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Deutscher Kreditmarkt im Winterschlaf

20.12.2013
- Weiter geringe Kreditnachfrage wegen schwacher Investitionstätigkeit
- KfW erwartet Trendwende im Frühling

Die langsame konjunkturelle Erholung seit dem Sommer wird erst mit Verspätung auf dem deutschen Kreditmarkt ankommen. Noch befindet sich das Kreditneugeschäft der Banken und Sparkassen mit Unternehmen und Selbstständigen im tiefen Winterschlaf.

Nach einem Drei-Jahres-Tief von -7,5% gegenüber Vorjahr im dritten Quartal erwartet die KfW im vierten Quartal einen weiteren Rückgang um 4,8%. Aufs Gesamtjahr betrachtet dürfte das Kreditneugeschäft 2013 um rd. 5% schrumpfen, wie die KfW in ihrem aktuellen Kreditmarktausblick schätzt. Erst gegen Ende des Winters dürfte die Kreditnachfrage allmählich aufwachen.

Hauptursache für die schwache Entwicklung des Kreditneugeschäfts ist die nach wie vor verhaltene Investitionstätigkeit der deutschen Unternehmen. Die Kapazitätsauslastung ist zu niedrig und die Unsicherheit wird offenbar nach wie vor als zu hoch empfunden, als dass auf breiterer Front Entscheidungen für Investitionen getroffen würden.

Insgesamt liegen die Unternehmensinvestitionen aktuell um rd. 2% unter dem Vorjahresniveau und konzentrieren sich auf Ersatzanschaffungen und Modernisierungen, der Wirtschaftsbau hingegen bleibt schwach. Soweit Unternehmen gegen den Trend dennoch ihre Investitionsausgaben erhöhen, greifen sie noch immer stark auf Eigenmittel zurück.

"Mit den schwachen Werten aus dem dritten und vierten Quartal 2013 haben wir den Tiefpunkt am Kreditmarkt gesehen", sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. "Wir rechnen im ersten Halbjahr 2014 wieder mit positiven Wachstumsraten des deutschen Kreditmarkts." Eine schwächere konjunkturelle Entwicklung als erwartet würde die Erholung des Kreditmarkts nach hinten verschieben.

Ein Videostatement von Dr. Jörg Zeuner zu den Ergebnissen des aktuellen KfW-Kreditmarktausblicks ist unter www.kfw.de/newsroom abrufbar.

Pressekontakt:
KfW,
Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt Kommunikation (KOM)
Tel. +49 (0)69 7431 4400, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: presse@kfw.de

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