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Deutsches Risikomanagement für Südostasien

08.04.2010
Die Schwellenländer Südostasiens streben in die erste Liga der Weltwirtschaft.

Dabei setzen expandierende Volkswirtschaften wie Vietnam und Thailand längst nicht mehr nur auf bloßes Wachstum, sondern entwickeln Strategien, um den ökonomischen Erfolg nachhaltig zu gestalten. Ganzheitliches Risikomanagement ist dafür eine der entscheidenden Voraussetzungen.

Über dieses Thema hielt Professor Dr. Jürgen Kretschmann, Präsident der TFH Georg Agricola, im Rahmen seiner Südostasienreise im März zwei Vorträge in Hanoi und Bangkok.

Gemeinsam mit seiner Doktorandin Nguyen Thi Hoai Nga von der Hanoi University of Mining and Geology war Professor Kretschmann Gastredner auf der zweitägigen Strategiekonferenz "Prevention - Risk Management - Social Security: The Seoul-Roadmap towards better Safety and Health at Work.", die gemeinsam vom vietnamesischen Arbeitsministerium, der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN, der International Labour Organisation und der Sektion Bergbau der Internationalen Social Security Association veranstaltet wurde. Nga und Kretschmann zeigten in ihrem Vortrag, der auf Ngas Promotionsprojekt beruht, wie sich das Risikomanagementsystem der RAG Aktiengesellschaft auf Bergbauunternehmen in Südostasien übertragen ließe.

Auch an der Chulalongkorn Universität in Bangkok, die zu den bedeutendsten Ingenieurhochschulen Südostasiens zählt, war Professor Kretschmanns Expertise in Sachen Risikomanagement gefragt. Vor Fachkollegen des Fachbereichs Bergbau hielt Kretschmann einen Vortrag über Grundzüge des Risikomanagements, und ging dabei besonders auf dessen kulturelle Voraussetzungen ein.

"Um Risiken wirkungsvoll begegnen zu können, muss man sie zunächst innerhalb des Unternehmens benennen können. Diese offene Kommunikation stößt in Ostasien jedoch noch auf kulturelle Vorbehalte. In einer globalisierten Wirtschaft lassen sich große Risiken kaum lokal begrenzen. Gerade deshalb sollten wir Wissenschaftler international zusammenarbeiten und uns gegenseitig unterstützen.", erläuterte Professor Kretschmann die Motivation seiner Vortragsreise.

Stephan Düppe | idw
Weitere Informationen:
http://www.tfh-bochum.de/

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