Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Börse mit Umsatz- und Gewinnwachstum in Q3/2015

29.10.2015

Nettoerlöse legen um 20 Prozent auf 594,4 Mio. € zu/Bereinigter Gewinn je Aktie steigt um 21 Prozent auf 1,03 €/Nettoerlöse und Ergebnis je Aktie in den ersten neun Monaten deutlich über Vorjahr/Erfolgreiche Finanzierung und Abschluss der Akquisitionen von STOXX und 360T

Die Deutsche Börse AG hat am Mittwoch ihre Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2015 veröffentlicht. Die Gruppe erzielte Nettoerlöse in Höhe von 594,4 Mio. €, was einem Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht (Q3/2014: 495,6 Mio. €).

Wesentliche Treiber dieses deutlichen Anstiegs waren insbesondere die anhaltend hohe Aktienmarktvolatilität, sowie die positive Entwicklung in der Wertpapierverwahrung und -verwaltung und dem Marktdatengeschäft. Die operativen Kosten lagen in der Berichtsperiode mit 344,0 Mio. € planmäßig über denen des Vorjahres (Q3/2014: 274,0 Mio. €).

Maßgeblich hierfür waren Konsolidierungs- und Währungseffekte. In den operativen Kosten enthalten waren zudem Sondereffekte von 31,2 Mio. € (Q3/2014: 8,0 Mio. €), die sich größtenteils aus Kosten für Unternehmenszusammenschlüsse und Effizienzprogramme zusammensetzen. Bereinigt um diese Einmaleffekte stiegen die Kosten wie erwartet auf 312,8 Mio. € (Q3/2014: 266,0 Mio. €). Das bereinigte EBIT lag bei 283,1 Mio. € (Q3/2014: 233,2 Mio. €) und das bereinigte unverwässerte Ergebnis je Aktie bei 1,03 € (Q3/2014: 0,85 €).

In den ersten neun Monaten 2015 erzielte die Gruppe Deutsche Börse Nettoerlöse in Höhe von 1.777,6 Mio. €, ein Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (Q1–3/2014: 1.503,5 Mio. €). Die bereinigten operativen Kosten der Gruppe stiegen in diesem Zeitraum planmäßig auf 891,2 Mio. € (Q1–3/2014: 758,7 Mio. €). Infolgedessen lag das bereinigte EBIT bei 889,4 Mio. € (Q1–3/2014: 750,7 Mio. €) und das bereinigte unverwässerte Ergebnis je Aktie bei 3,29 € (Q1–3/2014: 2,75 €).

Die Gruppe hat die vollständige Übernahme von STOXX und die Akquisition von 360T abgeschlossen. Zur Finanzierung der beiden Transaktionen wurde eine Hybridanleihe mit einem Volumen von 600 Mio. € (Laufzeit 25,5 Jahre; Anleihekupon 2,75 Prozent bis Februar 2021), eigene Aktien mit einem Volumen von 200 Mio. € und eine Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 500 Mio. € (Laufzeit 10 Jahre; Anleihekupon 1,625 Prozent) erfolgreich am Markt platziert.

360T wurde mit Wirkung Anfang Oktober voll in den Konzernabschluss der Deutsche Börse AG einbezogen. Bei ansonsten unveränderter Kostenprognose erwartet das Unternehmen durch die Konsolidierung von 360T nun operative Kosten für 2015 in Höhe von 1.245 Mio. € vor Sondereffekten. Gleichzeitig fließen dem Unternehmen bis Jahresende zusätzliche Nettoerlöse von rund 17 Mio. € zu.

Gregor Pottmeyer, Personal- und Finanzvorstand der Deutsche Börse AG, sagte: „Vor dem Hintergrund des anhaltend positiven Marktumfeldes mit teilweise zweistelligen Wachstumsraten im Handelsgeschäft sowie dem kontinuierlichen Wachstum bei Clearstream und Market Data + Services erwartet die Gruppe für das Gesamtjahr 2015 Nettoerlöse am oberen Ende der Prognosebandbreite von 2,2 bis 2,4 Mrd. €. Zudem hat das Unternehmen bereits sehr gute Fortschritte bei der Implementierung der Ende Juli angekündigten Wachstumsstrategie ,Accelerate‘ erzielt.“

Ergebnis Q3/2015

Die Nettoerlöse der Gruppe Deutsche Börse stiegen um 20 Prozent gegenüber denen des Vorjahresquartals auf 594,4 Mio. € (Q3/2014: 495,6 Mio. €). Maßgeblich dafür waren die gestiegene Aktienmarkt- und Zinsvolatilität sowie die anhaltend positiven Entwicklungen in der Wertpapierverwahrung und -verwaltung (Clearstream) sowie dem Marktdatengeschäft (Market Data + Services). Als Bestandteil der Nettoerlöse lagen die Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft bei 13,9 Mio. € (Q3/2014: 9,3 Mio. €). Seit dem ersten Quartal 2015 enthalten die Nettozinserträge neben Erträgen, die im Segment Clearstream entstehen, auch Zinserträge bzw. -aufwendungen aus dem Segment Eurex. Diese Erträge erzielt das Clearinghaus im Rahmen der Anlage von Barsicherheiten ihrer Kunden.

Die operativen Kosten lagen in der Berichtsperiode mit 344,0 Mio. € planmäßig über denen des Vorjahresquartals (Q3/2014: 274,0 Mio. €). Neben Konsolidierungseffekten in Höhe von 20,6 Mio. € ist der Anstieg auf höhere Personalkosten in Höhe von 18,4 Mio. € zurückzuführen – maßgeblich aufgrund höherer Rückstellungen für die variable Vergütung sowie Kosten im Zusammenhang mit dem an die Kursentwicklung gekoppelten Aktientantiemeprogramm. Zudem ergaben sich Währungseffekte in Höhe von 6,2 Mio. €. Die Sondereffekte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 23,2 Mio. € auf 31,2 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund höherer Kosten im Zusammenhang mit Fusionen und Übernahmen sowie für Effizienzmaßnahmen. Bereinigt um diese Einmaleffekte stiegen die Kosten wie erwartet um 18 Prozent auf 312,8 Mio. € (Q3/2014: 266,0 Mio. €).

Das Beteiligungsergebnis belief sich auf –0,7 Mio. € (Q3/2014: null), im Wesentlichen aufgrund einer Wertberichtigung der Anteile an der Bondcube Limited. Bereinigt lag das Beteiligungsergebnis bei 1,5 Mio. € (Q3/2014: 3,6 Mio. €).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Gruppe Deutsche Börse stieg in der Berichtsperiode auf 249,7 Mio. € (Q3/2014: 221,6 Mio. €). Ohne die beschriebenen Sondereffekte erzielte die Gruppe ein EBIT von 283,1 Mio. €, was einem Anstieg von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (Q3/2014: 233,2 Mio. €).

Das Finanzergebnis der Gruppe belief sich auf –14,6 Mio. € (Q3/2014: –13,7 Mio. €). Der leichte Anstieg resultiert aus zusätzlichen Zinsaufwendungen für die Anleihe, die zu Beginn des dritten Quartals 2015 zur Finanzierung der STOXX-Akquisition begeben wurde.

Die bereinigte effektive Gruppensteuerquote für das dritte Quartal 2015 lag wie geplant bei 26,0 Prozent (Q3/2014: 26,0 Prozent). Damit belief sich der Konzern-Periodenüberschuss der Gruppe auf 166,1 Mio. € (Q3/2014: 149,4 Mio. €). Ohne die beschriebenen Sondereffekte lag der Konzern-Periodenüberschuss bei 191,4 Mio. € (Q3/2014: 155,9 Mio. €).

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf Basis des gewichteten Durchschnitts von 184,9 Mio. Aktien auf 0,90 € (Q3/2014: 0,81 €). Bereinigt um die genannten Sondereffekte lag das unverwässerte Ergebnis je Aktie bei 1,03 €, was einem Anstieg von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (Q3/2014: 0,85 €).

Weitere Informationen: Im Anhang finden Sie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Segmentberichterstattung.

Informationen zum Herunterladen
Zahlen 3. Quartal 2015
Zwischenbericht 3/2015 - Gruppe Deutsche Börse

Ansprechpartner für die Medien:
Heiner Seidel, Tel: +49-69-2 11-1 15 00, E-Mail:
media-relations@deutsche-boerse.com

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht Rezessionsgefahr nahe null - IMK-Indikator: Deutsche Wirtschaft auf dem Weg in die Hochkonjunktur
16.01.2018 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Mit Schwung ins neue Jahr
28.12.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vollmond-Dreierlei am 31. Januar 2018

Am 31. Januar 2018 fallen zum ersten Mal seit dem 30. Dezember 1982 "Supermond" (ein Vollmond in Erdnähe), "Blutmond" (eine totale Mondfinsternis) und "Blue Moon" (ein zweiter Vollmond im Kalendermonat) zusammen - Beobachter im deutschen Sprachraum verpassen allerdings die sichtbaren Phasen der Mondfinsternis.

Nach den letzten drei Vollmonden am 4. November 2017, 3. Dezember 2017 und 2. Januar 2018 ist auch der bevorstehende Vollmond am 31. Januar 2018 ein...

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

Veranstaltungen

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungen

Transferkonferenz Digitalisierung und Innovation

22.01.2018 | Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

15. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

22.01.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Forschungsteam schafft neue Möglichkeiten für Medizin und Materialwissenschaft

22.01.2018 | Biowissenschaften Chemie

Ein Haus mit zwei Gesichtern

22.01.2018 | Architektur Bauwesen

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics