Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Fraunhofer Venture – Gründungsexperte für Forschungstrends

06.02.2015

Aus Forschung verwertbare Innovationen machen - das ist Aufgabe von Fraunhofer Venture. Die Abteilung der Fraunhofer-Gesellschaft betreut Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Ausgründung von Forschungsprojekten und ist damit eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.

Fraunhofer Venture erfährt bei dieser Arbeit viel über die Trends von morgen und hilft dabei, aus diesen Ideen Unternehmen zu entwickeln. Ein großes Forschungsthema ist aktuell die Industrie 4.0. In der Fabrik von morgen sollen beispielsweise Produkte selbst den Fertigungsprozess steuern.

Fraunhofer Venture unterstützt Ausgründungen, sich auf diesem neuen Markt zu etablieren. Doch wie entwickelt man ein Produkt bis zur Marktreife, wenn der Markt bisher noch wenig besetzt ist und Erfahrungen von anderen Unternehmen fehlen?

Das Netzwerk der Forschungsinstitute innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft bietet einen großen Pool an Hightech-Wissen und spiegelt die ganze Breite der deutschen Forschungslandschaft wider. Mit diesem Fachwissen kann Fraunhofer Venture bei der frühzeitigen Erkennung von Markttrends helfen und eine schnelle Einschätzung bezüglich Wettbewerbsfähigkeit und möglicher Einsatzgebiete geben.

»Fraunhofer Venture als Partner von Start-ups, Fraunhofer-Instituten, Industrie und Kapitalgebern kennt die Anforderungen an die Hightech-Märkte von morgen«, betont Thomas Doppelberger, Leiter von Fraunhofer Venture.

»Mit technologischem und unternehmerischem Know-how können Ausgründungsprojekte gezielt dabei unterstützt werden, ihr Unternehmen auf dem Markt zu etablieren«.

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Unter ihrem Dach arbeiten 67 Institute und Forschungseinrichtungen an Standorten in ganz Deutschland. Rund 23 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bearbeiten das jährliche Forschungsvolumen von zwei Milliarden Euro. Davon erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft etwa 70 Prozent aus Aufträgen der Industrie und öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Die internationale Zusammenarbeit wird durch  Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien gefördert.

Als Partner von Spin-offs der Fraunhofer-Gesellschaft, Fraunhofer-Instituten, Industrie und Kapitalgebern unterstützt Fraunhofer Venture Wissenschaftler aus dem Fraunhofer-Umfeld auf ihrem Weg zum eigenen Technologie-Unternehmen. Das Leistungsspektrum umfasst dabei die Bereiche Technologie, Gründung, Finanzierung und Beteiligungsmanagement. Mittlerweile konnten seit 1999 über 200 Unternehmen aus den Fraunhofer-Forschungsthemen erfolgreich gegründet werden.

Mit »Virtual Fort Knox« zur Industrie 4.0

Ein Beispiel dafür ist die Fraunhofer-Forschungsinitiative »Virtual Fort Knox«. In Zusammenarbeit mit der Hewlett-Packard GmbH und weiteren Forschungspartnern entwickelten Forscher des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart eine Plattform, auf der eine Vielzahl unterschiedlicher Produktions-IT-Lösungen in Form von Apps bereitgestellt werden. Produzierende Unternehmen können die Lösungen individuell kombinieren und einfach in bestehende Prozessabläufe integrieren. »So entstehen für den Betreiber von Produktionsanlagen Angebote, die die Bereiche Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik intelligent miteinander verknüpfen und einen realen Mehrwert für die Produktion bieten«, erklärt Prof. Thomas Bauernhansl, Institutsleiter des Fraunhofer IPA. »Dabei sind die angebotenen Lösungen durch die Vielzahl der Auswahlmöglichkeiten und spezielle Pay-per-Use-Modelle individuell auf die Erfordernisse der Anwender anpassbar.« Fraunhofer Venture half den Forschern des Fraunhofer IPA, ihre Technologie für den Markt vorzubereiten. Seit Oktober 2013 unterstützt das Projekt »Virtual Fort Knox« mittelständische Maschinen- und Anlagenbauer dabei, ihre Produktionsprozesse mithilfe von IT-Lösungen zu optimieren und so Unternehmen auf ihrem Weg zur Industrie 4.0 zu begleiten.

Neuer Markt an der Schnittstelle zwischen IT und Produktion

Das Ziel der Industrie 4.0 ist die Smart Factory, eine intelligente Fabrik, die sich weitgehend selbst organisiert: So planen etwa Gabelstapler ihre Routen in der digitalen Fabrikhalle, um Kollisionen mit anderen Geräten zu vermeiden oder die Bauteile für ein Auto erkennen Maschinenausfälle und werden spontan zu einem alternativen Produktionsprozess geleitet. Die gesamte Produktion organisiert sich selbstständig, ist damit fl exibler und kann so schneller auf individuelle Kundenbedürfnisse eingehen.  Das Ergebnis sind kürzere Planungszeiten, schnellere Produktionszyklen und ein höherer Durchsatz.  »Das Potential der neuen Produktionsbranche ist groß. Mit Fokussierung auf diese Branche kann die Attraktivität des Produktionsstandorts Deutschland ausgebaut werden. Während Länder wie China was Massenfertigung betrifft nicht mehr einzuholen sind, können wir uns hier auf die individuelle, maßgeschneiderte Produktion konzentrieren«, sagt Doppelberger. Mit der Digitalisierung der Fertigungsbranche entsteht ein neuer Markt an der Schnittstelle zwischen IT und Produktion, der völlig neue Chancen und Möglichkeiten für eine Unternehmensgründung bereitstellt.
https://www.virtualfortknox.de/

Kontakt: Thomas Doppelberger l Fraunhofer-Gesellschaft, München l Fraunhofer Venture
Telefon +49 89 1205 4500 l thomas.doppelberger@zv.fraunhofer.de l www.fraunhoferventure.de


Redaktion: Alexander Otto l factum Presse und Öffentlichkeitsarbeit GmbH
Telefon +49 89 8091 317 50 l otto@factum-pr.com l www.factum-pr.com

Carina Freutsmiedl | factum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index tritt auf der Stelle
24.11.2016 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht Lemgoer Wissenschaftler wollen smarte Banknote realisieren
08.11.2016 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie