Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eurex plant Einführung von Variance Futures auf den EURO STOXX 50

11.07.2014

Eurex einigt sich mit DRW auf die Anwendung einer in den USA patentierten Methode für börsennotierte Variance Futures

Mit der Einführung eines börsennotierten Variance Future auf den renommiertesten europäischen Aktienindex EURO STOXX 50 erweitert Eurex zum 22. September das Produktangebot.

Variance Futures bilden das Auszahlungsprofil eines Variance Swaps unter Einsatz eines Daily-margined Futures Contract ab. Anstelle einer abschließenden Zahlung bei Fälligkeit wird das Auszahlungsprofil eines Variance Swaps als Summe aller Variation Margin-Zahlungen für die Haltedauer des Variance Future berechnet.

Bei Variance Futures handelt es sich um standardisierte, vollständig austauschbare Instrumente, die in einem zentralen Orderbuch geführt werden. Von einem Produkt mit zentralem Clearing verspricht man sich höhere Liquidität und Preistransparenz am europäischen Variance-Markt.

Eurex hat das Produkt zusammen mit DRW Innovations, dem Eigentümer des US-Patents für die Variance Futures-Methode, entwickelt. Eurex und DRW sind übereingekommen, dass Eurex diese patentgeschützte Methode anwenden darf, um Variance Futures auf den EURO STOXX 50 anzubieten.

„Wir haben überaus positive Rückmeldungen von Kunden aus den Hauptfinanzzentren Europas erhalten und nehmen an, dass ein börsennotierter Variance Future zum Fortschritt dieses Marktes beitragen kann. Des Weiteren stellt dieses innovative Produkt eine Weiterentwicklung der Eurex-Angebotspalette dar und ist die Antwort auf Kundenwünsche und Markterfordernisse“, sagt Mehtap Dinc, Eurex-Vorstandsmitglied.

„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Eurex und betrachten dies als einmalige Gelegenheit, unsere Methode auf den EURO STOXX 50 anzuwenden“, erklärt Don Wilson, Gründer und CEO von DRW.

„Wir rechnen damit, dass das Produkt am europäischen Markt gut angenommen wird, denn es bietet mehr Liquidität und Preistransparenz sowie einen vereinfachten Zugang zum zentralen Clearing“, erklärt Wilson.

Die Variance Futures von Eurex werden mit Laufzeiten zwischen einem und 24 Monaten angeboten und können zwischen 9.00 und 17.30 Uhr MEZ gehandelt werden.

Der Börsenhandel mit Variance Futures findet in Bezug auf Notional Vega mit Volatility Strikes statt. Laut Eurex werden beim Matching Notional Vega und Volatility Strikes in Variance Futures zu Variance Futures-Kursen konvertiert. Die der Konvertierung zugrunde liegenden Formeln und Parameter werden veröffentlicht.

Eine Order muss mindestens 1 Notional Vega betragen und die Kursänderung darf nicht unter 0,05 Volatilitätspunkten liegen.

Pressekontakt:

David Thomas, Tel.: +44-207-862-7261, E-Mail:

david.thomas@deutsche-boerse.com

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com

Weitere Berichte zu: Aktienindex Börse EURO Eurex Futures Konvertierung Liquidität MEZ Preistransparenz STOXX Swaps Volatility

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index beendet das Jahr 2016 mit Rekordwert
24.01.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr nahe Null
18.01.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie