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German Private Equity Barometer: Atempause auf dem deutschen Beteiligungsmarkt

16.11.2010
Schwächere Bewertung der aktuellen Geschäftslage bremst Stimmungsaufschwung

Bewertung der aktuellen Geschäftslage bei den Spätphasenfinanzierern weiter positiv, bei den Frühphasenfinanzierern wird sie zunehmend als "normal" eingeschätzt.

Optimistischer Ausblick für die kommenden sechs Monate signalisiert Fortsetzung der Erholung

Der Stimmungsaufschwung am deutschen Beteiligungskapitalmarkt legt im 3. Quartal 2010 eine Pause ein: Das von der KfW Bankengruppe und dem Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e. V. (BVK) vierteljährlich erhobene German Private Equity Barometer stagniert bei 45,5 Punkten und damit auf einem nach wie vor hohem Niveau. Ursache für die Unterbrechung des seit Herbst 2009 anhaltenden Erholungstrends ist in erster Linie eine schlechtere Bewertung der aktuellen Geschäftslage auf dem Beteiligungskapitalmarkt. Die Beteiligungskapitalgeber sind jedoch optimistisch gestimmt und erhöhen ihre Erwartungen an die Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten. Mit einer Fortsetzung des Stimmungsaufschwungs ist zu rechnen.

Der Indikator zur aktuellen Geschäftslage am Beteiligungskapitalmarkt ist im 3. Quartal 2010 um 5,3 Punkte zurückgegangen und liegt nun wieder knapp unter seinem historischen Mittelwert. Mit einem Anstieg um 4,7 Punkte liegt der Indikator zu den Geschäftserwartungen auf Sicht der nächsten sechs Monate hingegen so deutlich über seinem historischen Mittelwert wie seit Ende 2006 nicht mehr. Das Geschäftsklima bewegt sich damit nach wie vor in einem Bereich, der einen intakten Erholungstrend signalisiert.

Unterschiedlich zeigt sich die Stimmung bei den Wagniskapitalgebern (Frühphasenfinanzierer) und den Spätphasenfinanzierern. So sinkt der Teilindikator für die Frühphasenfinanzierer im 3. Quartal 2010 um 5,0 Zähler auf 49,8 Punkte. Diese Entwicklung ist auf den gestiegenen Anteil der Meldungen zurückzuführen, die eine "normale" Geschäftslage attestieren und die zu Lasten der positiven Beurteilungen gehen.

Der Teilindikator für die Spätphase steigt dagegen im 3. Quartal 2010 um 1,9 Zähler leicht an und steht nun bei 43,6 Punkten. Dabei zeigt sich kaum eine Veränderung bei der Bewertung der aktuellen Geschäftslage durch die Spätphasenfinanzierer. In beiden Gruppen haben sich die Einschätzungen zu den Geschäftserwartungen dafür weiter verbessert. Der Optimismus in der Branche hält also an und deutet auf ein größeres Aufwärtspotenzial in den kommenden Monaten.

"Die Stimmung der deutschen Beteiligungsbranche ist nach wie vor gut und die Einschätzungen der Beteiligungsgesellschaften lassen angesichts der konjunkturellen Rahmenbedingungen auf eine Fortsetzung des Stimmungsaufschwungs hoffen. Bauchschmerzen bereitet uns jedoch die schleppende Entwicklung beim Fundraising", sagt BVK-Geschäftsführerin Dörte Höppner.

"Wenn die Erwartungen die aktuelle Geschäftslage so deutlich übertreffen wie dies augenblicklich der Fall ist, kann von einer weiteren Erholung des Beteiligungsmarktes ausgegangen werden. Dessen nachhaltige Erholung und Ausweitung ist von zentraler Bedeutung, um das externe Angebot zur Deckung des Eigenkapitalbedarfs vor allem innovativer und wachstumsorientierter Unternehmen sicherstellen zu können", sagt Dr. Norbert Irsch, Chefvolkswirt KfW Bankengruppe.

Das von der KfW konzipierte und in Kooperation vom Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e. V. (BVK) und der KfW Bankengruppe vierteljährlich erhobene German Private Equity Barometer gibt Auskunft über das Geschäftsklima (aktuelle und erwartete Geschäftslage) auf dem deutschen Markt für Beteiligungskapital insgesamt sowie differenziert für die beiden Segmente Early Stage (Seed- und Start-Up-Finanzierungen) und Later Stage (Wachstums- und Buy-Out/Buy-In-Finanzierungen).

Der Bericht steht im Internet unter www.kfw.de im Bereich Research zum Download zur Verfügung.

Sonja Höpfner | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

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