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Erholung am Beteiligungsmarkt setzt sich fort

02.05.2012
- German Private Equity Barometer steigt um 6,8 Zähler
- Stimmungsaufschwung sowohl bei Frühphasen- als auch bei Spätphasenfinanzierern
- Positiver Trend auch bei Fundraising und Exitoptionen

Die im Schlussquartal 2011 begonnene Erholung am deutschen Beteiligungskapitalmarkt setzte sich in den ersten drei Monaten des Jahres 2012 fort: Der Stimmungsindikator für die Branche, das von KfW und BVK berechnete German Private Equity Barometer, stieg um weitere 6,8 Zähler und liegt nun mit 42,8 Punkten wieder über seinem langjährigen Durchschnitt (36,3 Punkte). Seinen jüngsten Rekordeinbruch im Herbst 2011 konnte der Indikator damit binnen zweier Quartale um fast die Hälfte kompensieren.

Die gestiegene Zuversicht der Beteiligungsfinanciers wird gestützt von einer wieder etwas positiveren Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung, die sie auf künftige bessere Geschäfte hoffen lässt. Ursächlich für den Anstieg des German Private Equity Barometes sind dementsprechend auch die besseren Erwartungen für künftige Geschäfte in den nächsten sechs Monaten: Sie legten im ersten Quartal deutlich um 12,9 Zähler auf 47,6 Punkte zu. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage hingegen veränderte sich nur marginal und erreicht nun den Stand von 38 Punkten (+0,8 Zähler).

Das Frühphasensegment des Beteiligungsmarktes zeigt sich im ersten Quartal 2012 besonders gut gelaunt: Sowohl die aktuelle Lageeinschätzung (+9,5 auf 43,6 Punkte) als auch die Geschäftsaussichten (+20,1 auf 44,3 Punkte) verbesserten sich hier deutlich. Die Frühphasenfinanzierer signalisieren dabei, dass die Entscheidung für neue Engagements durch die aktuell wieder etwas vorteilhafter eingeschätzte Fundraisingsituation erleichtert wird.

Die Spätphasenfinanzierer hingegen bleiben noch zurückhaltender:
Zwar erwarten auch sie bessere Geschäfte (+7,2 auf 49,8 Punkte) und verweisen auch auf erfolgreichere Exitmöglichkeiten. Ihre Bewertung der aktuellen Geschäftslage fällt aber leicht schlechter aus als im Vorquartal (-5,3 auf 34,3 Punkte). Diese Zurückhaltung ist verständlich: Die Verwerfungen an den internationalen Aktien und Anleihenmärkten im letzten Herbst haben die Stimmung in diesem Marktsegment besonders hart getroffen.

Der Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe, Dr. Norbert Irsch, freut sich über die positiven Signale aus dem Beteiligungsmarkt, warnt aber vor zu viel Euphorie: "Die deutliche Verbesserung der Stimmung ist zwar erfreulich, aber noch mit Vorsicht zu beurteilen. Denn die positive Entwicklung basiert stark auf der Hoffnung, dass die internationalen Finanzmärkte sich weiter beruhigen. In der Frühphase stellen wir zudem fest, dass trotz der Aufhellung beim Fundraising noch immer die pessimistischen Stimmen überwiegen. Außerdem dämpft die nur schleppende Erholung der Bewertung von Exits die Aussichten relativ stark."

BVK-Geschäftsführerin Ulrike Hinrichs ergänzt: "Die positiveren Einschätzungen bei den Sorgenkindern Fundraising und Exits überraschen etwas. Trotzdem freut uns insbesondere die Stimmungsverbesserung in der Frühphase. Ob dies über den weiteren Jahresverlauf anhält, bleibt abzuwarten. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass die optimistischen Erwartungen der Beteiligungsgesellschaften an den Geschäftsverlauf auch erfüllt werden. Leider bleiben aber vor allem gesamtwirtschaftliche und politische Unsicherheiten."

Das aktuelle German Private Equity Barometer steht unter www.kfw.de/gpeb zum Download zur Verfügung.

Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstraße 5-9, 60325 Frankfurt Kommunikation (KOM), Christine Volk, Tel. 069 7431-3867, Fax: 069 7431-3266,

E-Mail: christine.volk@kfw.de, Internet: www.kfw.de/newsroom

Christine Volk | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

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