung, Projektmanagement, Personalführung, Marketing, Rechnungswesen und Finanzierung vermittelt.

Ein Referent des Kurses war beispielsweise Michael T. K. Horvath, der seine praktischen Erfahrungen als vielfacher Unternehmensgründer weitergab. Nach seinem Studium in Harvard war Horvath Wirtschaftsprofessor an der Stanford University und gründete anschließend in den USA 15 Unternehmen u.a. in den Bereichen Biotechnologie, Software und Clean Energy.

Die Veranstaltung ist Teil des Projekts „Nachwuchsförderung im Spitzencluster Forum Organic Electronics“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Ziel des Spitzenclusters ist es, Wissenschaft und Wirtschaft in der Metropolregion Rhein-Neckar zusammenzubringen. Der Cluster, an dem unter anderem die BASF SE, Merck KGaA und die SAP AG sowie die Universitäten Heidelberg und Mannheim beteiligt sind, wird im Rahmen der Spitzenclusterförderung des Bundes mit 40 Millionen Euro gefördert. Insgesamt gehören dem Spitzencluster Forum Organic Electronics 26 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten an.

Das Institut für Mittelstandsforschung (ifm)
Das Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim ist eine interdisziplinäre Forschungseinrichtung der Universität Mannheim. Seit über 20 Jahren führt das Institut Forschungsvorhaben zu aktuellen und strukturellen mittelstandsbezogenen Themen durch. Unter der Leitung von Professor Dr. Michael Woywode arbeiten gegenwärtig 25 wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Mittelstandsforschung. Die besondere Stärke des ifm liegt in seiner interdisziplinären Ausrichtung und der Brückenfunktion zwischen Wissenschaft und Praxis.

Kontakt:

Prof. Dr. Michael Woywode
Leiter Institut für Mittelstandsforschung
Tel. ++49 621 181-2273
E-Mail: woywode[at]ifm.uni-mannheim.de

Achim Fischer | idw
Weitere Informationen:
http://www.institut-fuer-mittelstandsforschung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index setzt Anstieg fort
22.06.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Beschäftigung legt weiter zu
29.05.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie