Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutsche Börse AG schließt Geschäftsjahr 2014 mit Gewinnanstieg und starkem 4. Quartal ab

19.02.2015

Nettoerlöse 2014 erhöhen sich um 7 Prozent auf 2.043 Mio. € - Bereinigter Gewinn pro Aktie steigt um 5 Prozent auf 3,63 € - Nettoerlöse in Q4/2014 mit 545 Mio. € auf dem höchsten Wert seit 3 Jahren - Stabile Dividende von 2,10 € je Aktie vorgeschlagen - Wachstum der Nettoerlöse auf 2,1 bis 2,3 Mrd. € in 2015 erwartet - Mittelfristprognose bis 2017 bestätigt

Die Deutsche Börse AG hat am Mittwoch ihre vorläufigen Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2014 veröffentlicht. Das Unternehmen erzielte Nettoerlöse in Höhe von 2.043,0 Mio. €, was einem Anstieg von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (2013: 1.912,3 Mio. €).

Die bereinigten operativen Kosten lagen, bedingt durch Konsolidierungseffekte und höhere Investitionen in Wachstumsinitiativen und Infrastruktur, mit 1.068,8 Mio. € wie geplant um 10 Prozent über denen des Vorjahres (2013: 967,6 Mio. €).

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 982,8 Mio. € (2013: 954,0 Mio. €). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie, bereinigt um Sondereffekte, betrug 3,63 € und lag damit 5 Prozent über dem Vorjahr (2013: 3,46 €).

Für das Geschäftsjahr 2014 schlägt der Vorstand der Deutsche Börse AG eine stabile Dividende in Höhe von 2,10 € je Aktie vor (2013: 2,10 €). Dies bedarf noch der formellen Zustimmung des Aufsichtsrats der Deutsche Börse AG, der bereits seine Unterstützung ausgedrückt hat, und der Aktionäre der Deutsche Börse AG bei der Hauptversammlung am 13. Mai 2015.

Gregor Pottmeyer, Personal- und Finanzvorstand der Deutsche Börse AG, sagte: „Der Anstieg der Nettoerlöse im Jahr 2014 ist zum einen auf das zyklisch bedingt sehr starke vierte Quartal zurückzuführen. Zum anderen haben wir weitere Fortschritte bei der Erschließung neuer Wachstumsfelder, unter anderem in Asien, erzielt. Damit sehen wir uns auf sehr gutem Weg, unsere bis 2017 gesteckten Ziele von 5 bis 10 Prozent Nettoerlöswachstum pro Jahr zu erreichen.“

Hinsichtlich der Erwartungen an das Jahr 2015 sagte Gregor Pottmeyer: „Der Jahresauftakt zeigt sich sehr stark und in den meisten Geschäftsbereichen liegen die Volumina nochmal über dem vierten Quartal. Für das Gesamtjahr rechnen wir mit einem Wachstum der Nettoerlöse auf 2,1 bis 2,3 Mrd. €. Die operativen Kosten werden maßgeblich aufgrund von Konsolidierungs- und Wechselkurseffekten auf rund 1.180 Mio. € steigen. Je nach Entwicklung der Nettoerlöse erwarten wir damit eine leichte bis deutliche Steigerung des Ergebnisses.“

Vorläufiges Ergebnis 2014

Die Nettoerlöse der Gruppe Deutsche Börse stiegen im Geschäftsjahr 2014 aufgrund der positiven Entwicklung in den Segmenten Clearstream und Market Data + Services sowie der höheren Aktienmarktvolatilität zum Jahresende um 7 Prozent auf 2.043,0 Mio. € (2013: 1.912,3 Mio. €).

Die operativen Kosten lagen im Berichtsjahr mit 1.114,8 Mio. €, maßgeblich bedingt durch niedrigere Sondereffekte, unter denen des Vorjahres (2013: 1.182,8 Mio. €). Die Sondereffekte beliefen sich auf 46,0 Mio. € (2013: 215,2 Mio. €) und setzten sich größtenteils aus Kosten für Effizienzprogramme und Unternehmenszusammenschlüsse zusammen. Im Vorjahr enthielten die Sondereffekte eine Vergleichszahlung an die US-amerikanische Exportkontrollbehörde (OFAC). Bereinigt um diese Einmaleffekte stiegen die Kosten aufgrund von Konsolidierungseffekten und höheren Investitionen in Wachstumsinitiativen und Infrastruktur um 10 Prozent auf 1.068,8 Mio. € (2013: 967,6 Mio. €) und lagen damit im Rahmen der Prognose der Gruppe.

Das Beteiligungsergebnis belief sich auf 78,3 Mio. € (2013: 9,3 Mio. €). Der deutliche Anstieg ist maßgeblich auf einen einmaligen Ertrag im Zusammenhang mit der Fusion der Direct Edge ECN LLC und der BATS Global Markets, Inc. im Januar 2014 zurück­zuführen. Bereinigt um Sondereffekte lag das Beteiligungsergebnis bei 8,6 Mio. €.

Aufgrund des Anstiegs der Nettoerlöse und der Sondereffekte bei den Kosten im Vorjahr stieg das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Gruppe Deutsche Börse im Berichtsjahr deutlich auf 1.006,5 Mio. € (2013: 738,8 Mio. €). Ohne die beschriebenen Sondereffekte erzielte die Gruppe ein EBIT von 982,8 Mio. € (2013: 954,0 Mio. €).

Das Finanzergebnis der Gruppe belief sich auf –43,1 Mio. € (2013: –70,7 Mio. €). Die Verbesserung ist im Wesentlichen auf die im zweiten Quartal 2013 abgeschlossene Refinanzierung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.

Die effektive Gruppensteuerquote für 2014 lag bei 18,2 Prozent. Um Sondereffekte bereinigt, betrug sie wie im Vorjahr 26,0 Prozent. Diese ergibt sich nach der Bereinigung um die oben genannten Sondereffekte in den operativen Kosten und dem Finanzergebnis. Darüber hinaus ist die Gruppensteuerquote bereinigt um einen einmaligen Ertrag in Höhe von 78,9 Mio. €, der mit der Auflösung der internen Finanzierungsstruktur für die Akquisition der ISE im Jahr 2007 zusammen hängt.

Damit belief sich der Konzern-Jahresüberschuss der Gruppe auf 762,3 Mio. € (2013: 478,4 Mio. €). Ohne die beschriebenen Sondereffekte lag der Konzern-Jahresüberschuss bei 669,4 Mio. € (2013: 636,8 Mio. €).

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich auf Basis des gewichteten Durchschnitts von 184,2 Mio. Aktien auf 4,14 € (2013: 2,60 € bei durchschnittlich 184,1 Mio. ausstehenden Aktien). Bereinigt um die genannten Sondereffekte lag das unverwässerte Ergebnis je Aktie bei 3,63 €, was einem Anstieg von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (2013: 3,46 €).

Vorläufiges Ergebnis Q4/2014

Im vierten Quartal 2014 erwirtschaftete die Deutsche Börse Nettoerlöse in Höhe von 544,5 Mio. € (Q4/2013: 473,0 Mio. €). Die operativen Kosten lagen bei 338,6 Mio. € (Q4/2013: 284,6 Mio. €). Bereinigt um Einmaleffekte lagen die operativen Kosten bei 310,1 Mio. € (Q4/2013: 267,9 Mio. €). Das EBIT belief sich auf 208,3 Mio. €, verglichen mit 189,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Sondereffekte lag das EBIT bei 237,1 Mio. € (Q4/2013: 206,2 Mio. €). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei 1,21 € im Vergleich zu 0,68 € im vierten Quartal 2013. Bereinigt um die genannten Sondereffekte lag das unverwässerte Ergebnis je Aktie bei 0,88 € (Q4/2013: 0,74 €).

Hinweis:
Im Anhang finden Sie die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Segmentberichterstattung in Tabellenform.

Informationen zum Herunterladen
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Segmentberichterstattung

Weiterführende Links
Bilanzpressekonferenz
Analysten- und Investorenkonferenz Q4 und Gesamtjahr 2014

Kontakt:
Dr. Frank Herkenhoff, Tel. +49 (0) 69 211 - 13480

Media Relations | Gruppe Deutsche Börse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Praktisch keine Rezessionsgefahr, Wachstumsprognose wird angehoben
14.12.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

nachricht IAB-Arbeitsmarktbarometer: Aufschwung setzt sich fort
28.11.2017 | Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Carmenes“ findet ersten Planeten

Deutsch-spanisches Forscherteam entwirft, baut und nutzt modernen Spektrografen

Seit Januar 2016 nutzt ein deutsch-spanisches Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen den modernen Spektrografen „Carmenes“ für die Suche nach...

Im Focus: Fehlerfrei ins Quantencomputer-Zeitalter

Heute verfügbare Ionenfallen-Technologien eignen sich als Basis für den Bau von großen Quantencomputern. Das zeigen Untersuchungen eines internationalen Forscherteams, deren Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift Physical Review X veröffentlicht wurden. Die Wissenschaftler haben für Ionenfallen maßgeschneiderte Protokolle entwickelt, mit denen auftretende Fehler jederzeit entdeckt und korrigiert werden können.

Damit die heute existierenden Prototypen von Quantencomputern ihr volles Potenzial entfalten, müssen sie erstens viel größer werden, d.h. über deutlich mehr...

Im Focus: Error-free into the Quantum Computer Age

A study carried out by an international team of researchers and published in the journal Physical Review X shows that ion-trap technologies available today are suitable for building large-scale quantum computers. The scientists introduce trapped-ion quantum error correction protocols that detect and correct processing errors.

In order to reach their full potential, today’s quantum computer prototypes have to meet specific criteria: First, they have to be made bigger, which means...

Im Focus: Search for planets with Carmenes successful

German and Spanish researchers plan, build and use modern spectrograph

Since 2016, German and Spanish researchers, among them scientists from the University of Göttingen, have been hunting for exoplanets with the “Carmenes”...

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neue Konfenzreihe in Berlin: Landscape 2018 - Ernährungssicherheit, Klimawandel, Nachhaltigkeit

18.12.2017 | Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Lipid-Nanodisks stabilisieren fehlgefaltete Proteine für Untersuchungen

18.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Von Alaska bis zum Amazonas: Pflanzenmerkmale erstmals kartiert

18.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Krebsforschung in der Schwerelosigkeit

18.12.2017 | Biowissenschaften Chemie