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Deutsche Anleger investieren lieber zu Hause

25.08.2008
Investoren meiden Wachstumsmärkte wie China und Indien

Deutsche Privatanleger bevorzugen, mit ihren Investments im eigenen Land zu bleiben, anstatt in verlockende Wachstumsmärkte zu investieren. Wie die Gesellschaft für Konsumforschung GfK in einer durch die Investmentgesellschaft Schroders beauftragten Erhebung aufzeigt, konzentrieren sich rund 83 Prozent der deutschen Kapitalanlagen vorwiegend auf den Inlandsmarkt.

"Die internationale Ausrichtung in deutschen Wertpapierdepots ist ausbaufähig", bestätigt Schroders-Geschäftsführer Achim Küssner. Während sich rund ein Drittel der Investoren immerhin europaweit engagiert, ist das Interesse für Kapitalanlagen im Rest der Welt erstaunlich niedrig.

Nur 3,7 bzw. 1,8 Prozent der deutschen Privatanleger verfügen über Investments in Wachstumsmärkten wie China oder Indien. Ausgesprochen niedrig fallen auch die Beteiligungen an US-amerikanischen Unternehmen aus: Lediglich 8,1 Prozent investieren in den Staaten. Dabei entsprechen die Einschätzungen bezüglich Marktsituation und -entwicklung weitgehend den gängigsten Expertenmeinungen. Mit über 50 Prozent geht mehr als die Hälfte davon aus, dass sich China zur wirtschaftlichen Supermacht entwickeln wird. Ebenso wird aufstrebenden Volkswirtschaften wie Indien oder Russland von vielen Anlegern in Zukunft eine tragende Rolle zugeschrieben.

In den kommenden zwei Jahren soll sich dieses Bild nur unwesentlich verändern. Während das Interesse an Deutschland-Investments mit 70 Prozent der Anleger weiterhin hoch liegt, werde der Anteil jener Investoren auf 42 Prozent leicht steigen, die Beteiligungen im europäischen Ausland vorsehen. Über die Europa-Grenzen hinaus bleiben Anlagen aus deutscher Hand jedoch weiterhin eine Rarität.

Maximal zehn Prozent planen, in einen der vielversprechenden Märkte wie China, Indien, Russland oder die USA zu investieren. Diese anhaltende Tendenz sei besonders auf das enorme Vertrauen in die deutsche Wirtschaft zurückzuführen: Nur 14 Prozent der Anleger gehen davon aus, dass eine Rezession bevorsteht.

Manuel Haglmüller | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.gfk.com
http://www.schroders.com

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