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Deutsche Wirtschaft bleibt in Schwung

27.01.2011
"Die deutsche Wirtschaft bleibt auch 2011 in Schwung. Zum einen gibt die Weltwirtschaft weiter Auftrieb, zum anderen haben sich die Stimmungsindikatoren in Deutschland noch einmal verbessert", sagt Michael Kemmer, Hauptgeschaeftsfuehrer des Bankenverbandes, bei der Vorstellung des aktuellen Konjunkturberichts in Berlin. Der Bankenverband prognostiziere weiterhin fuer die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr ein Wachstum von 2,3 Prozent.

Aufkeimende Inflationsaengste, die mit der derzeit anziehenden Preisentwicklung in Deutschland verbunden sind, muessen laut Kemmer etwas relativiert werden: "Angesichts einer Kerninflationsrate von rund 1 Prozent kann von einem breit angelegten Preisschub noch keine Rede sein.

Auch im Euro-Raum sehe ich keinen Beginn eines sich selbst verstaerkenden Inflationsprozesses". Gegenwaertig seien vor allem Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise die Treiber der Teuerungsrate. Doch guenstige statistische Basiseffekte sollten im Fruehjahr wieder fuer einen gewissen Rueckgang der Preissteigerungsrate sorgen. "Im Jahresdurchschnitt duerfte die Inflationsrate daher sowohl im Euro-Raum als auch in Deutschland bei etwa 2 Prozent liegen", so Kemmer.

Trotz vielfaeltiger Anstrengungen der Euro-Staaten, des Internationalen Waehrungsfonds und der Europaeischen Zentralbank seien die Marktteilnehmer bei europaeischen Staatsanleihen weiterhin skeptisch. Daher wuerden gegenwaertig weitere Massnahmen diskutiert, um die Lage zu stabilisieren:

etwa die Aufstockung des Euro-Rettungsschirms oder die Moeglichkeit, dass hoch verschuldete Euro-Staaten mit Krediten des Rettungsschirms ihre Staatsschulden zurueckkaufen koennen. Kemmer weist darauf hin, dass die Chancen und Risiken der unterschiedlichen Vorschlaege sorgfaeltig abgewogen werden muessten. Der Bankenverband unterstuetze daher die Position der deutschen und franzoesischen Regierung, etwaige Aenderungen beim aktuellen Rettungsschirm in einem Gesamtpaket festzulegen. "Hieran sollte nun mit Hochdruck gearbeitet werden", so Kemmer, "denn ein ueberzeugendes Gesamtkonzept wird auch die Maerkte positiv beeinflussen".

Pressekontakt:
Bundesverband deutscher Banken
Presse und Kommunikation
Burgstr. 28
10178 Berlin
Telefon (0 30) 16 63 - 12 01 / - 12 02
Telefax (0 30) 16 63 - 12 99
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Weitere Informationen:
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