Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Eurex erweitert Produktangebot um Derivate auf Naturkatastrophen

16.06.2009
Markteinführung von Hurrikan-Futures am 29. Juni 2009/ Neues Angebot adressiert Anforderungen des existierenden OTC-Marktes

Die internationale Terminbörse Eurex hat heute bekannt gegeben, am 29. Juni 2009 so genannte Sturmschaden-Futures (Hurrikan-Futures) mit binärer Auszahlung einzuführen.

Mit dieser Angebotserweiterung um Derivate auf Naturkatastrophen setzt Eurex ihre Strategie der Erschließung neuer Asset-Klassen konsequent fort. Die neuen Kontrakte wurden in enger Zusammenarbeit mit Marktteilnehmern entwickelt.

Hurrikan-Futures sind für ihre Nutzer wie Asset Manager, Hedgefonds, Banken und (Rück-)Versicherer eine praktische Möglichkeit, sich gegen versicherte Schäden im Zusammenhang mit bestimmten Sturmereignissen abzusichern bzw. diese zu handeln. Versicherungsschäden aus Hurrikanen sind extrem unkorreliert mit Finanzmarktrenditen.

Peter Reitz, Mitglied des Eurex-Vorstands, sagte: „Wir freuen uns, unseren Kunden als erste europäische Börse Hurrikan-Futures anbieten zu können. Die aktuelle Finanzkrise hat zu einer Neubewertung der Gegenparteirisiken geführt, infolgedessen gibt es eine starke Nachfrage nach Hurrikan-Kontrakten mit zentralem Clearing als Ergänzung zu den derzeit bilateral gehandelten ISDA-dokumentierten Hurrikan-Swaps.

Mit unserem zentralen Clearing über Eurex Clearing werden wir mit den neuen Kontrakten diesem Bedarf gerecht, da wir dem Markt ein wirksames Risikomanagement und eine Reduzierung von Kontrahentenrisiken anbieten. Darüber hinaus weisen unsere Kontrakte die bekannten Vorteile börsennotierter Futures auf wie Standardisierung, Anonymität und ein globales Vertriebsnetz auf.“

Zunächst werden diese Futures für drei Regionen erhältlich sein: USA insgesamt, Florida und die Golfküstenstaaten, wobei sämtliche Kontrakte auf US-Dollar lauten. Sie werden darüber hinaus verschiedene Auslöseschwellen in der Spanne zwischen 10 und 50 Mrd. US-Dollar aufweisen. Bedingt durch den Charakter des Basiswertes werden diese binären Kontrakte entweder wertlos oder bei 10.000 US-Dollar je Kontrakt abgerechnet – abhängig vom geschätzten Betrag des Versicherungsschadens eines einzelnen Hurrikans.

Die minimale Tickgröße liegt bei 10 US-Dollar. Handelszeit ist von 10.00 Uhr bis 22.00 Uhr MEZ. Zur Berechnung der Versicherungsschäden nutzt Eurex die Daten von ISO PCS, der einzigen international anerkannten Schätzstelle für katastrophenbedingte Versicherungsschäden in den USA.

Die Block Trade-Größe wird – an Marktbedürfnissen ausgerichtet – bei einem Kontrakt liegen, um eine einfache Risikoübertragung auf den zentralen Kontrahenten Eurex Clearing zu ermöglichen. Überdies arbeitet Eurex an einem Anreizprogramm für qualifizierte Broker, um Liquidität und Orderflow zu fördern. Die meisten Versicherungsschäden in den USA werden durch Hurrikane verursacht. Der chronische Mangel an Versicherungskapazität hat zum Entstehen alternativer Mechanismen für den Risikotransfer geführt, z.B. mittels Katastrophen-Anleihen oder Katastrophen-Swaps (nach ISDA-Dokumentation). Die Hurrikan-Futures von Eurex sind eine Ergänzung zu den Industry Loss Warranty (ILW) Rückversicherungskontrakten, die sich auf Hurrikanschäden in den USA beziehen.

Das ILW-Marktvolumen für Sturmschäden in den USA im Jahr 2008 wird auf einen Versicherungswert von etwa 7 Mrd. US-Dollar geschätzt. Für 2009 werden für das Gebiet der USA etwa 6 Hurrikane vorausgesagt. Die schwersten Schäden in der Geschichte der USA wurden durch den Hurrikan Katrina ausgelöst: Die Versicherungsschäden beliefen sich dabei auf 41 Mrd. US-Dollar.

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Der Dauerläufer: Starke Binnennachfrage macht diesen Aufschwung robuster als seine Vorgänger
17.10.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Positiv für die Volkswirtschaft: Die Zahl der Betriebsgründungen von Hauptniederlassungen steigt weiter
12.10.2017 | Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise