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Eurex Clearing veröffentlicht White Paper über die systemische Rolle von zentralen Kontrahenten

08.07.2014

Zentrale Kontrahenten (CCPs) verringern systemisches Risiko in Finanzmärkten/ Spezifische Sanierungs- und Abwicklungspläne für Finanzmarktinfrastrukturen stärken Vorteile des CCP-Modells

Durch zentrales Clearing werden systemische Risiken und deren verstärkende Faktoren in Finanzmärkten erheblich verringert. Das ist eine zentrale Feststellung des White Papers „How Central Counterparties Strengthen the Safety and Integrity of Financial Markets“, das heute von Eurex Clearing, dem CCP der Gruppe Deutsche Börse, veröffentlicht wurde.

Demnach sorgt die Ausweitung des zentralen Clearings, die ein Eckpunkt der Reformen der Finanzmärkte ist, zusammen mit den hohen regulatorischen Anforderungen an CCPs für mehr Stabilität und Transparenz der Finanzmärkte und wirkt sich positiv auf die Realwirtschaft aus. Zentrales Clearing führt vor allem zur Senkung von Risiken bisher bilateral gehandelter Produkte wie OTC-Derivaten und vermeidet systemische Risiken in diesen Märkten.

„Das White Paper zeigt den makroprudenziellen Vorteil eines zentral geclearten Marktes im Vergleich zu einem bilateralen“, sagte Thomas Book, CEO von Eurex Clearing. „CCPs haben in der Finanzkrise ihre Widerstandsfähigkeit und ihre Vorteile unter Beweis gestellt. Im Zuge der Umsetzung der Finanzmarktreformen werden die positiven Eigenschaften zentral geclearter Märkte weiter gestärkt. Von großer Bedeutung sind dabei Leitlinien für Sanierungs- und Abwicklungspläne, durch die eine effektive Steuerung systemischer Ereignisse gewährleistet werden kann.“

In dem White Paper wird zunächst die Funktionsweise eines CCP beschrieben und der Beitrag analysiert, den zentrales Clearing auf die Reduktion systemischer Risiken in den Finanzmärkten hat. Als unabhängige Risikomanager zwischen Marktteilnehmern sorgen CCPs für eine ausreichende Besicherung und können Ausfälle von Marktteilnehmern in einem geregelten Rahmen abwickeln.

Im zweiten Teil der Studie werden die notwendigen Anforderungen und Eigenschaften erläutert, die für den Betrieb eines CCP erfüllt werden müssen. Eine Analyse vergangener Probleme von CCPs vor dem Hintergrund heutiger aufsichtsrechtlicher Anforderungen zeigt, dass EMIR, die europäische Regulierung für den Posttrade-Sektor höchste Standards setzt und als weltweit richtungsweisend für regulatorische Vorgaben angesehen werden kann.

Im letzten Teil des White Papers wird erörtert, wie ein CCP dazu beiträgt, im Fall extremer Marktschocks, Maßnahmen zur Sanierung oder Abwicklung von Marktsegmenten einzuleiten, ohne dass es zu einer negativen Beeinflussung des gesamten Finanzmarktes kommt. Während bereits bestehende aufsichtsrechtliche Bestimmungen die Sicherheit von CCPs gewährleisten, bilden spezifische Sanierungs- und Abwicklungspläne für Finanzmarktinfrastrukturen einen Rahmen, bei extremen Marktschocks den verschiedenen Interessengruppen Optionen für ein schnelles Handeln zu geben, während gleichzeitig eine Haftung durch den Staat ausgeschlossen werden kann. Damit leisten CCPs einen entscheidenden Beitrag, systemische Risiken zu begrenzen und die Stabilität der Finanzmärkte zu fördern.

Dieses White Paper führt eine Reihe von Veröffentlichungen der Gruppe Deutsche Börse fort, in denen künftige Marktstrukturen analysiert werden. Die letzte Veröffentlichung der Eurex Clearing erschien am 10. April 2014 unter dem Titel „The future of central clearing – maximizing capital and cost efficiency through an integrated cross-product CCP clearing service“ und analysiert die Kostenvorteile des zentralen Clearing unter den neuen Kapitalanforderungen.


 

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com

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