Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Große Marktpotenziale für privates und gewerbliches Carsharing

16.07.2012
Das zweite AIM Carsharing-Barometer zeigt, dass sich Carsharing bei der privaten Nutzung klar auf dem Vormarsch befindet.

Die Studienergebnisse des Automotive Institute for Management (AIM) bestätigen die sehr hohe Bereitschaft der Deutschen, Carsharing privat zu nutzen. Berlin ist die Carsharing-Hauptstadt, gefolgt vom Nordwesten Deutschlands. Zudem zeigt die Befragung von Fuhrpark-Managern deutscher Unternehmen deutliches Marktpotenzial bei der gewerblichen Nutzung, dem sogenannten Corporate Carsharing.

Darüber hinaus findet Elektromobilität in Kombination mit Corporate Carsharing großes Interesse bei den befragten Unternehmen.

Die Ergebnisse des zweiten Carsharing-Barometers des Automotive Institute for Management (AIM) zeigen, dass Carsharing weiterhin deutliches Wachstumspotenzial bietet – sowohl bei der privaten als auch bei der gewerblichen Nutzung. Wie bereits im ersten Carsharing-Barometer wurde in der Studie das Carsharing für die private Nutzung untersucht. In einer repräsentativen Befragung wurde die Einstellung deutscher Konsumenten zu Carsharing erfasst. Zudem wurde erstmals auch das Corporate Carsharing berücksichtigt und auf seine Marktpotenziale hin überprüft. Dazu wurden Fuhrpark-Manager deutscher Unternehmen zu Ihrer Wahrnehmung von Corporate Carsharing befragt.

Der Carsharing-Markt kann derzeit ein hohes Wachstum verzeichnen. Insbesondere deutsche Automobilhersteller wie Daimler mit car2go, BMW mit DriveNow und VW mit Quicar haben ihr Angebot in den vergangenen eineinhalb Jahren weltweit deutlich ausgebaut und oft auch mit Elektrofahrzeugen verknüpft.

Auf Konsumentenseite zeugt eine hohe Bekanntheit von dieser steigenden Verfügbarkeit: Mehr als drei Viertel der deutschen kennen Carsharing und jeder Zweite hat ein korrektes Verständnis von diesem Angebot. Während bisher nur Wenige Carsharing schon nutzen, können sich über zwei Drittel der Deutschen in der Altersgruppe von 18-44 Jahren die Carsharing-Nutzung vorstellen, in der Gruppe über 44 Jahre sind es immerhin noch rund 50 Prozent der Befragten.

Eine regionale Auswertung zeigt, dass Berlin die Carsharing-Hauptstadt ist, hier besteht die höchste Nutzungsbereitschaft, dicht dahinter folgt der Nordwesten Deutschlands. Das Schlusslicht bildet dagegen die Region Hessen, Rheinland-Pfalz/Saarland mit der geringsten Nutzungsbereitschaft.

Weiterhin könnte sich Carsharing für mehr als jeden zweiten Deutschen zu einer realistischen Alternative zum Autokauf entwickeln, fast jeder vierte Befragte kann sich dies soar sehr gut vorstellen. Insgesamt passt Carsharing für die Deutschen gut in die heutige Zeit und wird überwiegend als „zeitgemäß“ wahrgenommen – zugleich aber auch weniger als „cool“. Darüber hinaus erscheint Carsharing 18-30-Jährigen deutlich interessanter, moderner und hilfreicher als älteren Befragten. „Der Carsharing-Markt ist massiv in Bewegung“, so Prof. Dr. Tobias Schäfers, wissenschaftlicher Leiter der Studie. „Mit Blick auf das derzeitige Wachstum zeigt unsere Studie: Nach oben ist weiterhin noch viel Luft!“

Auch die organisierte gewerbliche Nutzung von Carsharing gewinnt zunehmend an Bedeutung. Das sogenannte Corporate Carsharing bietet Unternehmen die Möglichkeit, eine Flotte von Fahrzeugen eines externen Dienstleisters im Full Service flexibel zu nutzen. Mitarbeiter können die Fahrzeuge für Dienstfahrten oder auch für private Fahrten nutzen. Berechnet wird dabei nur die tatsächliche Nutzung. „Mit Corporate Carsharing können Unternehmen die Nutzung ihres Fuhrparks deutlich flexibler gestalten“, so Prof. Dr. Schäfers, „da etwa auch Einwegfahrten oder die ergänzende private Nutzung möglich sind.“

Die Ergebnisse der Befragung deutscher Unternehmen zeigen, dass Corporate Carsharing zwar derzeit mit einer Nutzung von nur 3,5 Prozent noch nicht weit verbreitet ist; allerdings können sich rund 44 Prozent der befragten Unternehmen vorstellen, dieses Mobilitätskonzept zu nutzen. Dennoch sind sich die Fuhrpark-Manager derzeit noch unsicher über das tatsächliche Kostensenkungspotenzial durch Corporate Carsharing: mehr als die Hälfte der Befragten glauben derzeit nicht daran, die Fuhrparkkosten durch Corporate Carsharing substanziell senken zu können. „Hier sind die Anbieter von Corporate Carsharing in der Bringschuld, noch stärker die Vorteile des Angebots zu verdeutlichen“, so Prof. Dr. Schäfers. Zudem sind weitere Ansatzpunkte für Wachstum erkennbar, denn in den meisten Unternehmen stehen wenige freie Poolfahrzeuge einer großen Anzahl an geeigneten Mitarbeitern gegenüber. Der Nutzung von Elektrofahrzeugen im Rahmen von Corporate Carsharing gegenüber besteht hingegen große Aufgeschlossenheit; mehr als jedes zweite Unternehmen kann sich vorstellen, Elektrofahrzeuge in diesem Rahmen zu nutzen. Damit kann Corporate Carsharing auch zur schnelleren Verbreitung der Elektromobilität einen Beitrag leisten, die ohne solche Anreize aller Wahrscheinlichkeit nach eine langwierige Markteintrittsphase vor sich haben wird.

Insgesamt bietet das zweite Carsharing-Barometer eine Reihe von Ableitungen für die ideale Positionierung von Carsharing-Angeboten. Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, akademischer Direktor des AIM, zieht das Fazit: „Insgesamt zeigt sich, dass die modernisierte und flexible Mobilitätsdienstleistung im privaten Bereich über beste Voraussetzungen für weiteres Wachstum verfügt. Um diese Potenziale zu heben, müssen die Anbieter noch stärker ihre Lifestyle-Positionierung betonen und das Angebot so cooler machen und auch das Interesse der älteren Zielgruppe wecken.“ Auch für Anbieter von Corporate Carsharing lassen sich klare Empfehlungen aussprechen: „Hier gilt es, traditionelle Denkblockaden im Fuhrpark-Management aufzuweichen. Eine klare Verdeutlichung von Kostensenkungspotenzialen wird helfen, die Marktpotenziale auszunutzen“, so Prof. Dr. Esch weiter.

Das aktuelle AIM Carsharing-Barometer sowie weitere Informationen zur Pressemeldung erhalten Sie bei:

EBS Business School
Automotive Institute for Management (AIM)
Thorsten Wagner
Head of Communication and PR
Rheingaustr. 1
65375 Oestrich-Winkel
Tel.: +49 611 7102-2076
Fax: +49 611 710210-2076
E-mail: thorsten.wagner@ebs.edu

Thorsten Wagner | idw
Weitere Informationen:
http://www.aim-ebs.de/?p=1142
http://www.aim-ebs.de/wp-content/uploads/20120716_AIM_CSBarometer-2_final_E.doc

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie