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EMI: Frühjahrsaufschwung verfestigt sich auf breiter Front

06.05.2010
Die deutsche Industrie hat im April 2010 mit neuer Rekordrate produziert.

Das zeigt der saisonbereinigte Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), der gegenüber März nochmals 1,3 Zähler auf 61,5 zulegte. Nicht nur die Erzeugung trug maßgeblich zum neuen Allzeithoch bei, auch die vier übrigen, in die Berechnung des Hauptindex einfließenden Teilindizes wie Auftragseingang, Beschäftigung, Lieferzeiten und Vormateriallager, wirkten sich positiv aus.

Damit verfestigt sich das Konjunkturhoch auf breiter Front. "Sorge bereitet unseren Einkäufern allerdings die Entwicklung an den internationalen Rohstoffmärkten", kommentierte Dr. Holger Hildebrandt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), am Donnerstag die aktuelle EMI-Statistik. Den Unternehmen könnten seiner Ansicht nach "mit weiter steigenden Rohstoffpreisen die Kosten davonrennen".

Der Teilindex Leistung lag im Berichtsmonat bei saisonbereinigt
66,9 (Vormonat: 64,2) Punkten. Das Plus an Neu- und Folgeaufträgen war im April sowohl bei Global Playern als auch bei KMU weiter außerordentlich hoch. Lieferengpässe und die starke weltweite Nachfrage nach Rohstoffen trieben die Einkaufspreise in die Höhe. Die Verkaufspreise wurden daraufhin den dritten Monat in Folge angehoben.

Aufgrund der höheren Produktionsanforderungen kam es erstmals seit September 2008 wieder zu einem moderaten Beschäftigungsaufbau.

Der "Markit/BME-Einkaufsmanager-Index" (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland. Der Index erscheint seit 1996 unter Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), Frankfurt. Er wird von der britischen Forschungsgruppe Markit Economics, London, erstellt. Der Index beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern/Geschäftsführern der verarbeitenden Industrie in Deutschland (nach Branche, Größe, Region repräsentativ für die deutsche Wirtschaft ausgewählt). Der EMI orientiert sich am Vorbild des US-Purchasing Manager´s Index (PMI).

Sabine Ursel | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bme.de

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