Eurex Exchange vollständig auf neue, moderne Handelsarchitektur migriert

Eurex: Eurex Exchange wird seit Anfang der Woche vollständig auf der globalen Handelsarchitektur der Gruppe Deutsche Börse betrieben. Abschließend wurde das Segment der Fixed-Income-Derivate, zu dem die hochliquiden Euro-Bund-, Euro-Bobl- und Euro-Schatz-Futures gehören, vom bisherigen System auf die neue Plattform überführt.

Durch das neue Handelssystem profitieren Teilnehmer von Eurex Exchange von einer weitaus besseren Performance, mehr Wahlmöglichkeiten bei der Anbindung und verbesserten Funktionalitäten bei gewohnt höchster Systemstabilität und -verfügbarkeit. Diese Handelsarchitektur wird bereits seit April 2011 erfolgreich von der International Securities Exchange (ISE) genutzt, der führenden US-Optionsbörse und Partnerbörse der Eurex Exchange.

Im Bereich Latenz sind bereits wesentliche Verbesserungen messbar: Die Roundtrip-Zeiten für die schnellsten Futures-Order lagen bei rund einer Millisekunde im alten System, jetzt liegen diese bei etwa 150 Mikrosekunden. Die durchschnittliche Latenz des Gesamtsystems sank bei Futures um etwa 50 Prozent und bei Optionen um mehr als 90 Prozent.

Die phasenweise Umstellung hatte am 3. Dezember 2012 begonnen. Bereits Anfang Juli 2013 folgt ein erstes Software-Release, mit dem weitere Verringerungen der Latenzzeiten erreicht werden. Hierfür wird die interne Verarbeitung von Aufträgen optimiert, was zu einer deutlich höheren System-Kapazität und daraus resultierend einer höheren Frequenz bei der Marktdatenlieferung führt. Am Jahresende 2013 ist die Einführung eines weiteren Release vorgesehen, mit der neue Funktionalitäten für neue Produkttypen und eine neue Marktdaten-Schnittstelle – Eurex Enhanced Order Book Interface – für Benchmark-Futures eingeführt werden.

„Mit der vollständigen Migration auf die neue Handelsarchitektur unterstreicht Eurex Exchange erneut ihre Rolle als innovativer Marktplatz. Ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs ist der konstruktive Dialog mit uns Teilnehmern und die Transparenz im Prozess. Mit der neuen Matching Engine steigt die Leistungsfähigkeit bei unverändert hohen Sicherheitsstandards für die Handelsumgebung. Auf Basis dieser Kombination können Market Maker wie Optiver noch engere Spreads für Endkunden anbieten”, sagte Hans Pieterse, Head of Market Structure Europe, Optiver.

„Wir danken unseren Teilnehmern für ihre konstruktive Mitarbeit bei der reibungslosen und schrittweisen Migration. Mit unserem hochmodernen System erhalten sie Zugang zu unseren liquiden und globalen Märkten mit den bekannten Wettbewerbsvorteilen im Bereich weiter verbesserte Funktionalitäten, Stabilität, Latenz und Leistungsfähigkeit. Mit der abschließenden Migration bietet Eurex Group erneut innovative IT-Lösungen im internationalen Maßstab an“, erklärte Jürg Spillmann, stellvertretender Eurex-Vorstandsvorsitzender.

Das neue Eurex-System bietet eine wesentlich größere Flexibilität, die auch in Zukunft eine schnelle Anpassung an deren sich wandelnde Bedürfnisse ermöglicht. Die leistungsstarke Messaging-Architektur sorgt für geringere Latenzzeiten, eine schnellere Kommunikation und basiert auf hochverlässlichen Datenbankensystemen. Zudem profitieren Teilnehmer von Eurex Exchange von verbesserten Funktionalitäten wie einer umfassen Spread-Matrix, die für EURIBOR-Futures 190 Calendar Spreads bietet und auch benutzerdefinierte Options-Strategien.

Pressekontakt:
Heiner Seidel,
Telefon: +49-69-2 11-1 15 00,
E-Mail: heiner.seidel@eurexgroup.com

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