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Wo drückt eigentlich der Schuh?

05.03.2010
Das untersuchten die Forscher am Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens e.V. (PFI), einer Forschungsvereinigung der AiF, in einem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projekt der industriellen Gemeinschaftsforschung.

Die Sportschuhindustrie und die Orthopädieschuhtechnik untersuchen bereits seit Jahren die Bewegungen und Belastungen, im Fachjargon die biomechanischen Funktionen, der Füße. Was dort längst zum Alltag gehört, ist bei Herstellern von so genannten Straßenschuhen noch nicht angekommen.

Das liegt auch daran, dass hier die Optik eindeutig das Kaufkriterium Nummer Eins ist - sonst würden Frauen kaum auf 10 cm hohen Absätzen laufen und ihre Füße in spitze Schuhe zwängen. So kümmern sich Schuhdesigner weniger um den Fuß als vielmehr um das Auge, und den Schuhherstellern steht bei der Formgestaltung immer noch ein statischer Fuß Modell. Hier steckt die Entwicklung bezüglich des Komforts gewissermaßen noch in den "Kinderschuhen".

Daran sollte man etwas ändern, fand das PFI, das seit 50 Jahren vorwiegend für die Schuhbranche forscht. In einem Forschungsprojekt zusammen mit mittelständischen Unternehmen der Schuhindustrie wurde nun untersucht, wo denn der Schuh beim Gehen eigentlich drückt, welche Materialien und Formen die natürliche Fußdynamik am besten unterstützen, welche zu sehr einschränken. Das Ziel war: so wenig Schuhbelastung wie möglich. Inzwischen weiß man, da lässt sich etwas machen, denn ein entsprechend gestalteter Schuhboden bietet mehr Komfort. Damit sind nicht die von weitem erkennbaren orthopädischen Schuhe gemeint, sondern durchaus modische Straßenschuhe. Jetzt sind die Unternehmer gefragt, die Erkenntnisse zu nutzen und in neue verbesserte Produkte umzusetzen. Mit Sicherheit steckt darin für mittelständische Unternehmen ein Potenzial, um Billigprodukten ein weiteres Qualitätsmerkmal entgegenzusetzen.

Das Besondere an Forschungsprojekten der industriellen Gemeinschaftsforschung ist der praktische Nutzen für mittelständische Unternehmen. Zum einen können diese bereits in der Vorbereitungs- und der Forschungsphase mitarbeiten, somit steht die praktische Anwendung stets im Mittelpunkt, zum anderen werden die Ergebnisse allen interessierten Unternehmen, also auch den nicht unmittelbar an dem Projekt beteiligten, frei zugänglich gemacht.

Für alle mittelständischen Betriebe, die Forschung und Entwicklung nicht aus eigener Kraft stemmen können, aber Ideen für neue Entwicklungen haben oder innovative Lösungen brauchen, stehen als Ansprechpartner die AiF mit Geschäftsstellen in Köln und Berlin sowie ihre rund 100 branchenorientierten Forschungsvereinigungen zur Verfügung.

Über die AiF
Die AiF (Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen) fördert seit 1954 Forschung und Entwicklung zugunsten mittelständischer Unternehmen. Sie ist Träger der industriellen Gemeinschaftsforschung und betreut weitere Förderprogramme der öffentlichen Hand. Als Dach eines Netzwerks mit rund 100 Forschungsvereinigungen bietet sie praxisnahe Innovationsberatung. Pro Jahr fließen über die AiF ca. 350 Millionen Euro öffentliche Mittel in mehrere Tausend Forschungsprojekte.
Ansprechpartner Projekt
PFI, Dr. Monika Richter, E-Mail: monika.richter@pfi-pirmasens.de, Telefon: 06331 249027
Pressearbeit
AiF, Anita Widera, E-Mail: presse@aif.de, Telefon: 0221 37680-10

Anita Widera | idw
Weitere Informationen:
http://www.pfi-ps.de
http://www.aif.de

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