Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Börse weitet Transaktionskostenvorteile im Xetra-Handel aus

16.06.2009
Neuerungen zielen auf Veränderungen im computerunterstützten Handel/ Geschwindigkeitssensitive Kunden profitieren von sinkenden Handels- und Clearingentgelten/Weitere Belebung der Handelsaktivität auf Xetra erwartet

Ab 2. November gilt für den Xetra-Handel ein neues Preismodell. Im Vordergrund steht die Ablösung des seit 2004 geltenden Rabattmodells „Automated Trading Program“ (ATP).

In Zukunft werden Preisanreize auf alle Teilnehmer ausgeweitet, die mit neuen Funktionalitäten wie der Hochgeschwindigkeitsschnittstelle „Enhanced Transaction Solution“ handeln. Diese Funktionalitäten wurden im Juni 2009 mit dem Release Xetra 10.0 eingeführt.

Insbesondere die Transaktionsentgelte für die neu eingeführten geschwindigkeitsoptimierten („non- persistent“) Orders in liquiden Wertpapieren werden deutlich geringer.

Durch das neue Preismodell profitieren Teilnehmer im Xetra-Handel von im Durchschnitt 13 Prozent niedrigeren Transaktionsentgelten auf Basis der diesjährigen Volumina.

Die Deutsche Börse hatte sich schon frühzeitig auf eine Zunahme des algorithmischen Handels eingestellt. Neben Maßnahmen zur Beschleunigung der Reaktionszeit des Xetra-Systems und einer kontinuierlichen Erhöhung des Systemdurchsatzes werden seit 2004 Rabatte auf automatisch generierte Orders gewährt. Deren Volumenanteil auf Xetra liegt aktuell bei rund 45 Prozent.

Der Aktienhandel ist aber auch über diese Orders hinaus deutlich preissensitiver geworden, wie die in Europa vermehrt zum Einsatz kommenden transaktionskostenoptimierenden Orderleitsysteme (Smart Order Router) belegen.

„Mit dem neuen Preismodell zielen wir auf sämtliche preissensitiven Orders in den auf Xetra handelbaren Wertpapieren. Damit schaffen wir die Basis für weiteres Wachstum“, sagte Frank Gerstenschläger, Vorstand für das Xetra-Segment (Kassamarkt) der Deutsche Börse AG.

Für dem Handel nachgelagerte Verrechnungsprozesse (Clearing) wird das bestehende ATP-Rabattmodell ebenfalls ab 2. November 2009 auf alle Xetra-Orders erweitert. Aufgrund der stark gesunkenen durchschnittlichen Ordergröße auf Xetra von €30.000 im 3. Quartal 2008 auf aktuell €19.000 wird zudem bereits ab 1. Juli 2009 das fixe Clearing-Transaktionsentgelt auf €0,09 pro Xetra-Order halbiert. Von dieser Maßnahme geht ein positiver Effekt auf die im computerunterstützten Handel besonders häufig generierten kleinteiligen Orders aus. Clearing-Kunden erhalten insgesamt Transaktionskostenvorteile von im Durchschnitt 28 Prozent auf Basis der diesjährigen Volumina.

Aufgrund der mit dem neuen Preismodell verbundenen Stimulation der Handelsaktivität erwartet die Deutsche Börse einen neutralen Effekt auf den gesamten Kassamarktumsatz.

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Wert fest „im grünen Bereich“ - IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr sinkt auf nur 5,1 Prozent
14.09.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft nähert sich der Hochkonjunktur
07.09.2017 | Institut für Weltwirtschaft (IfW)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie