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DEG finanziert Tiefseekabel nach Westafrika

08.07.2010
- Breitbandverbindung Anfang Juli 2010 gestartet
- Kapazität für Datentransfer um mehr als das Zehnfache erhöht
- Beteiligungsähnliches DEG-Darlehen in Höhe von 20 Mio. US-Dollar

Mit deutscher Unterstützung nahm Anfang Juli das Tiefseekabel "Main One" nach Westafrika den Betrieb auf. Damit werden die Kommunikationsmöglichkeiten via Internet und Telefon in der Region entscheidend verbessert.

Für Verlegung und Betrieb des Kabels gewährte die DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH der Main One Cable Company (Main One) ein beteiligungsähnliches Darlehen in Höhe von 20 Mio. US-Dollar. Die African Development Bank (AfDB), von der 55 Mio. US-Dollar stammen, arrangierte die gemeinsame Finanzierung der beiden Entwicklungsfinanciers.

Weitere Kapitalgeber sind zwei nigerianische Geschäftsbanken mit 45 Mio. US-Dollar. Das gesamte Investitionsvolumen liegt bei 240 Mio. US-Dollar. Eigentümer von Main One sind Main Street Technologies, ein nigerianisches Start-Up, das 2006 zur Durchführung dieses Projektes gegründet wurde, sowie vier weitere Investoren.

Das Tiefseekabel "Main One" verläuft über fast 7.000 Kilometer zwischen Portugal und Accra in Ghana sowie Lagos in Nigeria. Die Glasfaserverbindung steht allen Telefon- und Netzbetreibern offen.

Dank so genannter "branching units" besteht die Möglichkeit, die Elfenbeinküste, die Kanarischen Inseln, Marokko und den Senegal an das Netz anzubinden, was im Verlauf des Projekts geplant ist. Für eine zweite Phase des Projekts besteht außerdem die Absicht, das Kabel bis nach Südafrika zu verlängern.

In Westafrika ist die Kommunikationsinfrastruktur bislang wenig entwickelt. Kostengünstige Breitbandverbindungen sind einer der wichtigsten Katalysatoren für wirtschaftliches Wachstum und Erfolg von afrikanischen Unternehmen. Das Projekt wird die Kapazität für den internationalen und regionalen Datentransfer um mehr als das Zehnfache erhöhen und so die Kosten für Telefongespräche und Internetnutzung senken. Als Anerkennung für die entwicklungspolitische und wirtschaftliche Bedeutung des Vorhabens kürte das Magazin Project Finance die Finanzierung zum "African Infrastructure Deal of the Year".

Die Finanzierung privater Investitionen in Afrika ist ein Schwerpunkt der DEG, ein Unternehmen der KfW Bankengruppe: 2009 sagte sie dort mit 266 Mio. Euro zum ersten Mal über ein Viertel ihres Neugeschäftes zu. Auf dem Kontinent ist die DEG mit drei Außenbüros in Ghana, Kenia und Südafrika vertreten.

Anja Strautz | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deginvest.de

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