Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Globale Bauwirtschaft von Stillstand gezeichnet

10.03.2009
Großprojekte liegen weltweit brach - Europa stabiler als andere Regionen

Die Bauwirtschaft hat den weltweiten Abschwung in seiner vollen Tragweite aufgefangen. Besonders Großbauprojekte sind zunehmend von Stillstand gezeichnet und drohen zu Investitionsruinen zu werden.

Baustopps und die Einstellung von Neuprojekten haben je nach Region zwar unterschiedliche Ursachen, jedoch die gleichen Folgen. Sie gehen zulasten des Arbeitsmarktes sowie der Konjunkturdaten. In Europa zeigt sich der Sektor der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche zufolge langfristig stabiler als etwa in den USA oder im Nahen Osten.

Allerdings sei auch europaweit eine eingebrochene Nachfrage nach Gewerbebauten sowie ein rückläufiger privater Wohnungsbau zu verzeichnen. So hat sich etwa der Finanzinvestor Carlyle vor wenigen Wochen aus einem Großbauprojekt in Hannover zurückgezogen, wodurch neben der Bauruine Abschreibungen in Höhe von 50 Mio. Euro drohen. Die Konjunkturpakete beginnen in der Bauwirtschaft darüber hinaus frühestens in der zweiten Jahreshälfte zu greifen.

Viele europäische Baufirmen haben abseits ihres Kerngeschäfts mittlerweile andere Standbeine etwa im Energiebereich oder mit Dienstleistungen aufgebaut. Dadurch überbrücken sie die Bauflaute, bis öffentliche Bauinvestitionen und Fördermaßnahmen der Regierungen wirksam werden. In den Vereinigten Arabischen Emiraten spitzt sich die Situation hingegen weiter zu. Wie die Researchgesellschaft Proleads http://www.projectsandleads.com aufzeigt, wurden in den vergangenen Monaten Projekte mit einem Volumen von insgesamt über 454 Mrd. Euro gestoppt. Mehr als jeder zweite Bau steht derzeit still - Tendenz steigend. Ein Ende der Flaute sei nicht in Sicht. Dabei sind die Turbulenzen etwa im Finanz- und Immobilienmekka Dubai vornehmlich auf die eingeknickte Nachfrage zurückzuführen (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090223011/).

In den USA kämpfen die Konzerne hingegen hauptsächlich mit dem ausgetrockneten Finanzierungsfluss vonseiten der Banken und Investoren. Allein in Los Angeles mussten vier Großprojekte mit einem Volumen von jeweils über einer Mrd. Dollar vorerst stillgelegt werden. Angesichts der eingefrorenen Kreditmärkte sei die Finanzierung derartiger Bauvorhaben derzeit unmöglich. Der breite Rückzug der Investoren sei jedoch nicht ausschließlich auf die Finanzkrise zurückzuführen. Zudem ist die Nachfrage nach privaten und Gewerbeimmobilien eingeknickt. Dadurch droht sich etwa der New Yorker Finanz-Stadtteil Manhattan zur Geisterstadt zu entwickeln (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090218031/). Die Lukrativität der Projekte nach ihrem Bau könne in der aktuellen Lage nicht garantiert werden. Derzeit sei es zu ungewiss, ob die Objekte schlussendlich erfolgreich vermietet oder verkauft werden könnten.

Dem Statistischen Bundesamt zufolge sind die Aufträge im deutschen Bausektor im Vorjahr um insgesamt 4,4 Prozent geschrumpft. Zwar stiegen die Schrumpfungsraten im Schlussquartal 2008 saisonal bedingt auf teilweise über 20 Prozent deutlich an. Zudem werden die Konzerne 2009 Umsatzrückgänge hinnehmen müssen. Gegenüber anderen Branchen zeigt sich das Baugewerbe dennoch vergleichsweise stabil. Derzeit profitiere der Sektor von noch hohen Auftragsbeständen, die im Jahresverlauf abgearbeitet werden sollen.

Manuel Haglmüller | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.deloitte.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index weiter aufwärts gerichtet
23.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht RWI erhöht Konjunkturprognose für 2017 leicht auf 1,3 Prozent
15.03.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen