Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Frühwarnsystem des IMK mit neuen Werten - Rezessionsgefahr weiter gering

12.03.2012
Rezessionsgefahr weiter gering

Das Rezessionsrisiko in Deutschland ist weiterhin gering. Bis Ende Mai besteht keine unmittelbare Gefahr einer rezessiven Entwicklung. Das zeigt der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung in seiner aktuellen Prognose.

Die Vorhersage beruht auf dem Datenstand Anfang März. Für den laufenden Monat weist der Indikator eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 19,5 Prozent aus. Für April liegt das Risiko bei 9,8 Prozent, und für den Mai gibt das Instrument eine Wahrscheinlichkeit von nur noch 2 Prozent an. Damit sind alle drei Werte nach dem Ampel-Prinzip des Indikators eindeutig der grünen Klasse (geringe Rezessionswahrscheinlichkeit unter 30 Prozent) zuzuordnen.

Gegenüber der vorigen Prognose, die auf dem Datenstand von Anfang Februar basierte, hat sich der Ausblick für März und April leicht um knapp 5 bzw. knapp 7 Prozentpunkte verschlechtert. Das spiegelt die negative Tendenz bei den Auftragseingängen aus dem Ausland wider. Dieser Einfluss wird aber durch die vergleichsweise ruhige Lage auf den Finanzmärkten und das deutlich verbesserte Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft gedämpft. Daher steigt die Rezessionswahrscheinlichkeit für März und April nur geringfügig. Im Mai dominieren die positiven Faktoren deutlich.

Bei der Interpretation der Ergebnisse sei allerdings zu berücksichtigen, dass das Frühwarnsystem des IMK die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession, also einen deutlichen wirtschaftlichen Einbruch angibt, betonen die IMK-Experten Dr. Sabine Stephan, Peter Hohlfeld und Thomas Theobald. Die Entwicklung der Indikator-Werte mache zwar deutlich, dass die zum Jahresende 2011 noch deutlich spürbare Unsicherheit bei der wirtschaftlichen Entwicklung merklich zurückgegangen ist. Eine geringe Rezessionswahrscheinlichkeit bedeute jedoch nicht, dass sich die Wirtschaft in einem Aufschwung befindet oder in diesen eintritt.

Der IMK Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.

Zum Konjunktur-Indikator: http://www.boeckler.de/imk

Mehr zur Funktionsweise des Indikators:
http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_konjunkturindikator_2012_01.pdf
Ansprechpartner in der Hans-Böckler-Stiftung
Prof. Dr. Gustav A. Horn
Wissenschaftlicher Direktor IMK
Tel.: 0211-7778-331
E-Mail: Gustav-Horn@boeckler.de
Dr. Sabine Stephan
IMK
Tel.: 0211-7778-335
E-Mail: Sabine-Stephan@boeckler.de
Thomas Theobald
IMK
Tel.: 0211-7778-215
E-Mail: Thomas-Theobald@boeckler.de
Peter Hohlfeld
IMK
Tel. 0211-7778-338
E-Mail: Peter-Hohlfeld@boeckler.de
Rainer Jung
Leiter Pressestelle
Tel.: 0211-7778-150
E-Mail: Rainer-Jung@boeckler.de

Rainer Jung | idw
Weitere Informationen:
http://www.boeckler.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index bleibt aufwärts gerichtet
20.07.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Frühwarninstrument zeigt „grün“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt gering
19.07.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Im Focus: Breitbandlichtquellen mit flüssigem Kern

Jenaer Forschern ist es gelungen breitbandiges Laserlicht im mittleren Infrarotbereich mit Hilfe von flüssigkeitsgefüllten optischen Fasern zu erzeugen. Mit den Fasern lieferten sie zudem experimentelle Beweise für eine neue Dynamik von Solitonen – zeitlich und spektral stabile Lichtwellen – die aufgrund der besonderen Eigenschaften des Flüssigkerns entsteht. Die Ergebnisse der Arbeiten publizierte das Jenaer Wissenschaftler-Team vom Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), dem Fraunhofer-Insitut für Angewandte Optik und Feinmechanik, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Helmholtz-Insituts im renommierten Fachblatt Nature Communications.

Aus einem ultraschnellen intensiven Laserpuls, den sie in die Faser einkoppeln, erzeugen die Wissenschaftler ein, für das menschliche Auge nicht sichtbares,...

Im Focus: Flexible proximity sensor creates smart surfaces

Fraunhofer IPA has developed a proximity sensor made from silicone and carbon nanotubes (CNT) which detects objects and determines their position. The materials and printing process used mean that the sensor is extremely flexible, economical and can be used for large surfaces. Industry and research partners can use and further develop this innovation straight away.

At first glance, the proximity sensor appears to be nothing special: a thin, elastic layer of silicone onto which black square surfaces are printed, but these...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Robuste Computer für's Auto

26.07.2017 | Seminare Workshops

Läuft wie am Schnürchen!

26.07.2017 | Seminare Workshops

Leicht ist manchmal ganz schön schwer!

26.07.2017 | Seminare Workshops