Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der Arbeitsmarkt im Jahr 2014: Positive Arbeitsmarktentwicklung trotz schwachem Wirtschaftswachstum

07.01.2015

"Trotz geringer wirtschaftlicher Impulse hat sich der Arbeitsmarkt positiv entwickelt. 2014 waren weniger Menschen arbeitslos als ein Jahr zuvor, Beschäftigung und Einstellungsbereitschaft der Betriebe sind gewachsen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-J. Weise, heute in Nürnberg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

  • Arbeitslosenzahl im Jahr 2014: 2.898.000 Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: -52.000
  • Arbeitslosenquote gegenüber Vorjahr: -0,2 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent
  • Arbeitslosigkeit, Unterbeschäftigung und Erwerbslosigkeit

Im Jahresdurchschnitt 2014 waren in Deutschland 2.898.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr waren 52.000 Menschen weniger arbeitslos. Im Jahr 2014 wird damit zusammen mit 2012 der niedrigste Stand der Arbeitslosig-keit nach 1991 erreicht.

Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, belief sich 2014 auf 3.804.000 Per-sonen. Das waren 98.000 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig der niedrigs-te Stand seit der Wiedervereinigung.

Dass die Unterbeschäftigung stärker abge-nommen hat als die Arbeitslosigkeit, erklärt sich mit sich mit der rückläufigen Ent-lastung durch arbeitsmarktpolitische Instrumente. Abnahmen verzeichneten dabei die Sonderregelungen für Ältere und Beschäftigungsschaffende Maßnahmen. Leichte Zuwächse gab es dagegen bei der Förderung der Selbständigkeit, der Fremdförderung, der beruflichen Weiterbildung und bei Aktivierungsmaßnahmen.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren 2014 933.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im SGB III um 36.000 gesunken. Insgesamt 889.000 Personen erhielten 2014 Arbeitslosengeld; 26.000 weniger als vor einem Jahr.

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II in der Grundsicherung (SGB II) lag 2014 bei 4.391.000 und damit so niedrig wie noch nie seit Einführung des SGB II im Jahr 2005. Gegenüber 2013 war dies ein Rückgang von 33.000 Personen. Der An-teil der in Deutschland lebenden erwerbsfähigen hilfebedürftigen Menschen an allen Personen im erwerbsfähigen Alter lag mit 8,2 Prozent leicht unter dem Vorjah-resstand. 2014 waren 1.965.000 Menschen im Bereich der Grundsicherung arbeits-los gemeldet. Das waren 16.000 weniger als im Vorjahr. Dass ein Großteil der Ar-beitslosengeld II-Bezieher nicht arbeitslos gemeldet ist, liegt daran, dass diese Personen erwerbstätig sind, kleine Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder sich noch in der Ausbildung befinden.

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung haben 2014 wei-ter zugenommen. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Erwerbstätigkeit im Jahresdurchschnitt um 371.000 auf 42,65 Millionen gestiegen. Damit erreicht die Erwerbstätigkeit einen neuen Höchststand. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat 2014 noch stärker zugenom-men als die Erwerbstätigkeit. Im Juni waren 30,17 Millionen Arbeitnehmer sozial-versicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 559.000 mehr als im Vorjahr. Arbeitslose profitieren von dem kräftigen Beschäftigungsaufbau nur in begrenztem Umfang, weil ihre Profile nur unzureichend zur Arbeitskräftenachfrage passen. Jeweils ein gutes Drittel des Beschäftigungsaufbaus geht auf eine gestiegene Erwerbsbeteiligung von deutschen Frauen und ausländischen Arbeitskräften zurück.

Arbeitskräftenachfrage

2014 waren im Jahresdurchschnitt 490.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet. Das waren 33.000 mehr als vor einem Jahr. Besonders gesucht waren 2014 Fachleute in den Bereichen Mechatronik, Energie und Elektro, Metall, Maschinen- und Fahrzeugbau, Verkehr und Logistik sowie Verkauf und Gesundheit.

Haushalt der Bundesagentur für Arbeit

Der Haushalt der BA schließt 2014 mit einem Überschuss in Höhe von 1,58 Milliar-den Euro. Der Haushaltsplan ging für das Jahr 2014 nur von einem leichten Plus in Höhe von knapp 160 Millionen Euro aus. Durch die Zunahme der Beschäftigung sowie die unterjährige Lohnentwicklung konnten höhere Beitragseinnahmen ge-bucht werden als ursprünglich angenommen. Im Bereich der Ausgaben wurden in den Bereichen Insolvenzgeld und der Arbeitsförderung rund 1,74 Milliarden Euro weniger benötigt als ursprünglich eingeplant. Die Ausgaben für Arbeitslosengeld fielen dagegen um rund 640 Millionen Euro höher aus. Von dem realisierten Ergebnis fließen rund 979 Millionen Euro in die allgemeine Rücklage. Die restlichen Mittel werden den spezifischen Rücklagen für Insolvenz-geld und der Winterbeschäftigungsförderung zugeführt.

Den ausführlichen Jahresrückblick 2014 finden Sie im Internet unter http://statistik.arbeitsagentur.de

Informationen zum Hörfunkservice der Bundesagentur für Arbeit finden Sie im In-ternet unter www.ba-audio.de

Folgen Sie der Bundesagentur für Arbeit auf Twitter www.twitter.com/bundesagentur

Pressekontakt:

Bundesagentur für Arbeit
Presseteam
Regensburger Strasse 104
D-90478 Nürnberg
E-Mail: zentrale.presse@arbeitsagentur.de
Tel.: 0911/179-2218
Fax: 0911/179-1487

Presseteam | Bundesagentur für Arbeit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Wirtschaft Finanzen:

nachricht RWI/ISL-Containerumschlag-Index sinkt nach März-Hoch
23.05.2017 | RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

nachricht IMK-Konjunkturindikator: Rezessionsgefahr bleibt niedrig
19.05.2017 | Hans-Böckler-Stiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Wirtschaft Finanzen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten