Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland bleibt Konjunkturmotor - PwC erwartet 3,5 Prozent Wirtschaftswachstum

04.08.2011
PwC-Prognose: Wachstum in Deutschland bleibt auch 2012 robust / Euro-Krisenstaaten erholen sich nur langsam / Inflation steigt deutlich

Die deutsche Wirtschaft bleibt auch im kommenden Jahr die Wachstumslokomotive der Eurozone. Die Konjunkturexperten der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC prognostizieren für 2011 ein nominales Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland von 3,5 Prozent, während sie für die Eurozone insgesamt nur eine Steigerung um 2,0 Prozent erwarten. Auch für 2012 sind die Wachstumssichten der deutschen Wirtschaft mit einem prognostizierten Plus von 2,2 Prozent deutlich besser als die der Währungsunion (plus 1,7 Prozent).

"Die Eurozone bleibt ein Wirtschaftsraum der zwei Geschwindigkeiten. Während die exportorientierten Volkswirtschaften in Mittel- und Nordeuropa vom anhaltenden Boom in China und anderen Schwellenländern profitieren, leiden die ohnehin strukturschwachen südeuropäischen Länder zusätzlich unter dem strikten Sparkurs ihrer Regierungen", kommentiert PwC-Vorstandssprecher Norbert Winkeljohann.

Während Irland nach der Rezession von 2010 im laufenden Jahr ein minimales Wirtschaftswachstum von 0,1 Prozent und 2012 von immerhin 1,3 Prozent erreichen dürfte, prognostizieren die PwC-Experten für Griechenland und Portugal einen Rückgang des BIP 2011 um 3,8 Prozent bzw. 2,1 Prozent. In Spanien (plus 0,6 Prozent) und Italien (plus 0,8 Prozent) wird das Wachstum im laufenden Jahr voraussichtlich weit unter dem Durchschnitt der Eurozone bleiben und auch 2012 nur knapp über der Marke von einem Prozent liegen.

Schuldenkrise und Zinsentwicklung bergen Risiken

Die größten Risiken für das Wirtschaftswachstum der Eurozone gehen weiterhin von der Schuldenproblematik sowie damit zusammenhängend der Zins- und Inflationsentwicklung aus. Im Juli ist der Zinsaufschlag für zehnjährige spanische und italienische Staatsanleihen gegenüber deutschen Bundesanleihen bereits signifikant gestiegen. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wird die Refinanzierung der 2011 fällig werdenden Staatsschulden im Volumen von etwa 90 Milliarden Euro in Spanien bzw. 80 Milliarden Euro in Italien schwierig.

Doch auch ohne eine weitere Ausbreitung der Schuldenkrise werden
Zins- und Preisniveau in der Eurozone weiter steigen. Für 2011 erwartet PwC eine Inflationsrate von 2,6 Prozent nach 1,6 Prozent im Vorjahr, was nicht ohne Folgen für die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank bleiben dürfte. In Deutschland wird sich der Preisanstieg 2011 voraussichtlich von 1,2 Prozent auf 2,7 Prozent beschleunigen, um sich 2012 leicht auf 2,3 Prozent abzuschwächen.

Gemischte Signale aus Übersee

Aus den USA, Japan und China kommen derzeit gemischte Vorgaben für die Konjunkturentwicklung in Deutschland und der Eurozone. In China dürfte sich das Wachstum zwar von gut 10 Prozent im vergangenen Jahr auf 9,5 Prozent im Jahr 2011 und 9,1 Prozent im Jahr 2012 abschwächen, wegen des erwarteten Rückgangs der Inflationsrate von 4,9 Prozent im laufenden auf 3,5 Prozent im kommenden Jahr wird das reale Wirtschaftswachstum 2012 jedoch höher ausfallen als 2011.

Für Japan prognostizieren die Konjunkturexperten als Folge der Tsunami-Katastrophe einen Rückgang des BIP in 2011 um 0,5 Prozentpunkte im laufenden Jahr, dem 2012 ein Wachstum von 3,0 Prozent bei einer Inflationsrate von nur 0,2 Prozent folgen dürfte.

Die US-Wirtschaft wird 2011 voraussichtlich um nominal 2,6 Prozent und 2012 um 2,9 Prozent wachsen. Allerdings sind die Auswirkungen des jetzt verabschiedeten Sparprogramms noch nicht in den Prognosen berücksichtigt. Es ist aber zu erwarten, dass sich die Inlandsnachfrage als Konsequenz der Sparbemühungen weiterhin schwach entwickelt und das Wirtschaftswachstum stark vom Export abhängig bleibt.

Über PwC:

PwC bietet branchenspezifische Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Unternehmensberatung. Dort schaffen wir für unsere Mandanten den Mehrwert, den sie erwarten. Mehr als 161.000 Mitarbeiter in 154 Ländern entwickeln in unserem internationalen Netzwerk mit ihren Ideen, ihrer Erfahrung und ihrer Expertise neue Perspektiven und praxisnahe Lösungen. In Deutschland erzielt PwC an 28 Standorten mit 8.700 Mitarbeitern eine Gesamtleistung von rund 1,33 Milliarden Euro.

Pressekontakt:
Stefan Bießenecker
PwC Presseabteilung
Tel.: (069) 95 85 - 62 65
E-Mail: stefan.biessenecker@de.pwc.com

Stefan Bießenecker | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.pwc.de

Weitere Berichte zu: BIP Eurozone Inflationsrate Konjunkturmotor PwC Schuldenkrise Wirtschaftswachstum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index startet gut ins neue Jahr
22.02.2018 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Indikator: Keine Rezessionsgefahr, keine Anzeichen für konjunkturelle Überhitzung
19.02.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Verlässliche Quantencomputer entwickeln

Internationalem Forschungsteam gelingt wichtiger Schritt auf dem Weg zur Lösung von Zertifizierungsproblemen

Quantencomputer sollen künftig algorithmische Probleme lösen, die selbst die größten klassischen Superrechner überfordern. Doch wie lässt sich prüfen, dass der...

Im Focus: Developing reliable quantum computers

International research team makes important step on the path to solving certification problems

Quantum computers may one day solve algorithmic problems which even the biggest supercomputers today can’t manage. But how do you test a quantum computer to...

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Geheimtinte: Von antiken Rezepturen bis zu High-Tech-Varianten

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Neuer Sensor zur Messung der Luftströmung in Kühllagern von Obst und Gemüse

22.02.2018 | Energie und Elektrotechnik

Neues Prinzip der Proteinbindung entdeckt

22.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics