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Grippesaison 2009: Impfmüdigkeit gefährdet Unternehmen

23.12.2008
Die bevorstehende Grippesaison 2009 wird von einem Großteil der Arbeitnehmer auf die leichte Schulter genommen. 40 Prozent der Fach- und Führungskräfte stellen eine Impfmüdigkeit unter der Belegschaft fest.

Gleichzeitig sind die Präventionsangebote der betrieblichen Gesundheitsvorsorge rückläufig. Nur gut jedes dritte Unternehmen bot nach eigenen Angaben seinen Mitarbeitern 2008 eine Influenzaschutzimpfung an.

Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich damit das Engagement für Grippeschutzimpfungen. Das ist das Ergebnis der Studie Saisonale Gesundheitsrisiken des IMWF Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung in Hamburg und handelsblatt.com. 257 Fach- und Führungskräfte verschiedener Branchen haben an der Befragung teilgenommen.

Die Grippeerkrankung von Mitarbeitern spielt in der Personalplanung für Unternehmen in Deutschland nach wie vor eine zentrale Rolle. Nach Angaben von 61 Prozent der Fach- und Führungskräfte war die Influenzaerkrankung 2008 der häufigste Grund für Arbeitsausfälle unter der Belegschaft.

Magen-Darm-Erkrankungen (49 Prozent) und Atemwegs-Infekte (34 Prozent) folgen wie bereits im Vorjahr auf den Plätzen zwei und drei. Vor diesem Hintergrund überrascht es, dass knapp die Hälfte (47 Prozent) der Unternehmen 2008 überhaupt keine Vorsorgemaßnahmen ergriff, um Arbeitsausfälle in der Grippesaison zu minimieren. Nur 35 Prozent boten Grippeschutzimpfungen an, um ihre Mitarbeiter vor einer Infektion zu schützen.

Das bedeutet einen Rückschritt um 16 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Ebenfalls schwach: die Informationspolitik zur Grippeprävention auf betrieblicher Ebene. Hinweise zu hygienischen Maßnahmen und Verhaltensempfehlungen werden den Mitarbeitern aktiv nicht einmal in jedem fünften Unternehmen zur Verfügung gestellt. Selbst in Konzernen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern konnten sich bisher nur 23 Prozent der Betriebe dazu entschließen, ihr Personal über die Gefahren der Grippesaison zu informieren. Auch dies bedeutet ein Rückschritt gegenüber dem Vorjahr.

Die Lücken, die sich in der Grippeprävention zeigen, geben Grund zur Sorge. So sind die deutschen Betriebe beispielsweise auf Unternehmen, Städte, Länder und Kontinente übergreifende Krankheitsverläufe (Pandemie), wie beispielsweise bei der Vogelgrippe, noch schlechter vorbereitet. Nur bei fünf Prozent der Befragten liegt ein fertiger Pandemieplan bereit. Bei sieben Prozent ist ein Strategiepapier in Entwicklung. Dagegen gaben drei Viertel der Fach- und Führungskräfte an, ein Pandemieplan werde im Unternehmen nicht thematisiert oder sogar ausdrücklich abgelehnt.

Diese Presseinformation basiert auf einer Online-Umfrage, die vom IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung in Kooperation mit handelsblatt.com durchgeführt wurde. Vom 27.August bis 24. September 2008 wurden insgesamt 257 Fach- und Führungskräfte aus unterschiedlichen Branchen befragt.

Hintergrundinformationen:

IMWF - Institut für Management- und Wirtschaftsforschung Das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung wurde aus der Erfahrung heraus gegründet, dass die Ergebnisse wissenschaftlicher Ausarbeitungen und Marktanalysen für Entscheider in der Wirtschaft oftmals nicht die hinreichende Praxisnähe und Relevanz haben. In Folge dessen bleibt die Unterstützung wissenschaftlicher Institutionen durch Unternehmen oftmals hinter den Erwartungen der Lehrstühle zurück. Vor diesem Hintergrund versteht sich das IMWF als Plattform, auf der Kontakte zwischen Wissenschaft und an fundierter Aufarbeitung relevanter Management- und Wirtschaftsthemen interessierter Unternehmen geknüpft werden.

Dieses Netzwerk wird wesentlich durch Wilhelm Alms aufgebaut. Er hat als ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Mummert Consulting vielfältige Erfahrungen mit der Umsetzbarkeit von Forschungsergebnissen in der Managementpraxis gesammelt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, Brückenschläge zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu initiieren.

Wenn Sie an diesem Netzwerk partizipieren wollen, freut sich das IMWF über Ihre Nachricht. Von wissenschaftlichen Partnern wird erwartet, nachweislich praxisorientierte Forschung leisten zu wollen. Im Gegenzug hierzu obliegt es den eingebundenen Unternehmen, relevante Fragestellungen zu formulieren und die Freiräume für die Aufarbeitung dieser Themen zu gewährleisten.

Roland Heintze | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.imwf.de

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