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Euro-Schuldenkrise 2011 lässt Mikro-/Nano-Branche in Europa unbeeindruckt

06.03.2012
Die Euro-Schuldenkrise hat die Unternehmen der Mikrotechnik, Nanotechnik und Neuen Materialien in Europa im vergangenen Jahr weitgehend unbeeindruckt gelassen.

Zwar zog das Geschäft im Jahr 2011 nicht ganz so stark an wie Anfang des Jahres erwartet, dennoch konnte sich mehr als die Hälfte der Unternehmen bei Auftragslage, Produktion und Absatz verbessern. Dies geht aus der Wirtschaftsdatenerhebung hervor, die der IVAM Fachverband für Mikrotechnik im Januar und Februar 2012 durchgeführt hat.

Für 44% der europäischen Unternehmen im Bereich Mikrotechnik, Nanotechnik und Neue Materialien hat sich die Geschäftslage im Jahr 2011 besser entwickelt als sie Anfang des Jahres erwartet hatten. Die Auftragslage hat sich bei 57% der Unternehmen gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Produktion konnten 54% der Unternehmen steigern, die Absatzzahlen stiegen bei 52%. Die Finanzierung ist dagegen für viele Unternehmen schwierig geblieben. Hier konnten sich nur 16% der Mikro- und Nanotechnik-Unternehmen gegenüber dem Vorjahr verbessern. Nur knapp ein Drittel der Unternehmen (32%) hat 2011 mehr Geld für Investitionen zur Verfügung gehabt als im Vorjahr.

Die Mitarbeiterzahlen haben sich positiver entwickelt als in den Vorjahren, speziell im Vergleich zu 2009. Auch die Umsätze haben 2011 angezogen, jedoch weniger stark als im Vorjahr. 2010 konnten noch mehr Unternehmen vom Aufschwung nach der Finanzkrise profitieren.

Lage bleibt 2012 stabil

Im Zuge der Eurokrise hatte sich das Geschäftsklima in der Eurozone dem „Business Climate Indicator“ (BCI) der Europäischen Union zufolge seit März 2011 kontinuierlich verschlechtert. Seit Ende des Jahres ist es wieder im Steigen begriffen. Ähnlich entwickelte sich laut Ifo-Index das Geschäftsklima in Deutschland. Die Mikro- und Nanotechnikbranche schaut also vielleicht zu Unrecht mit leicht gedämpften Erwartungen auf das Jahr 2012.

Etwas weniger als die Hälfte (45%) der Unternehmen erwarten, dass sich die Geschäfte 2012 verbessern werden. Aufträge, Produktion und Absatz sollen tendenziell eher wachsen, das Exportgeschäft, die Mitarbeiterzahlen und die Finanzierungslage eher stabil bleiben. Nur ein Viertel der Unternehmen hat vor, 2012 mehr Geld als im Vorjahr für Investitionen auszugeben.

Mona Okroy | idw
Weitere Informationen:
http://www.ivam.de/research/statistics

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